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Test
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10.01.2013

Alesis Vortex Test

Umhängekeyboard / USB/MIDI-Keytar-Controller

Steiler Zahn

Das Umhängekeyboard Alesis Vortex scheint direkt aus den 80er-Jahren zu uns in die Testredaktion geflogen zu sein. Einst von Größen wie Herbie Hancock, George Duke und Jan Hammer zum elementaren Bestandteil ihrer Bühnenperformance erkoren, fristete die Spezies der Keytars in den letzten beiden Jahrzehnten eher ein Schattendasein. Lediglich Roland hielt mit dem AX-Synth und dem Lucina AX-09 zuletzt noch die Fahne hoch. Auch Behringer hat mit dem U-CONTROL UMA25S ein kleines Controllerkeyboard mit Gurtnippeln im Angebot, das aber ansonsten konventionell gebaut ist und daher nur bedingt für die Umhängeperformance taugt.

Dabei ist ein Keyboard zum Umhängen eigentlich eine gute Idee. Der gewöhnliche Tastenmensch hockt meist hinter einer meterhohen Keyboard-Trutzburg irgendwo in einer unbeleuchteten Bühnenecke, drückt brav seine Akkorde und hat sich mit seinem Schattendasein abgefunden. Aber auch unter uns Keyboardern gibt es Rampensäue, die nur zu gern ihrem Käfig entsteigen und am Bühnenrand mit dem Publikum auf Tuchfühlung gehen würden! Endlich Schluss mit den überraschten Gesichtern nach dem Konzert (“Ach, du hast auch mitgespielt?!”) Doch es blieb meist beim frommen Wunsch, denn ein Keyboard ist nun mal keine Gitarre, und die meisten Umhängekeyboards litten unter einem katastrophalen Formfaktor, einer zweifelhaften Ergonomie und verschiedensten Anschlussproblemen. Mal sehen, ob uns das neue Alesis Vortex dem Rampenlicht etwas näher bringen kann!

Update: Inzwischen hat Alesis das Vortex durch das Vortex Wireless ersetzt. Das neue Modell bietet die gleichen Funktionen, lässt sich aber ohne Kabel betreiben. Hier geht's zum Test.

Pro & Contra

  • einzige derzeit erhältliche Controller-Keytar
  • viele frei belegbare Controller
  • ergonomisch gut gelungen (Ausnahme: Drehregler)
  • Tilt-Funktion (Beschleunigungssensor)
  • sehr flexibel konfigurierbar
  • 24 Speicherplätze
  • Batteriebetrieb möglich
  • auffälliges 80er-Design
  • geringes Gewicht

  • Beschleunigungssensor “stolpert” bei schnellen Bewegungen
  • Drehregler ergonomisch ungünstig angeordnet
  • Aftertouch nicht abschaltbar
  • nicht ganz überzeugende Verarbeitung

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