Software iOS
Test
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28.05.2015

Algoriddim Djay 2 für iOS Test

DJ-App für iPhone und iPad

Mit dem Tablet in-the-mix

Algoriddim Djay zählt aufgrund des simplen Handlings, benutzerfreundlichen Interfaces und günstigen Preises schon seit Langem zu den beliebteren DJ-Programmen, was auch auf die iOS- und seit Neuestem auch auf die Android-App Djay 2 zutrifft. Mit zwei virtuellen Turntables, allen Basiskomponenten zum Mixen, einer Effektbank sowie Cuepoints und Loops stehen alle wesentlichen Funktionen zum digitalen Auflegen zur Verfügung. Djay ist seit mittlerweile 5 Jahren am Markt und 2011 gewann die iPad-Fassung sogar einen Apple Design Award. Sie besticht seit jeher durch eine übersichtliche und leicht zu bedienende Benutzeroberfläche, doch die aktuelle Programmversion hat noch einiges mehr zu bieten. Was genau das ist, verrate ich auf den nächsten Seiten.

Details

Eines des Highlights dieses Upgrades ist zweifelsohne die Integration von Spotify. Bislang musste man vor jeder Party sicher gehen, dass alle Titel, die man in seinem Set auflegen möchte, auch in seiner Musiksammlung hat. Wenn man eine Internetverbindung und einen Spotify Account hat, kann man ab sofort ganz spontan auf sämtliche Tracks zugreifen und diese in den Mix einfügen, vorausgesetzt sie sind nicht zu exotisch. Praktisch bei Plattenwünschen. Oder man erstellt im Vorfeld einige Playlisten mit Songs aus dem Katalog des Streaming-Anbieters, die dann sogar im Automodus völlig nahtlos ineinander gemixt werden, falls man kurz anderweitig beschäftigt ist. Die praktische integrierte Aufnahmefunktion funktioniert aus rechtlichen Gründen jedoch nur, wenn man Musik aus der eigenen Kollektion spielt.

Hat man keine Lust, nur mit der Bedienoberfläche des iPads zu mixen, kann man stattdessen einen MIDI-Controller anschließen, denn Djay unterstützt einige ausgesuchte Modelle von Reloop, Pioneer oder auch Numark sowie Audiointerfaces, beispielsweise das Griffin DJ Connect. Neben Standard-Effekten, beispielsweise Flanger, Phaser und Echo, bietet Algoriddim neuerdings auch die Möglichkeit, das eigene Effektrepertoire mit zusätzlichen FX-Zusammenstellungen aus dem Hause Sugar Bytes kostengünstig zu erweitern. Momentan erhältlich zu je 3,99 Euro sind das Modulate-, Warp-, Slice-, Juggle- und Resonate-FX-Pack. 50 Prozent Preisnachlass bekommt man, wenn man das gesamte Sortiment kauft. Ein Sampler, ein spezieller Waveform-View für den Slicer und diverse Mixhilfen runden die Djay-App ab.

Musikmanagement

Zahlreiche Optionen möchten dem Nutzer den Alltag des digitalen Plattendrehens versüßen. So kann man Musik entweder aus der eigenen Spotify Playlisten laden oder man lässt sich Charts anzeigen, stöbert in unterschiedlichen Genres von Eighties über Dancehall, Hip Hop und Techno bis hin zu Pop und Indie. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wenn einem die Ansicht zu klein ist, tippt man oben rechts neben dem Spotify-Symbol auf die grünen Pfeile und schon ist man im komfortablen Vollbildmodus. Zudem gibt es ein Day- und Night-Layout. Eine inkrementelle Suchfunktion hilft einem bei der Fahndung nach einem Track, zügig ans Ziel zu gelangen. Falls man sich von anderen DJs inspirieren lassen möchte, auch das ist möglich. Einfach unter „Stöbern" auf Top-DJs klicken und schauen, ob was dabei ist. Hier ist bereits einiges im Angebot, zum Beispiel die Top 10 von Steve Aoki oder Playlisten von Axwell und Paul van Dyk. Gefällt einem eine Nummer, kann man sie mit einem kurzen Fingertipp direkt auf den virtuellen Turntable befördern. Die andere Option, erstmal etwas Musik auszuwählen und die Tracks später in den Mix zu integrieren, ist ebenso kein Problem. Einfach über den Titel wischen und zur Queue hinzufügen. Unten rechts über den Menüpunkt „Mehr" kommt man dann zur Musikwarteschlange oder man kann mal einen Blick auf den bisherigen Verlauf werfen. Besonders gut gefällt mir der neue Button „Match“. Damit kann man sich in Spotify-Musikstücke anzeigen lassen, die zum Titel passen, der gerade läuft. Die Matching-Kriterien sind beispielsweise Tonart und Musikstil. Ein cooles Tool, um neue Musik zu entdecken, die zum eigenen Sound passt, wie ich finde.

Pro & Contra

  • Ansprechendes Layout
  • Intuitives Handling
  • Spotify Integration
  • Gute Performance
  • Keymatching für Harmonic Mixing
  • Externer Hardware Support
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Optionale Effekt-Packs

  • Spotify nur via Premium Account
  • Keine Spotify-Aufnahme und Offline-Speicherung
  • Automix partiell holprig

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