Test
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10.04.2020

Tracktion Waveform 11 Pro Test

DAW-Software

Basic, Standard oder Extreme ?!

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir Waveform 10 erst einem Test unterzogen. Nur wenige Monate später haut Tracktion bereits die nächste Version ihrer Budget-DAW raus. Die Bemühungen, Waveform immer besser zu machen, sind somit deutlich erkennbar.      

Allerdings kann die Veröffentlichung eines Major-Updates nach so kurzer Zeit logischerweise auch riskant sein. Ob es sich bei Version 11 nun also um einen Schnellschuss handelt, oder ob grundlegende Verbesserungen implementiert wurden, die Waveform 11 tatsächlich besser machen, finden wir im folgenden Test heraus.

Details

Während bei althergebrachten DAWs meist nicht viel am Workflow verändert wird, etwa um Langzeit-User nicht abzuschrecken, können neuere Programme wie Waveform hier progressiver und experimenteller vorgehen.

Von dieser Tendenz profitiert hauptsächlich eine Person, nämlich der User. Denn gerade, wenn man erst am Anfang steht, seine eigene Musik zu produzieren, muss man sich natürlich fragen, ob man mit einem Branchen-Dino arbeiten möchte, bei dem wahrscheinlich das Implementieren neuer und innovativer Features eher weniger im Vordergrund steht. Und während man für eine Vollversion von Cubase oder Live gleich mehrere hundert Euro abdrücken muss, zeigen zum Beispiel gerade Waveform und Reaper, dass ein kleiner Preis nicht mit weniger Funktionen und Möglichkeiten gleichgesetzt werden muss. Natürlich lässt sich auch Tracktion dabei von der Konkurrenz inspirieren, aber das tun schließlich alle. 

Basic, Standard und Extreme

Waveform 11 gibt es in drei verschiedenen Versionen:

  • Basic: Waveform Pro, Collective, Antares Auto-Tune, Melodyne Essential, Imagina Loops
  • Standard: Waveform Pro Basic Pack, DAW Essentials Collection, BioTek 2, Imagina Loops 
  • Extreme: Waveform Pro Standard Pack, MOK Waverazor, RetroMod Collection, Imagina Loops, Delta-V Audio SpaceCraft

Neuerungen bei Waveform 11

Was ist bei Waveform 11 nun also konkret passiert? Hier sind die wichtigsten Update-Features im Überblick:

  • Arranger Track: Komplette Regionen eines Arrangements mit allen Events und Audio-Dateien können schnell verschoben und organisiert werden.
  • Edit Overview: Die Miniatur-Ansicht des ganzen Arrangements ermöglicht die übersichtliche Navigation. 
  • User Interface Layouts: Fenster können ein- und ausgeblendet sowie ausgekoppelt werden.
  • The Quick Action Bar: Neue Leiste, in der Shortcuts und Macros hinterlegt werden können. 
  • The Quick Action Window: Zeigt den Mixer und Shortcuts, für das Arbeiten mit Touch-Oberflächen.
  • MIDI-Tools: Arpeggiator, Note Repeater, Chord Companion, MIDI Monitor und MIDI Filter
  • Plugin Sandboxing: Abgestürzte Plugins führen nicht mehr zum Absturz der DAW und können deaktiviert werden.
  • Audio Clips follow Chord Track: Wurde ein Akkord in einem bestimmten Bereich festgelegt, werden nun auch Audiodateien davon beeinflusst. 
  • Neue Plugins : insgesamt 122 neue Plugins

Pro & Contra

  • viele neue und teilweise sehr kreative Features und Funktionen
  • üppige Plugin-Ausstattung
  • Plugin-Sandboxing
  • Autotune Access und Melodyne Essential enthalten

  • etwas eigenwillige Optik
  • veraltetes Handbuch

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