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Test
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11.05.2019

Walrus Audio Slö Multi Texture Reverb Test

Reverb Effektpedal

Fly Me To The Moon

Das Walrus Audio Slö trägt den Zusatz Multi Texture Reverb und macht damit unmissverständlich klar, dass wir es hier nicht einfach nur mit einem weiteren Hallpedal zu tun haben. Unter der Haube des Slö schlummern gleich drei Reverb-Modi, die unterschiedliche Texturen bieten und mit drei verschiedenen Wellenformen kombiniert werden können.

Dazu kommt das liebevolle Design des im südafrikanischen Kapstadt ansässigen Künstlers Christi Du Toit, der das Pedal ohne Frage zu einem Hingucker auf dem Pedalboard gemacht hat. Und beim Sound spricht der Hersteller von satten, träumerischen und räumlichen Klangwelten. Ich bin gespannt!

Details

Lieferumfang/Gehäuse

Wie von Walrus Audio gewohnt, kommt auch das Slö in einem Pappkarton samt Stoffbeutel zu mir ins Studio geschneit. In seiner Verarbeitung gibt sich das 122 x 64 x 54 mm große Walross als absolut hochwertig zu erkennen. Außer dem Gerät befinden sich ein Plektrum, eine kompakte Bedienungsanleitung und ein Aufkleber im Lieferumfang.

Anschlüsse

Alle Anschlüsse des Slö warten an der Stirnseite. Dabei wurde dieses Reverb-Pedal ganz klassisch für den typischen Bühnenalltag designt und kommt demzufolge mit einem Mono-Input und -Output aus. Das Gerät lässt sich ausschließlich an einem optionalen Netzteil betreiben, das mindestens 100 mA bereitstellen muss. Über die genaue Stromaufnahme des Pedals macht der Hersteller allerdings keine Angaben.

Bedienelemente und Funktionen

Das Herzstück des Slö bildet ein mittig platzierter Dreiwegeschalter, über den sich sowohl die drei Reverb-Modi als auch mit gehaltenem Bypass-Fußschalter die drei Modulationen abrufen lassen.

Folgende Reverb-Algorithmen stehen dem Anwender zur Verfügung:

  • Dark
    Dieser Modus fügt dem Reverb eine tiefere Oktave hinzu. Das X-Poti steuert die Lautstärke der Oktave unter dem Originalsignal.
  • Rise
    Hinter dem Rise-Modus verbirgt sich ein anschwellender Reverb. Hier ist das X-Poti für die Anschwellzeit zuständig.
  • Dream
    Der Dream-Reverb hat einen Pad-artigen Hall im Angebot. Mit dem X-Poti kann das Vibrato des Halls gesteuert werden.

Die Modulationen haben laut Hersteller im Detail folgende Wirkungen:

  • Sine
    Gleichmäßige Modulation der Tonhöhe.
  • Warp
    Asymmetrische Tonhöhenmodulation nach oben.
  • Sink
    Asymmetrische Tonhöhenmodulation nach unten.

Steuern lässt sich das Slö in Ausklingzeit und Klangfarbe über das Decay- und Filter-Poti, das Mischverhältnis zwischen Dry- und Effektsignal bestimmt der Mix-Regler. Der Depth-Regler ist für die Intensität der Reverb-Modulation zuständig und kontrolliert außerdem bei gehaltenem Bypass-Fußschalter die Geschwindigkeit der angewählten Modulation.

Mithilfe des eben schon erwähnten X-Potis zaubert das Slö dann je nach Algorithmus ein weiteres Feature aus dem Ärmel. Der Bypass-Fußschalter aktiviert den Effekt und wird zum Anwählen und Editieren der zusätzlichen Modulationen benötigt. Hält man ihn beim Aktivieren gedrückt, klingt der Effekt auch temporär. Der Sustain-Fußschalter friert je nach Modus die Hallfahnen ein oder fährt die Nachhallzeit bis aufs Maximum hoch.

Das Slö arbeitet mit einem Buffered-Bypass. Der Anwender kann wählen, ob die Hallfahnen bei der Deaktivierung ausklingen oder direkt abgeschnitten werden. Dazu muss der Bypass-Fußschalter beim Einstecken des Netzteils für eine Sekunde gedrückt gehalten werden.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • hochwertige Verarbeitung
  • sehr atmosphärische Reverb-Texturen realisierbar
  • variable Konfigurationsmöglichkeiten
  • Zusatzfunktionen der Fußschalter

  • keins

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