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Test
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03.02.2015

the box CL 108/115 MkII Power Bundle Test

Aktiv-PA Set

Power Bundle mit mächtigem Bass

Heute haben wir das Aktiv-PA-System „the box CL 108/115 MkII Power Bundle“ zum Test geladen. Die Klein-PA stammt aus der hauseigenen Thomann-Schmiede und stellt ein Beschallungssystem mit aktiven 15-Zoll-Subwoofern und passiven Satelliten dar. Die technischen Daten klingen vielversprechend, und ich bin schon sehr gespannt, was dieses „Kraftpaket“, bei dem sogar zwei „Millenium BS-2001 S“ Distanzstangen und „the Sssnake SLL21510“ Lautsprecherkabel serienmäßig im Lieferumfang enthalten sind, zu leisten vermag. Immerhin bringt das gesamte Power-Bundle stolze 100 kg auf die Waage, kostet nur 869 € und hat eine Nennleistung von 1320 Watt RMS.

Auf den ersten Blick bekommt man also sehr viel für sein Geld, aber wie sieht es mit den technischen Aspekten, der Impulstreue und dem Klangbild aus? Fragen, denen wir im Folgenden auf den Grund gehen...

Details

„Junge, Junge, was kommt da denn auf mich zu“, ist mein erster Gedanke, als der Postmann mit seiner zwei Meter hoch bepackten Europalette vor der Tür steht. Gar nicht so einfach, die Kartons alleine ins Studio zu wuchten, aber klar, große Dinge erfordern große Verpackungen. Dann geht’s ans Auspacken. Ich fange mit den beiden 460 x 565 x 610 Millimeter messenden und jeweils 40 Kilo schweren CL 115 MkII Subs an, die ich dank der praktischen Butterfly-Griffe halbwegs geschickt aus dem Karton befreie. Das weitere Rangieren fällt dann sehr leicht, denn die Gehäuse haben Transportrollen auf der Rückseite. Das finde ich sehr gut, und da könnten sich so einige Hersteller auf jeden Fall eine Scheibe abschneiden. Die Holzgehäuse sehen professionell gefertigt aus und machen auf mich einen robusten Eindruck. Schwarze, strapazierfähige PU-Beschichtung und Metallgitter an der Vorderseite, so soll es sein. Unter der Box sind großzügig dimensionierte Gummifüße angebracht, und auf der Oberseite finde ich einen 36-Millimeter-Hochständerflansch. Die schlichte, technische, ansprechende Optik ist für meinen Geschmack sehr gut gelungen. Bei der Gehäusekonstruktion, in deren Inneren der 15-Zoll-Basstreiber werkelt, handelt es sich um ein Bassreflex-System, dessen Öffnungen sich über die gesamte untere Breite erstrecken.

Wenden wir uns nun der Rückseite zu. Hier verbirgt sich die „Elektronik“ des CL 115 MkII. Es sind zwei Stereoeingänge vorhanden, ausgelegt einmal als symmetrische XLR-Kombibuchsen und einmal im Stereo-Cinch-Format. Diese Inputs können wiederum an zwei symmetrischen XLR-Direct-Outs abgegriffen werden, um mehrere Systeme miteinander zu verbinden. Die Topteile werden über zwei Speakon NL4-Outputs angeschlossen. Über je ein Poti sind die Gesamtsystemlautstärke und der Pegel des Subs getrennt regelbar. Ein 180 Grad Phasenschalter wurde der PA ebenfalls spendiert. Links neben dem Kaltgerätestecker mit seiner 5A-Sicherung (träge) befindet sich der An/Ausschalter - der aktuelle Betriebszustand wird durch eine blaue Leuchtdiode angezeigt. Eine zweite, rote LED zeigt die Aktivität des Limiters an. Die ganze Bedieneinheit nimmt lediglich das untere rechte Viertel der Rückwand ein. In der unteren Mitte thront der Radiallüfter, der bei Bedarf frische Luft ansaugt, welche wiederum über fünf großzügig dimensionierte Gitteröffnungen an der oberen Seite entweicht. Das wars auch schon mit der visuellen Erkundungstour. Zeit für ein paar technische Daten:

Laut Hersteller liefern die Endstufen für den 15-Zöller 220/500 Watt (RMS/Peak) und für die Satelliten, welche Fullrange angefahren werden, ebenfalls je 220/500 Watt (RMS/Peak). Der Schalldruck wird für den Sub mit 122 dB max. SPL bei einem Frequenzbereich von 35 -130 Hz angegeben. Es wird empfohlen, eine Impedanz von 4 Ohm für angeschlossene passive Satelliten nicht zu unterschreiten. Der Subwoofer ist auf einen Betrieb mit 220 - 240 Volt ((AC) 50/60 Hz) ausgelegt und hat bei voller Last eine Leistungsaufnahme von 1000 Watt.

Im Gegensatz zu den mächtigen Subs kommen die CL 108 MkII natürlich etwas graziler daher. Das liegt einerseits an den Abmessungen von 280 x 415 x 250 Millimetern und natürlich auch am Gewicht, denn ein Top-Lautsprecher wiegt gerade einmal 9 kg. Das in schwarzem Strukturlack lackierte Gehäuse mit seinem frontalen Metallgitter macht ebenfalls einen widerstandsfähigen, sauber gefertigten Eindruck. Vom Design sind die CL 108 MkII selbstverständlich an den Subwoofer angeglichen und bilden so zusammen eine harmonische Einheit. An der Unterseite ist eine 36-Millimeter-Stativaufnahme ausgespart, und durch den großzügig dimensionierten oberen Tragegriff lässt sich die Box geschmeidig auf die im Lieferumfang enthaltene Distanzstange am Sub hieven.

Im Inneren des Lautsprechers werkeln ein 8-Zoll-Basslautsprecher und ein 1-Zoll-Kompressionstreiber, welcher auf ein CD-Horn arbeitet. Die Belastbarkeit ist laut Bedienungsanleitung 150/600 Watt (RMS/Peak) bei einer Impedanz von 4 Ohm und einem Frequenzgang von 100 Hz - 19 kHz. Die Box erreicht damit einen Spitzenschalldruck von 115 dB max. SPL und hat den typisch günstigen Abstrahlwinkel von 90 x 60 Grad. Auf der Rückseite finde ich über dem Speakon NL4-Port noch einen Schiebeschalter, der eine Anhebung des Pegels um +3 dB erlaubt. Eine gute Sache, wenn die Satelliten einmal aus einer höheren Position abstrahlen oder Location-abhängig einfach ein bisschen lauter spielen sollen.

Bevor es nun in den Praxisteil geht, möchte ich noch auf die Kabel und die beiden schwarz lackierten Millenium BS-2001 S MkII Metall-Distanzstangen aus dem Lieferumfang zu sprechen kommen. Letztgenannte haben einen Durchmesser von 35 Millimetern, wiegen je 2,4 Kilo und lassen sich zwischen 935 und 1485 Millimetern in der Höhe verstellen. Die Stangen rasten mittels Druckknopf ein und werden zusätzlich über eine Flügelschraube gesichert. Die SLL21510 Lautsprecherkabel von „Sssnake“ sind 10 Meter lang und weisen an den beiden Enden zweipolige Neutrik Speakon-Stecker auf. Standard erfüllt!

Pro & Contra

  • Gewaltiger Bass
  • Ausgewogener Klang
  • Professionelles Design
  • Robuste Gehäusekonstruktionen
  • Höchst attraktiver Preis
  • Praktische Transportrollen

  • Suboptimaler Limiter
  • Endstufenleistung im hohen Pegelbereich

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