Gitarre Hersteller_Wampler
Test
1
18.05.2020

Praxis

Für die Soundfiles setze ich den Euphoria direkt vor einen 73er Fender Bassman und gehe von dort in die Faltung eines 4x12" Celestion PreRola Greenbacks.

Zunächst hört ihr ein ziemlich lineares Setting, gespielt mit einer Les Paul.
Der Grundklang ist relativ transparent mit einem leicht süßlich hervortretenden Mittenbereich. Die drei Modi weisen keine fundamentalen Klangunterschiede auf und die Wirkungsweise ist z.B. mit dem Wattschalter am JHS @ Andy Timmons-Pedal vergleichbar. Beginnend mit Open über die Smooth-Stellung bis schließlich hin zum Crunch wird die Zerrstruktur dichter, der Klang komprimierter, aber auch der Output leiser, d.h., im Crunch-Mode wird man mit dem Volume-Regler den Pegel etwas nach oben angleichen müssen.
Um den Klangeindruck besser zu vermitteln, sind die Files hier normalisiert.

Tone Bass Volume Gain Mode
9:00 8:00 12:00 12:00 Smooth - Open - Crunch

Die Dynamik des Pedals ist überragend und man hat den Eindruck, dass jede Fingernuance unmittelbar umgesetzt wird. Dem Ganzen liegt eine Wärme und Klarheit zugrunde, mit denen man Sounds im Stile von Larry Carlton und Robben Ford mühelos wiedergeben kann.

Tone Bass Volume Gain Mode
9:00 Min 14:00 9:00 Smooth

Der Euphoria kann natürlich auch anders und im Open Mode lassen sich druckvolle Rhythmusbretter generieren. Natürlich brüllt der Sound nicht in der Art, wie man das von britischen Amps gewohnt ist, sondern klingt insgesamt feinzeichnender und samtiger in den Mitten.

Tone Bass Volume Gain Mode
10:00 9:00 13:00 11:00 Open

Da der Smooth Mode am deutlichsten die Dumble-Charakteristik wiedergeben soll, lasse ich es mir nicht nehmen, eine kleine Singlenote-Line im Larry-Carlton-Stil zu spielen:

Tone Bass Volume Gain Mode
10:00 10:00 14:00 10:00 Smooth

Der Crunch-Mode kann sicherlich den höchsten Zerrgrad bereitstellen, birgt jedoch auch die Gefahr, im Bass undefiniert zu werden und zu stark zu komprimieren.
Hier sind die natürlichsten Ergebnisse zu erzielen, wenn man nicht auch noch zusätzlich den Gain ganz aufreißt, es sei denn, man will in Kombination mit dem Bassregler gezielt fuzzige Sounds erzeugen.
Ganz klar, der Euphoria ist kein High-Gain-Pedal in seiner primären Ausrichtung und mir persönlich gefallen der Open- und Smooth-Mode auch deutlich besser. Hier eine Gegenüberstellung des Open- und Crunch-Modus.

Tone Bass Volume Gain Mode
12:00 Min 14:00 14:00 Open-Crunch

Nun wechsele ich zu einer Stratocaster und höre mir den Euphoria im Verbund mit Singlecoils an. Im Halspickup stratelt es ordentlich und authentische Vintagesounds sind im Low-Gain-Setting superleicht umzusetzen.

Tone Bass Volume Gain Mode
10:00 9:00 15:00 9:00 Open

Nun geht's mit dem Gain etwas höher, ich wechsele zum Smooth-Mode und schalte auf den Stegpickup. Mid-Gain-Powerchord-Riffs kommen druckvoll und Singlecoils vertragen auch grundsätzlich höhere Werte des Basspotis, als dies bei Humbuckern der Fall wäre.

Tone Bass Volume Gain Mode
13:00 10:00 14:00 11:00 Smooth

Eingangs wurde ja bereits die vorbildliche Dynamik des Pedals herausgestellt. Hier hört ihr ein Riff zunächst mit dem Volume-Poti der Gitarre auf 5 gepickt, dann mit Plektrum angeschlagen, und schließlich mit Plektrum auf 10.

Tone Bass Volume Gain Mode
13:00 Min 12:00 14:00 Open

Zum Abschluss kommt ein Praxisbeispiel, bei dem ihr den Wampler Euphoria im Bandkontext hören könnt.

Tone Bass Volume Gain Mode
11:00 9:00 13:00 11:00 Smooth

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Sounds von Blues bis Hardrock
  • beispielhafte Natürlichkeit und Transparenz
  • herausragende Dynamik
  • extrem große Flexibilität

  • keins

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