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Test
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03.11.2017

Yamaha Genos Test Preview

Portable Keyboard

Genialer als der Tyros?

Fünfzehn Jahre nach der Einführung des Tyros stellt Yamaha mit dem Genos in diesen Tagen eine neue Generation von Arranger Workstations vor. Vier Jahre lang war Tyros 5 das Spitzenmodell der PSR-Serie und muss nun dem Genos Platz machen. Die neue Namensgebung verrät, dass es sich nicht um ein Update handelt. Das Konzept wurde grundlegend überarbeitet und an vielen Stellen verändert. So gibt es jetzt ein großes Touch-Display, dass viele Taster des Bedienfeldes überflüssig macht. Das Keyboard wird dadurch wesentlich übersichtlicher und kompakter. Trotz vieler Änderungen verspricht Yamaha, dass Tyros-User deren Daten mit dem Genos weiternutzen können. Das ist ein sehr wichtiger Punkt für die große Tyros-Gemeinde. Der Yamaha Genos wird ausschließlich in der 76-Tasten-Version angeboten. Bevor der Neue ausgiebig getestet wird, gibt es an dieser Stelle zunächst einen vorläufigen Test, in Form einer Preview, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit fordert, sondern einen ersten Eindruck vermitteln soll.

Details

Erster Überblick

Beim Auspacken freut man sich über das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen des Genos. Im Vergleich zum Tyros 5-76 muss man jetzt nur noch 13 kg heben, das sind 3 kg weniger. Das Gehäuse ist 10 cm schmaler als das des Vorgängers. Das gesamte Bedienfeld wirkt wesentlich aufgeräumter als beim Tyros, was damit zu tun hat, dass vielenTaster weggefallen sind, die früher zur Anwahl der Klang- und Style-Kategorien benutzt wurden. Diese Aktionen werden jetzt  auf dem großen 9 Zoll-Touch-Display selbst ausgeführt, das in der Mitte des mattschwarzen Gehäuseoberteils angeordnet ist.

Die untere Seite des Gehäuses besteht aus weißem Kunstoff und präsentiert sich  – von oben nicht erkennbar – in geschwungenem Design. Der Genos ist also auch der Form nach ein echtes Flaggschiff. Anschlussseitig ist er fast identisch zum Tyros 5, neu ist eine 48V Phantomspeisung für den Mikrofoneingang sowie ein digitaler Audioausgang. Auf jeden Fall sind die Anschlüsse von oben durch die Formgebung des Gehäuses sehr gut zu sehen und die Verkabelung macht somit keinerlei Probleme!

Viele der meist beleuchteten Taster sind vom Tyros übernommen, sodass die Umstellung zum Genos leicht fällt. Ganz neu ist die LIVE CONTROL-Sektion, die aus neun Schiebereglern und sechs Drehreglern besteht und unterschiedliche Zuweisungen haben können. Ein absolutes Novum ist das darüber angeordnete LIVE CONTROL-Display, eine zusätzliche schmale OLED-Anzeige, die als sogenanntes „Neben-Display“ mit der Aufgabe betraut ist, die Parameterwerte der unterschiedlich belegten LIVE CONTROL-Regler sichtbar zu machen.

In den folgenden Videos habe ich ausgiebig von den neuen Reglern Gebrauch gemacht. Man kann beispielsweise gezielt die Cutoff-Frequenz eines Tiefpaß-Filters beeinflussen, der nur auf den Arranger wirkt. Der Effekt wird in modernen Produktionen sehr oft eingesetzt. Ein sehr interessanter neuer Parameter ist auch Style Mute A und B: damit kann man mit dem Drehregler (!) den laufenden Style sehr effektiv ausdünnen oder voller gestalten, indem die einzelnen Arranger-Parts gemutet oder aktiviert werden. Im Video erkennt man gut auf dem großen Display, wie die entsprechenden grünen Balken dunkel werden oder wieder leuchten. Damit lässt sich im Live-Betrieb sehr schnell ein „Break It Down“ erreichen. Ich persönlich finde die Möglichkeiten des LIVE CONTROL-Bereichs sehr sinnvoll gerade für Keyboarder, die die Intensität und den Klang des Arrangers spontan flexibel ändern wollen.

Yamaha Genos Sound & Style Demo-Video 1 (no talking)

 

Yamaha Genos Sound & Style Demo-Video 2 (no talking)

Video

Audiobeispiele

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