KC_Keyboard_Controller KC_Hammermechanik KC_einfach
Test
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08.09.2008

"Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose" lautet ein bekanntes Zitat. Und das Wichtigste an einem Keyboard ist das Keyboard – also die Tastatur selbst. Nun kann man bei dem wirklich niedrigen Preis des M-Audio natürlich keine Wunder erwarten, allerdings gibt es auch Produkte auf dem Markt, die es bei ähnlichem Preis besser machen. Alle, die also Wert auf ein möglichst klavierähnliches, sensibles Ansprechen der Tasten legen, werden hier enttäuscht. Denn beim Drücken der Tasten gibt es zunächst eine starke, schwer zu überwindende Gewichtung und dann einen zu weichen Restweg. Kontrolliertes, dynamisches Spiel ist so schwierig. Ein ganz klares und dickes Minus für die Tastatur!

Die generelle Bedienbarkeit erweist sich weder als ausserordentlich kompliziert, noch besonders pfiffig. Es funtkioniert so, wie man es erwarten kann. Auch das USB-MIDI-Interface macht keinerlei Ärger an Mac oder PC. Doch nun zu Wichtigerem, der Soundqualität: Es wäre unfair, an die Klavierklänge des ProKeys die gleichen Maßstäbe anzulegen, wie an speicherintensive Software PlugIns oder Digital Pianos, die das Dreifache kosten. Das Gerät von M-Audio spielt eben in einer anderen Liga. Und dafür ist der Pianosound gar nicht schlecht, nur beim Ausklingen der Töne mit gedrücktem Pedal wird es wirklich unschön, wie man anhand der nachfolgenden Files hören kann. So klingt kein Klavier! Effektiv herumspielen lässt sich allerdings mit den Equalizerreglern, um sich einen eigenen Soundmix aus Brillanz und Dumpfheit zu kreieren.

Wirklich gut klingt hingegen der Rhodes-Sound, den man bereits von deutlich teureren Geräten deutlich schlechter gehört hat. Ebenfalls schön sind die frequenzmodulierten E-Pianos, die an den FM7 und somit an die 80er erinnern sowie die Orgeln. Der Basssound wartet mit der netten Zusatzfunktion auf, in den höheren Lagen einen Flageolett-Effekt erklingen zu lassen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Preis
  • Klaviersound im Verhältnis zum Preis
  • Polyphonie

  • hohes Gewicht
  • Ansprechen der Tastatur
  • nur einfacher Split möglich
  • rudimentäre Masterkeyboard-Funktionen

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