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Test
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29.09.2010

Yamaha Motif XF Test

Begabter Speicher-Riese

Seit Einführung des ersten Motifs im Jahr 2001 führt Yamaha weltweit den Markt für Workstations an. Unzählige Künstler, von Stevie Wonder bis Chick Corea, vertrauen auf den Sound dieser Synthesizer. Auch die Nachfolgemodelle Motif ES und Motif XS schafften es in die Bestsellerlisten. Und vor nicht allzu langer Zeit wurde die neueste Version des Dauerbrenners vorgestellt, die unter der Bezeichnung Motif XF für Kauflaune unter den Liebhabern dieser Produktgattung sorgen soll. Ob sie tatsächlich das Zeug dazu hat, die erfolgreiche Tradition der Motif-Serie nahtlos fortzusetzen oder ob es im Wesentlichen um zwei neue Buchstaben hinter dem Namen geht, das wollen wir in diesem Test herausfinden.

Für mich ist völlig klar, dass das Kürzel XF bei diesem Instrument für Xaver Fischer steht, denn der Motif XF erfüllt endlich meinen lang gehegten Herzenswunsch: Er ist der erste und einzige Synthesizer, den man mit zwei Gigabyte nichtflüchtigem Flash RAM-Speicher für Samples aufrüsten kann. Bei ihm könnte ich den Samplespeicher mit meinen Hunderten von MB heiß geliebter Rhodes-, Wurlitzer- und Mellotronsamples vollpacken, und sie stünden mir nach dem Anschalten sofort zur Verfügung! Sicher war das nicht nur mein persönlicher Wunsch, sondern auch der von unzähligen Usern, die viele und große Samples mit auf die Bühne nehmen möchten, aber nicht auf Laptops vertrauen und die teilweise ewig langen Ladezeiten von irgendwelchen Speicherkarten leid sind.

Neben diesem wichtigsten neuen Feature wurden noch einige weitere Benutzerwünsche erfüllt. Dazu später mehr. Vorab möchte ich noch anmerken, dass der Motif XF eine komplexe Maschine mit unzähligen Möglichkeiten ist, die in diesem Testbericht unmöglich alle beschrieben werden können. Deshalb gibt’s verständlicherweise auf den folgenden Seiten auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • unzählige gute Sounds, riesiger Waveformspeicher
  • Möglichkeit der Aufrüstung mit bis zu zwei GB Flash Sample RAM
  • sehr zuverlässig und stabil
  • zahlreiche Einsatzmöglichkeiten
  • Tap Tempo

  • Sounds reißen beim Umschalten ab
  • nur ein individueller Output
  • Pianos und E Pianos nur vier Velocity-Layer
  • relativ groß und schwer
  • wird nicht als Rackmodul erhältlich sein

Gehört zu dieser Serie

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