Hersteller_Akai
Test
5
23.06.2009

Details

Mit einem Gewicht von 8,3 Kilo und den Abmessungen eines stattlichen Quaders mit 40 cm Kantenlänge und 8,5 cm Höhe taugt die MPC 5000 Workstation wahrlich nicht für den Rucksack. Betrachtet man allerdings, was sie zu bieten hat, dann relativiert sich nicht nur die Größe, sondern auch das Gewicht, denn immerhin besteht das Gehäuse aus Aluminium und macht einen sehr robusten Eindruck. Genau wie die Pads, Tasten und Regler – allein das Data-Wheel sitzt etwas locker im Gehäuse und wirkt etwas wackelig.

Aus der Mitte des Bedienpanels lässt sich das 240 x 128 Pixel große LCD-Display aufklappen. Zwar ist seine Anzeige hintergrundbeleuchtet, sodass man ohne Mühe die Informationen ablesen kann, aber es fragt sich, ob eine solche einfarbige Darstellung tatsächlich noch zeitgemäß ist. Schließlich bieten mittlerweile selbst Handydisplays eine höhere Auflösung und können mit Farben umgehen.

Die 16 großen, quadratischen Pads haben die Griffigkeit und Qualität, wie man sie von den alten Modellen schon gewohnt ist. Über die Mode-Taste in Kombination mit den Pads kann man auf die verschiedenen Modi wie beispielsweise den Song-Modus oder den Trim-Modus zugreifen, und mit den Cursor-Tasten und dem Data-Wheel navigiert man komfortabel durch die Menüs.
 
Mit sechs Funktionstasten werden die verschiedenen Ebenen der einzelnen Menüs direkt angewählt. Neben diesen Tasten befindet sich der Kontrastregler, der das Display den aktuellen Lichtverhältnissen anpasst. Rechts daneben sind die Drehregler für die Gesamtlautstärke und den Aufnahmepegel untergebracht.

Das analoge Eingangssignal wird entweder über den Recording- oder den Phonoeingang eingespeist und lässt sich mit dem Input-Select-Schalter auswählen. Per Input-Thru-Funktion wird das anliegende Signal für Monitoring-Zwecke direkt zum Ausgang durchgeschleift. Die Pad-Bank-Tasten dienen der Anwahl der vier verschiedenen Bänke.

Auf der linken Seite befindet sich die Synthesizer-Sektion der MPC 5000. Die Synth Taste erlaubt den schnellen Zugriff auf ein Synthesizer Programm, die danebenliegende Arp on/off Taste aktiviert den Arpeggiator.

Mit den darunter liegenden vier Q-Link-Fadern und acht Q-Link-Drehreglern sowie den zwölf After-Buttons lassen sich komfortabel die verschiedensten Synthesizer-Parameter steuern. Außerdem kann man mit den Buttons den Filter Cut-Off oder andere Synthie-Parameter automatisieren. Die Q-Link-Sektion eignet sich darüber hinaus zum schnellen Trimmen der Samples.


Unterhalb der Q-Link-Fader ist die Erase-Taste untergebracht, mit deren Hilfe sich bei der Aufnahme von Sequenzen falsch gespielte Noten direkt wieder löschen lassen. Die Note Repeat-Taste direkt daneben macht es möglich, Noten rhythmisch zu wiederholen, was enorm Zeit beim Programmieren von Drumbeats spart.

Auf der Vorderseite wartet die Kopfhörerbuchse, deren Pegel an das Main-Volume gebunden ist, genau wie die beiden Buchsen für Fußschalter, mit denen diverse Parameter (de)aktiviert werden können. Außerdem verfügt die MPC über einen Einschub für Compact Flash-Karten des Typs I oder II. Auf der linken Seite des Gerätes verdeckt eine Blende die Nachrüstmöglichkeit für ein CD-RW oder DVD-Laufwerk.

Auf der Rückseite findet man alle weiteren relevanten Ein- und Ausgänge des Gerätes. Zur Aufnahme von Samples und Tracks im Harddiskrecorder gibt es zwei symmetrische Recording-Eingänge (XLR/ Klinke Kombibuchse), wobei die Eingangsempfindlichkeit zwischen Mikrofon- und Line-Pegel umschaltbar ist. Außerdem warten zwei Cinchbuchsen auf den Anschluss eines Plattenspielers. Auch dieser Eingang ist auf Line-Pegel umschaltbar.

Unterhalb befindet sich die robuste und griffige Klemmschraube für das Massekabel des Plattenspielers. Genau wie die acht Einzelausgänge verfügt auch der Stereoausgang über zwei 6,3 mm symmetrische Klinkenbuchsen. Die acht Einzelsignale finden bei Bedarf auch auf digitalem Weg über den optischen ADAT-Ausgang aus der MPC hinaus, und last but not least sorgt eine S/PDIF-Schnittstelle für die Kommunikation mit der Außenwelt.

Das Gerät ist mit zwei MIDI-Ein- und vier MIDI-Ausgängen für Verbindungen über diese Schnittstelle gut gerüstet, zumal die USB-Schnittstelle zusätzlich auf die Verbindung zum Computer wartet.
Nicht zu vergessen wartet die Rückseite auch noch mit Netzschalter und –anschlussbuchse auf.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Phono Eingang
  • Integrierter virtuell-analoger Synthesizer
  • Vielseitig einsetzbare Q-Link Sektion
  • Integrierte Festplatte (80 GB)
  • USB Anschluss
  • Optischer ADAT-Output
  • 8 Spur Harddisk-Recorder

  • Hoher Preis (Straßenpreis ca. 2000 €)
  • Standardmäßig nur 64 MB RAM
  • CDR/DVD Laufwerk nur optional
  • Monochromes Display mit geringer Auflösung
  • Kein Anschluss für externen Monitor
  • Keine Phantomspeisung

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