E_Drum_Monitor_TheBox_Pro_MonA15
Test
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18.07.2017

The Box Pro Mon A15 Test

Aktiver Zweiwege-Monitor

Wenns mal etwas lauter sein darf

In diesem Review sehen wir uns den The Box Pro Mon A15 im Rahmen unseres Testmarathons für E-Drum-Monitore an. Grundsätzlich ist der aktive Zweiwege-Monitor kein ausgewiesener Spezialist für das elektronisch erzeugte Bumm-Tschack eines E-Drumsets, sondern ein ganz einfacher Floormonitor für Proberaum und Bühne. Doch davon wollen wir uns nicht abhalten lassen!  

Mit seinem 15-Zoll-Tieftöner setzt sich der Mon A15 recht eindeutig von den restlichen Kandidaten unseres Testmarathons ab, denn diese kommen in der Regel in 10er- oder 12er-Ausführungen. Das verspricht eine ordentliche Portion Punch, und prinzipiell könnte man es fast als unfair empfinden, Lautsprecher mit so unterschiedlichen Konfigurationen gegeneinander antreten zu lassen. Wenn man den günstigen Straßenpreis von 298 Euro miteinbezieht, erscheint ein Vergleich aber nicht nur gerechtfertigt, sondern er drängt sich sogar förmlich auf. Der Mon A15 ist um genau einen Euro günstiger als der auf E-Drums spezialisierte Roland PM-10, und wie er sich gegenüber diesem und den anderen Konkurrenten schlägt, sehen wir im Test.

Details

Jenseits des Wohnzimmers

Der Mon A15 ist mit seinen stolzen 19,5 kg das Schwergewicht unter den Kandidaten unseres Testmarathons. Auch mit seinen Maßen von 61 cm x 54,5 cm x 36,5 cm wirkt die Box für ein Wohnzimmer oder kleines Musikzimmer schon recht überdimensioniert. Das massive Gehäuse ist eindeutig bühnentauglich und wirkt nahezu unkaputtbar. Mit einer Ausgangsleistung von satten 450 Watt zeigt die „dicke MonA“ der auf E-Drums spezialisierten Konkurrenz recht eindeutig, wo der Hammer hängt. Wer in einer Mietwohnung ab und an ein wenig E-Drums spielen will und auf den Hausfrieden bedacht ist, der wird hier eindeutig überversorgt. Für laute Proben oder das Monitoring auf der Bühne scheint die Box mit ihrer Power dagegen genau richtig.

Die Verarbeitung ist in allen Bereichen gut geraten – abgesehen von einem kleinen Wermutstropfen: Das Boxengitter schnarrt leicht, wenn man mit der Hand dagegen klopft. Durch Schallwellen entstehen aber glücklicherweise selbst bei hoher Lautstärke keinerlei Probleme mit Nebengeräuschen, und folglich sehe ich hier keinen wirklichen Grund zum Punktabzug. Hinter dem Gitter sitzen der besagte 15-Zoll-Tieftöner und ein 1-Zoll-Hochtöner in koaxialer Anordnung, was bedeutet, dass der Hochtöner in der Mitte des Tieftöners positioniert ist. Zudem lassen sich in direkter Nachbarschaft der Speaker-Kombination zwei Bassreflexöffnungen erkennen.

Floormonitor oder kleine FOH-Box

Für das Personal Monitoring von E-Drums fühlt sich der Mon A15 am wohlsten, wenn er seitlich auf dem Boden mit ein wenig Abstand zum Schlagzeughocker positioniert wird. Mit seinem Stativflansch kann er aber auch wie eine kleine FOH-Box vertikal auf einem handelsüblichen Boxenständer montiert werden, was in Proberäumen oder gar bei kleinen Konzerten durchaus Sinn machen kann. In diesem Fall wird die eigentlich rechte Seite der Box mit den Anschlüssen und Bedienelementen allerdings zur Oberseite, und vor allem wenn der Mon A15 in luftige Höhen gehievt wird, leidet darunter die direkte Bedienbarkeit. 

Konzentriert auf das Wesentliche

Der Mon A15 bietet einen einzelnen Eingang in Form einer Klinke/XLR-Combobuchse, der für Signale auf Line-Pegel konzipiert ist. Der direkte Anschluss eines Mikrofons, wie es zum Beispiel bei The Box MA120 MKII möglich ist, wird hier also zu keinen befriedigenden Ergebnissen führen, aber dazu ist die Box eben nicht ausgelegt. Zur Verwendung mit einem E-Drumset nutzt man ein Klinkenkabel, um den L/Mono-Ausgang des Soundmoduls mit dem Eingang des Mon A15 zu verbinden – fertig. Falls dabei Brummen auftritt, sollte der kleine Ground/Lift-Taster, der sich in direkter Nachbarschaft des Eingangs befindet, Abhilfe schaffen. Zum Vermeiden von Verzerrungen bei zu hohem Pegel wurde zudem ein Limiter integriert, dessen Aktivität sich über die Signal/Limit-LED erkennen lässt. Sobald ein Signal anliegt, leuchtet das kleine Lämpchen grün, bei Limiter-Einsatz (den es zu vermeiden gilt) leuchtet es rot.

Dass die Box keinen weiteren Line-Eingang für sonstige Wiedergabegeräte wie Smartphones, Tablets oder vielleicht auch einen Walkman bietet, lässt sich locker verschmerzen, wenn das Soundmodul des E-Drumsets mit einem entsprechenden Eingang ausgestattet ist – und dem ist in fast allen Fällen so. Was es in Hinblick auf Anschlüsse noch gibt, ist ein Link-Ausgang im reinen XLR-Format, der das Eingangssignal unabhängig vom Lautstärkeregler des Mon A15 durchschleift. Dies funktioniert auch, wenn die Box abgeschaltet ist.

Was man etwas deutlicher als einen zusätzlichen Eingang vermissen könnte, ist eine Klangregelung zum grundlegenden Formen des Frequenzgangs. Auch dies lässt sich im Fall mancher E-Drumsets zwar intern regeln, andererseits dürfte der Bedarf an einem solchen Feature nicht allzu hoch sein, wenn die Box von vornherein gut klingt. Einen milden, aber wahrnehmbaren Einfluss auf den Frequenzgang hat ein kleiner Taster, mit dem man zwischen zwei Modi für den Betrieb als FOH- oder Monitor-Box umschalten kann. Vor allem wird im Monitor-Modus eine Feedback-Unterdrückung aktiviert, nebenbei wird aber auch der Gesamtklang etwas schlanker. Als E-Drum-Monitor macht sich der Mon A15 im FOH-Modus am besten.

Video

Pro & Contra

  • verhältnismäßig natürlicher Klang
  • 
hohe Lautstärke

  • gute Verarbeitung
  • 
bühnentauglich

  • Preis-Leistungs-Verhältnis

  • weniger handlich als spezialisierte E-Drum-Monitore

  • leichtes Grundrauschen

  • Anschlüsse und Bedienelemente bei Stativmontage schwer zu erreichen

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