Gitarre Hersteller_Vertex
Test
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04.06.2020

Vertex Steel String Clean Drive MkII Test

Clean Boost & Overdrive für E-Gitarre

Dumble fürs Board

Das Vertex Steel String Clean Drive MkII Overdrive-Pedal orientiert sich, wie der Name schon vermuten lässt, am legendären Steel String Singer von Alexander Dumble. Dumble-Style-Pedale erfreuen sich seit vielen Jahren wachsender Beliebtheit und viele Hersteller, vor allem Boutique-Pedalbauer, streben mit ihren Kreationen nach den sagenumwobenen Klangeigenschaften der ikonischen Gitarrenverstärker. Während sich ein Großteil dabei den berühmten Overdrive Special zum Vorbild nimmt, widmet sich Mason Marangella von Vertex mit diesem Pedal dem Dumble Steel String Singer, einem einkanaligen Verstärker mit hohen Clean-Reserven und dem Ruf, an der Grenze zur Verzerrung einen komprimierten und dennoch hochdynamischen Klang zu produzieren, dessen Frequenzspektrum größer ist als bei vielen anderen Amps.
Da bei weltweit nur zwölf dokumentierten Exemplaren dieses Verstärkers kaum jemand aus Erfahrung sprechen kann, werden wir sehen und hören, wie weit Vertex die Erwartungen an einen Sound erfüllen kann, den die meisten von uns bestenfalls aus Produktionen von Stevie Ray Vaughan, Eric Johnson oder John Mayer im Ohr haben. Laut Hersteller stand als Referenz bei der Entwicklung des Pedals einer dieser raren Originale bereit, und zwar der Dumble Steel String Singer mit der Seriennummer #001. Bei unserem Testexemplar, dem Vertex Steel String Clean Drive MkII, handelt es sich um die zweite Auflage des Pedals, dem sein Schöpfer ein schlankeres Design und eine neue EQ-Shaping-Funktion spendiert hat.

Details

Das Vertex Steel String sitzt in einem stabilen Metallgehäuse mit den Maßen (B x T) 55 x 111 und variiert in seiner Höhe durch die angewinkelte Oberseite zwischen 42 mm am vorderen und 33 mm am hinteren Ende. Das Pedal wiegt stolze 375 g und macht in Sachen Verarbeitung und Stabilität einen sehr vertrauenserweckenden Eindruck.

Die beiden fest zupackenden Ein- und Ausgangsbuchsen und der 9-Volt-Netzteilanschluss liegen an der Stirnseite des Pedals und ein Batteriebetrieb ist trotz maximal 10 mA Stromaufnahme nicht vorgesehen. Durch die stirnseitigen Anschlüsse ist das Pedal kaum breiter als ein Mini-Pedal mit zwei flachen Winkelsteckern an den Seiten.

Auf der vorderen Pedalhälfte beherbergt das Steel String ein großes, mittig positioniertes Level-Poti für die Gesamtlautstärke des Effekts. Dahinter finden wir in einer Reihe von links ein Mini-Poti für Gain, einen Zweifach-Wahlschalter für EQ-Settings, ein weiteres Mini-Poti namens Filter, das die mittleren Frequenzen beeinflussen soll, und dahinter den True-Bypass-Fußschalter.

Die Anordnung der Potis ist geschickt gelöst, da man trotz der kompakten Abmessungen des Pedals niemals Gefahr läuft, beim Ein- oder Ausschalten mit dem Fuß etwas zu verstellen. Anderseits ließe sich das überdimensionierte Level-Poti sehr wohl mit dem Fuß verstellen, was durchaus eine interessante Option sein kann.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • authentische Sounds
  • hohe Flexibilität trotz simpler Bedienung
  • saubere und robuste Verarbeitung

  • keins

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