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Test
10
06.04.2020

Ableton Live Intro Test

Die Einsteiger-Version der Über-DAW

Was kann die kleine DAW-Version, was fehlt?

Viele fragen sich beim Einstieg ins Musikproduzieren, welche DAW die beste, mit dem fettesten Sound und den krassesten Synthesizern ist und werden beim Blick auf den Preis und den übergroßen Funktionsumfang schnell abgeschreckt. Daher gibt es für fast alle DAWs abgespeckte Einsteigerversionen für einen schmalen Taler. So auch bei Ableton Live 10. Neben dem Test der wichtigsten Funktionen klären wir für euch vor allem die Frage: Lohnt sich das? 

Vielleicht das wichtigste zu Anfang für alle Ungeduldigen:

  • Sidechain? Geht!
  • 808? Ohne Ende Drumkits mit 808s dabei.!
  • Techno? Alles, was man braucht im Loopmasters Mixtape!
  • Boombap? Chop and Swing Pack hat jede Menge Kits und Samples!
  • Saturation/Bandsättigung? Der Saturator ist dabei!

Details

Ableton Live 10 ist seit mittlerweile gut 15 Monaten auf dem Markt, genauso lang gibt es auch die Intro-Version, die zwar abgespeckt aber preislich auch um einiges attraktiver für alle ist, die erstmal nur den kleinen Zeh ins Musikproduktionsbecken halten wollen. Schon für die Standard-Version muss man ja 349 Euro hinblättern, die große Suite kostet gleich 599 Euro.

Klar, für beide Ausführungen bietet Ableton Demoversionen an, bei denen allerdings als wichtigste Einschränkung das Speichern von Projekten deaktiviert ist. Mehr als antesten ist damit nicht drin. Und gerade am Anfang will man noch nicht Unsummen ausgeben, bevor man nicht den einen oder anderen Beat baut. Wer neugierig wird, kann ja immer noch upgraden.

Um Verwirrungen vorzubeugen: Es gibt als Einsteigerversionen Ableton Live Intro UND Ableton Live Lite. Intro ist käuflich über die Ableton-Webseite und viele Onlineshops erhältlich. Die Lite-Version liegt häufig Hardware-Controllern als kleine Ableton-Version bei. Sie ist noch ein wenig kleiner, erlaubt sogar nur acht Spuren statt 16, ansonsten gleichen sich die Umfänge. Um alles auszuprobieren, ist das mehr als genug. Weiter Informationen findet ihr auch hier in unserem Special "Kostenlose und günstige DAWs - Produzieren mit schmalem Taler"

First Look

Ist alles installiert und autorisiert, wird man beim Start als Erstes mit dem Hauptmerkmal von Ableton Live, der Session View, konfrontiert. Und hier scheiden sich die Geister: Für die einen ist dieser non-lineare Workflow, bei dem verschiedene Loops, musikalische Ideen und Songparts miteinander kombiniert werden können, einer DER Gründe, Ableton Live als die beste, tollste, größte überhaupt allen anderen Audioprogrammen überlegene DAW zu preisen. Die anderen sehen eine Excel-Tabelle zum Musikmachen. Wieder andere schwören zwar Auf Ableton Live, bewegen sich aber nur in der Arrangement View, in der sie linear ihren Song von Anfang bis Ende aufbauen.

Insbesondere wenn man bereits erste Erfahrungen mit anderen Digital Audio Workstations gemacht hat, kann die Session-View verwirrend und unintuitiv wirken. Es gibt kein „VonlLinks-nach-rechts-Arbeiten“, von Intro nach Strophe zum Refrain. Die Aufnahmen und Loops sind nur in kleinen Clips zu sehen, bei denen man oft nicht weiß, was denn nun drin ist. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und sich einlässt auf den Session-View-Workflow, das Jammen und darauf, Ideen quasi in Echtzeit zu kombinieren, den wird diese Ansicht inspirieren. Einzige Einschränkung der Intro-Version ist diesbezüglich, dass nur acht Szenen, also Zeilen mit Ideen zulässig sind. Falls ihr hier Blut geleckt hat und mehr, mehr, mehr wollt, gibt es ja dann immer noch die großen Ableton-Versionen. 

Pro & Contra

  • Preiswerte Einsteigerversion in Ableton Live
  • Simpler-Instrument für kreatives Samplen
  • MIDI-Effekte Chord und Scale für einfaches Akkordspielen
  • Warping-Engine für schnelle Anpassung von Audiomaterial
  • Capture-Funktion zum Einfangen von spontanen Ideen
  • Session View zum Jammen und Livespielen

  • Spurenmaximum von 16
  • Kein Software-Synthesizer von Haus aus
  • Audio-to-MIDI fehlt

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