Test
8
21.11.2018

Praxis

Installation und Einrichtung

Das Rackkit des the t.bone freeU Twin 823 lässt sich kinderleicht befestigen. Es liegen sogar ausreichend Schrauben bei, damit die Rack-Ohren bei Bedarf mit einer dritten Schraube vor Verwindung gesichert werden. Was mich in der Praxis ein wenig stört ist, dass sich der Hauptschalter des Empfängers auf der Rückseite befindet. Ist der Receiver erst einmal in einem Rack verbaut, kann das zu Problemen führen. Die Rack-Ohren schützen nicht nur die Antennenanschlüsse vor seitlichen Einflüssen. Die Aussparungen am hinteren Ende lassen sich auch für die Zugentlastung angeschlossener Kabel nutzen (siehe Fotostrecke). Die beiden Antennen sind dreh- und schwenkbar, so dass sie raumgreifend ausgerichtet werden können.

Die Beleuchtung der beiden Volume-Regler am Receiver stellt eine echte Hilfe dar, der Kontrast des Displays macht es auch dann gut ablesbar, wenn man sich nicht direkt davor befindet. Noch besser gefallen mir die Displays der Sender. Sie sind aufgrund ihrer hellen Beleuchtung auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Instrumenten- und Mikrofonkabel sitzen dank des Mini-Klinkensteckers mit Rückhaltesicherung absolut sicher in den Taschensendern. Neben dem Kunststoffgehäuse macht mir einzig der Kunststoff-Clip Sorgen. Hier bin ich eher ein Freund von Metall-Clips, beispielsweise aus Draht.

Das Kopfmikrofon überzeugt in der Praxis mit flexibler Größenverstellung und gummierten Ohrbügeln. Die Kabellänge des HeadmiKe - D AKG ist mit 1,3 m gut bemessen. Die Leitung lässt sich gut unter der Kleidung verstauen, ohne dass allzu viel Kabel übrig bleibt. Beim Anbringen des Kabel-Clips habe ich allerdings Sorge, jeden Moment einen Kabelbruch zu verursachen. Die Kabelführung greift hier doch arg beherzt zu. Dank des ultrageringen Gewichts von nur 21 g mitsamt Kabel habe ich aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das HeadmiKe stört. Ein schönes Detail ist auch der Abtropfring am Mikrofonhals. Er soll verhindern, dass Schweiß, Kondenswasser oder Schminke in die Nähe der Mikrofonkapsel gelangen. Die Synchronisation von Sender und Empfänger geschieht per Infrarot-Übertragung. Nach dem Einrichten der Funkstrecke finden sich Sender und Empfänger jederzeit problemlos wieder. Die Funkverbindung zeigt im Praxis-Check keinerlei Ausfälle.

Das Handling des the t.bone freeU Twin PT 823 Hm-D Bundle ist also komfortabel und die Funkverbindung stabil. Wenn es um Gesang und Sprache geht, erfordert die Ausrichtung des Headmike allerdings Übung. Ist der beste Winkel für die Besprechung gefunden, müssen Sänger/Sprecher vor allem den Luftzug von Reibe- und Plosivlauten gut kontrollieren können, um eine gute Mischung aus ausreichend hohem Signalpegel und geringen Nebengeräuschen zu erreichen. Unbedingt zum Einsatz kommen sollte deshalb auch der mitgelieferte Windschutz.

Wer mit diesem Bundle gegenüber einem Mittelklasse-Funkset Geld sparen möchte, muss aber auch in Kauf nehmen, dass durch die Funkübertragung Rauschartefakte im Signal entstehen. Sie sind nicht bei jedem Signaltyp problematisch, können aber gerade je nach Stimme unterschiedlich stark ins Gewicht fallen. Auch beim Anschluss von Instrumenten macht sich dieses charakteristische Rauschen im ausgegebenen Signal bemerkbar. Gitarristen können hier den Praxis-Check machen, für E-Bassisten eignet sich das Bundle aufgrund seines Frequenzgangs jedoch nicht. Positiv anzumerken ist noch, dass das Ein- und Ausschalten der Sender keinerlei Knacksen verursacht.

Pro & Contra

  • Dual-System
  • Diversity-Empfang
  • inklusive Rack-Set
  • Preis

  • Kopfmikrofone schwierig zu besprechen
  • deutliche Rauschanteile, insbesondere bei Signalspitzen
  • Ein/Aus-Schalter des Receivers auf Rückseite
  • Funkstrecke nicht für E-Bass geeignet

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