Bass Hersteller_Warwick
Test
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09.09.2019

Warwick RockBass Alien Deluxe 5 Hybrid Thinline Test

Fünfsaitiger Akustikbass

Die neue Leichtigkeit!

Die Alien-Akustikbässe aus dem Hause Warwick erfreuen sich bei Tieftönern rund um den Globus großer Beliebtheit. Vor allem die preisgünstigeren Rockbass-Versionen sind für den deutschen Hersteller aus Markneukirchen derzeit ein immenser Erfolg. Grund genug für Warwick, die Alien-Serie des Rockbass-Labels um ein neues Akustikbass-Modell zu erweitern. Der Neuzugang hört auf den Namen "Alien Deluxe Hybrid Thinline" und ist deutlich schlanker als das Standard-Modell. Zusätzlich zum Piezosystem bietet der Neuzugang zudem einen im Griffbrett verbauten Nanomagnetic-Pickup von Shadow, der die Klangpalette des Basses deutlich erweitert. Der Warwick RockBass Alien Deluxe Hybrid Thinline ist als Viersaiter und als Fünfsaiter sowie jeweils als bundierte und als bundlose Version erhältlich. Für diesen Test hat uns Warwick einen bundierten Rockbass Alien Deluxe 5 Hybrid Thinline zur Verfügung gestellt.

Weiterführender Artikel:

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Details

Mit dem neuen Alien Deluxe Hybrid Thinline wendet sich Warwick an Bassisten, die einen leicht zu spielenden Akustikbass suchen, der sich unkomplizierter als ein Standardmodell transportieren lässt. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Korpustiefe des Alien drastisch reduziert - die Zarge des Thinline-Modells misst an der breitesten Stelle nämlich gerade mal 80 mm.

An der generellen Korpusgröße hat sich im Vergleich zum Standardmodell hingegen nichts verändert, und auch bei den verwendeten Materialien ist sich Warwick treu geblieben: Für den Boden und die Zarge kommt Walnuss zum Einsatz; die Decke besteht aus Sitka-Fichtenholz. Typisch für das Alien-Design ist außerdem das unorthodox platzierte Schallloch oberhalb des Griffbretts sowie eine etwa 12 cm lange Daumenstütze aus Wenge, die parallel zur H-Saite verläuft.

Auch beim Hals bleibt alles beim Alten: Die Set-Net-Konstruktion besteht aus einem Streifen Mahagoni und für das Griffbrett verwendet Warwick hartes Wengeholz. Im Griffbrett parken 24 extra hohe Neusilberbünde, und zur Orientierung gibt es kleine runde Einlagen an der Flanke.

Die Ballends der Saiten (Warwick RED Strings Bronze 45-135) werden mit kleinen Bridge-Pins in der Brücke arretiert und verlaufen über eine Stegeinlage aus Knochen zur Warwick-typischen kompakten Kopfplatte. Auf der Kopfplatte finden wir fünf gekapselte Stimmmechaniken und den Zugang zum Halspannstab des Akustikbasses. Falls die Halskrümmung bei Klimaschwankungen nachjustiert werden muss, kann die Abdeckung einfach mithilfe eines Schraubenziehers entriegelt werden.

Ein weiteres, cleveres Detail von Warwick ist der höhenverstellbare Just-A-Nut III Tedur-Sattel, der eine komfortable Einstellung der Saitenhöhe mittels zweier Inbusschräubchen ermöglicht - aufwendige Feilarbeiten am Sattel gehören damit der Vergangenheit an!

In der grundsätzlichen Konstruktion und Hardware-Ausstattung gibt es bis auf die deutlich verringerte Korpustiefe also keine Unterschiede zum Rockbass Alien Deluxe in der Standardausführung. Ganz anders sieht es hingegen beim Thema "Tonabnehmer und Elektronik" aus: Der Warwick RockBass Alien Deluxe 5 Hybrid Thinline besitzt nämlich zwei getrennte Tonabnehmersysteme - neben dem standardmäßigen Piezosystem sorgt ein zusätzlicher Nanomagnetic-Tonabnehmer im Griffbrett für die Klangübertragung des Akustikbasses. Beide Tonabnehmersysteme stammen von der Firma Shadow, und auch der Preamp, mit welchem die Signale gemischt und bearbeitet werden, kommt von dem in Nürnberg ansässigen Traditionshersteller.

Der Shadow NFX-Preamp sitzt leicht zugänglich in der oberen Zarge des Alien Hybrid Thinline und bietet einige Features, mit denen der Sound des Basses bearbeitet werden kann. Der wichtigste Regler ist wohl der Blendregler, denn hier wird das Mischverhältnis der beiden Tonabnehmer bestimmt. Für jeden Tonabnehmer gibt es zudem einen separaten EQ-Regler (Cut/Boost) zur Abstimmung der Höhen. Die Endlautstärke des Basses wird schließlich mit dem Volume-Schieberegler eingestellt. Ganz rechts am Bedienpanel finden wir außerdem einen Phasenschalter zur Beseitigung von eventuellen Feedback-Problemen sowie einen Tuner-Switch, mit dem das integrierte Stimmgerät eingeschaltet werden kann. Zum Betrieb benötigt der Shadow NFX-Preamp zwei AAA-Micro-Batterien, die im Preamp-Modul unter einem praktischen Schiebedeckel aus Kunststoff sitzen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • leichte Bespielbarkeit, gute Ergonomie
  • straffer Akustik-Sound mit definierter H-Saite
  • große klangliche Flexibilität durch zwei Tonabnehmer und EQ
  • tadellose Verarbeitung
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

  • Saitenlage etwas zu hoch
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