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Test
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09.12.2020

Teenage Engineering PO-128 und PO-133 Test

8-Bit Synthesizer & Sequenzer / Sampler

Noch mehr Stranger Things!

Mit der Pocket-Operator-Serie bieten Teenage Engineering eine bewährte Plattform, mit der sich eine Vielzahl von Ideen umsetzen lässt: Von Synthesizern, Samplern bis hin zu Drumcomputern gibt es eigentlich (fast) nichts, was sich mit dem aufs Nötigste reduzierten One-Chip-Design nicht umsetzen lässt. Und tatsächlich werden die Design-verliebten Schweden nicht müde, ihre minimalistische Taschen-Klangerzeuger-Serie um fortwährend neue Konzepte zu ergänzen – mal mit der Motivation, einen durchaus ernst zu nehmenden Drum-(PO-32 tonic) oder Bass-Synthesizer (PO-14 sub) zu erschaffen, dann wieder mit erfrischender Verspieltheit, wie etwa beim Vocal-Synthesizer (PO-137 rick and morty). Die beiden aktuellen, in Kooperation mit Spiele-Hersteller ‚Capcom‘ - dem Entwickler der hier klanglich zitierten NES-Games „Street Fighter“ und „Megaman“ - entstandenen POs sind der letzteren Kategorie zuzurechnen. 

Details

Während der PO-128 gewissermaßen eine Megaman-Mod(ifaktion) des PO-28 ist und mit einer authentischen 8-Bit Synthese-Engine samt Micro-Drum-Part an den Start geht, adaptiert der PO-133 die „Street Fighter“-Thematik aus der Sampling-Perspektive, indem er sich der PO-33 K.O.!-Plattform bedient. Das alles dient letztlich dazu, dass beide Geräte in der Lage sind, authentische 8-Bit Sounds – im einen Fall synthetisiert, im anderen gesampelt - aus den beiden genannten Spielen zu reproduzieren. Entsprechend sind die 16 Pattern beider Geräte ab Werk bereits mit typischen Sequenzen aus den Game-Soundracks der beiden Spiele belegt, können aber auch problemlos durch eigene Werke überschrieben werden.

Aber hören wir doch direkt mal in die Demo-Tracks der beiden POs rein:

Auspacken

Verpackung und Design sind bei Teenage Engineering traditionell bereits ein durchkonzipierter Teil der „Consumer-Experience“, wie es im Marketing-Deutsch so schön heißt. Und die Pocket-Operatoren kommen daher schon seit den frühen Tagen der 10er-Serie (PO-12, 14, 16) bis hin zur aktuellen 100er-Serie (PO-128, 137, 138) in einer höchst charmanten Kartonage daher, die bereits viel über den Inhalt verrät und aus der die beiden Potis der Geräte neckisch heraus ragen. In der kleinen Pappschachtel findet sich denn jeweils der Pocket Operator selbst nebst Beipack-Anleitung in Englisch, Schwedisch und Japanisch.

Worauf lässt man sich ein?

Am Prinzip, dass die Displays mit dahinterliegendem Mini-Lautsprecher, eher der thematischen Untermalung und weniger der handfesten Informationsdarstellung dienen, ändert sich auch in der Teenage Engineering 100er Serie nichts. Wir dürfen also im Fall des PO-133 „Ryu“ und „Chun-Li“ beim munteren Prügelsport beobachten während sich beim PO-128 „Megaman“ samt „Dr. Wily“ ein Stelldichein geben.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Unkonventionell
  • Guter Klang
  • Hoher Spaßfaktor
  • Niedliches Design
  • Pattern-Chaining
  • Kreative Effektsektion

  • Kein MIDI
  • Knappe Anleitung
  • Fummelig in der Bedienung

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