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Test
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21.01.2015

TC Helicon Ditto Mic Looper Test Preview

Mikrofonsignal-Looper

TC Helicon Ditto Mic Looper im Test – Alle Gitarristen, die in den letzten fünf Jahren zumindest an einem Fachmagazin gerochen haben oder klickend im Internet an einem Online-Portal wie bonedo vorbeigerauscht sind, wissen mit dem Begriff „Looper“ etwas anzufangen: Ob auf der Bühne oder vor dem heimischen Übungsamp, selbst mit einfachen Loopern lassen sich schnell Phrasen aufnehmen, zu denen man dann weiter spielen kann. Nicht nur für eine Bandperformance kann das sinnvoll sein, viele User spielen eine Rhythmusgitarre, und setzen dann ein Solo darüber. Oder sie brüten aus, welche langweiligen Parts der „zweite Gitarrist“ der Band spielen lernen muss.

Einen der wichtigsten Looper hat die Schwesterfirma von TC Helicon mit dem TC Electronic Ditto auf den Markt gebracht. Looper bleiben aber bestimmt nicht nur den Gitarristen vorbehalten. Folgerichtig hat man bei TC einen Vocal-Looper entwickelt und – ganz auf die korrekte Sortierung innerhalb der verschiedenen Labels und Gerätefamilien achtend – mit TC Helicon Ditto Mic Looper betitelt.

Zwei Taster, viele Optionen

Anders als manche anderen Fußtreter von TC Helicon gibt es keinerlei Anschlüsse an den Flanken des Ditto Mic. Zudem ist das Testgerät das einzige Helicon-Tool in diesem Format, welches über zwei Fußschalter verfügt - „Stop“ und „Loop“ nennen sie sich. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit: Wird der Loop-Taster das erste Mal gedrückt, beginnt die Aufnahme, welche geschlagene fünf Minuten dauern darf. Bei erneuter Betätigung wird das Aufgenommene im Loop abgespielt, erneutes Drücken aktiviert den Overdub-Modus. Allerdings kann man das Verhalten des Tasters auch variieren, wenn man beim Power-Up des Ditto beide Fußtaster gemeinsam gedrückt hält. Dann wird nach dem zweiten Drücken des Loop-Tasters sofort in den Overdub-Modus gewechselt, ein drittes Drücken sorgt dann dafür, dass nicht weiter aufgenommen und nur noch gespielt wird. Noch etwas ist mit dem Taster möglich: Ein Halten aktiviert die Undo-Funktion, ein Feature, welches so mancher Looper nicht besitzt. Nochmal lang gedrückt ermöglicht wiederum ein Redo. Super! Auch der Stop-Taster kann ein wenig mehr, nämlich nach dem Stop bei einem Press-Hold das Loop komplett löschen – das ist natürlich eine notwendige Fähigkeit.

Einknopfregelung

Genau einen Parameter kann man bei TC Helicons Looper frei einstellen, und zwar das Level des geloopten Signals. Folgerichtig lautet die Gehäusebeschriftung für dieses Poti auch „Loop Level“. Die Oberfläche des Pedals wird komplettiert durch eine zweifarbige LED. Beginnt man mit der Aufnahme, leuchtet sie rot, im Play-Modus wird sie grün und markiert den Anfangspunkt im Audiomaterial dadurch, dass sie kurz erlischt. Overdubs werden ebenfalls rot angezeigt. Im Stop-Modus blinkt sie grün, nach dem Löschen des Speichers durch besagten langen Druck auch „Stop“ geht die LED aus. Undo und Redo quittiert die Diode mit einem kurzen hektischen Geflacker.

Einknopfregelung

Genau einen Parameter kann man bei TC Helicons Looper frei einstellen, und zwar das Level des geloopten Signals. Folgerichtig lautet die Gehäusebeschriftung für dieses Poti auch „Loop Level“. Die Oberfläche des Pedals wird durch eine zweifarbige LED komplettiert. Beginnt man mit der Aufnahme, leuchtet sie rot, im Play-Modus wird sie grün und markiert den Anfangspunkt im Audiomaterial dadurch, dass sie kurz erlischt. Overdubs werden ebenfalls rot angezeigt. Im Stop-Modus blinkt sie grün, nach dem Löschen des Speichers durch besagten langen Druck auf „Stop“ geht die LED aus. Undo und Redo quittiert die Diode mit einem kurzen hektischen Geflacker.

Spannend

Die Spannungsversorgung erfolgt über das kleine, mitgelieferte Netzteil, welches 12 Volt Gleichspannung liefert. Damit ist das Pedal nicht mit allen zentralen Pedalboard-Spannungsversorgungen kompatibel. Der Energiehunger ist mit 400 mA für ein Digitalgerät in Ordnung, eine Batteriespeisung ist aus verständlichen Gründen nicht möglich. Die rückseitigen Audioanschlüsse sind verständlicherweise als XLR ausgelegt. Wichtig zu wissen ist, dass TC Helicon vorgibt, dass das Pedal „transparent“ sei, das durchgeschleifte Signal also weiterhin Mikrofon-Level besitzt. Den Live-Techniker wird das sicher freuen, denn er kann das Mikrofonsignal wie gehabt in die Stagebox stecken. Auffallend ist, dass es weder einen Phantom-Switch noch ein Gain an diesem Gerät gibt! Richtig gelesen: Kein Gain! Bezüglich der Phantompower kann diese ja im Gerät blockiert werden, damit sich die Spannungen nicht addieren, wie es an einer Patchbay unbedacht gesteckten Splits eines Mikrofonsignals auf zwei phantomgespeiste Preamps schon mal passieren kann. Außerdem gibt es Phantom-Blocker ja auch einzeln, ich fühle mich beispielsweise mit meinen Triton Audio Phantom Blockern deutlich sicherer beim Umgang mit Bändchen. Nun, „normalerweise“ passiert ja nichts. Dennoch: Phantom lässt sich am Ditto wie üblich bei vielen Helicon-Geräten nicht deaktivieren, was mich nicht sonderlich begeistert.

Direktverwertung

Es ist nicht davon auszugehen, dass im Ditto das Mikrofonsignal gesplittet und auf Line-Level gebracht wird. Das Gain-Wunderwerk beruht wahrscheinlich auf der Tatsache, dass das Mikrofonsignal eben nicht hochverstärkt wird, bevor es bearbeitet wird. Am Output liegt schließlich auch ein solches an. Bekannte A/D-Wandler, die direkt mit derart niedrigen Pegeln umzugehen wissen, sind die „TrueMatch“-Technik nutzenden 28Bit-ADCs von Salzbrenner-Stagetec. Die kosten allerdings so einiges… Es ist also spannend, wie der Ditto mit unterschiedlichen Signalen umgehen wird.

Helicon-Standards

Absoluter Standard der Pedale auf Voicelive-Basis ist die USB-Buchse. Ebenso Standard ist allerdings, dass diese ausschließlich für Daten- nicht aber für Signaltransfer genutzt werden kann. TC haben sich bemüht, die Mic-Control-Fähigkeit in so vielen Geräten wie möglich unterzubringen, da macht natürlich ein neues Gerät keine Ausnahme. Und hier ist es nun wirklich sehr praktisch, denn einige Sänger werden die rhythmische Herausforderung des Loopens besser mit einem Fingerdruck auf einen Knopf am Mikrofon meistern können denn mit einem Fußtritt. Wohl im Sinne des fleißigen Bedienelementesparens bei TC Helicon ist die Aktivierung per dediziertem Minischalter einer weiteren Sonderbelegung geopfert worden: Um Mic-Control zu (de-)aktivieren, muss beim Power-Up des Ditto der Loop-Taster gedrückt werden. 

Erster Test

In einem ersten Versuch zeigt sich, dass der Ditto Mic Looper sehr schnell eingerichtet ist: Mikrofon per Mikrofonkabel in den Ditto, vom Ditto per zusätzlichem Mikrofonkabel in einen Preamp. Auch die Bedienung erweist sich einfach, doch muss man sich offenbar daran gewöhnen, dass die beiden Fußtaster im kleinen Gehäuse recht nah beieinander sitzen. Toll ist, dass man schiefgelaufene Versuche mit Undo dem Papierkorb zuführen kann, sodass man trotz spärlicher Ausstattung nichts vermisst. Auch klanglich scheint das Prinzip zumindest keine größeren Probleme zu verursachen. Aber das werde ich auch in den nächsten Tagen weiter untersuchen. Den vollständigen Testbericht gibt es also demnächst an genau dieser Stelle.

Veröffentlicht am 21.01.2015

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