Test
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09.06.2017

Alto Transport 12 Test

Zweiwege Akkulautsprecher mit Funkmikrofon

PA "to go"

Alto hat mit der Transport 12 einen eindrucksvollen Akkulautsprecher im Sortiment. Mit einem 12-Zoll-Bass, satten 400 Watt Spitzenleistung und einer Lautstärke von 119 dB SPL steigen wir in die Oberklasse der netzunabhängigen Trolley-Speaker ein.  Garniert wird das Pack mit einem Funkmikrofon, Dreikanal-Mischer und USB-Mediaplayer. Die Box kostet 571 Euro UVP. Was sie in der Praxis taugt, verrät dieser Test.

Details

Die Transport 12 ist wie alle Produkte von Alto sehr solide und wertig verarbeitet. Das Bassreflexgehäuse besteht aus stoßfestem Kunststoff, Verstrebungen in den Bassreflexöffnungen versteifen das Gehäuse und verhindern das Eindringen größerer Fremdkörper. Unterhalb der Box befindet sich ein verriegelbarer 35-Millimeter-Hochständerflansch. Geschützt von einem Metallgrill verrichten ein 12-Zoll-Basslautsprecher und ein 1-Zoll-Ferrit-Treiber in einem Hochtonhorn ihren Dienst. Die Übergangsfrequenz liegt bei 5 kHz. Aufgrund der trapezoiden Bauform der Box ist auch der liegende Einsatz als Floorwedge möglich.

Trotz des großen Gehäuses und der massiven Bestückung wiegt die Transport 12 nur 17 Kilo. Das liegt am leichten Kunststoffkleid sowie an der leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterie, die 25,9 Volt bereitstellt und im Test je nach Lautstärke 6 - 8 Stunden Betrieb ermöglichte. Die Ladezeit beträgt etwa vier Stunden.

Hinten sehen wir die drei Tragemulden (seitlich und auf dem Deckel), die solide verschraubten Gummiräder des Trolleys und den Teleskopgriff. Rückwärtig ist in einer Mulde die Elektronik untergebracht. Sie umfasst den Netzanschluss, den Dreikanal-Mischer, den USB-Mediaplayer und die Funkstrecke. Zum Lieferumfang gehört ein Mikrofonhalter, der seitlich an der Box eingesteckt werden kann.

Elektronik

In der Transport 12 arbeitet eine Class-D-Endstufe mit 135 Watt RMS für den Bass (270 Watt Spitze) und 65 Watt RMS für die hohen Frequenzen (130 Watt Spitze). Das Frequenzband reicht von 65 Hz - 20 kHz bei einem Abstrahlwinkel von 90 x 45 Grad. Die maximale Lautstärke beträgt 119 dB SPL.

Die Kanäle des Mischers teilen sich wie folgt auf: Kanal 1 Mic/Line (schaltbar) mit Gain-Poti und Combo-Buchse. Kanal 2 regelt mittels Gain-Poti die Funkstrecke. Bei diesen Kanälen lässt sich eine Voice-Priority-Schaltung aktivieren, die per Ducking die Signale auf den anderen Kanälen im Pegel senkt. Kanal 3 summiert den Mediaplayer oder eine extern via Cinch angeschlossene Soundquelle. Die Mastersumme verfügt über einen Zweiband-EQ (10 kHz und 100 Hz) mit Nullpunkt-Rasterung. Über eine Klinkenbuchse wird die Summe herausgeführt. Ferner gibt es eine Betriebsleuchte, eine Lade-LED für den Akku und eine vierstellige Anzeige für den Ladezustand.

Die Transport 12 stellt eine Funkstrecke mit dynamischem Mikrofon zur Verfügung, Gain, Rauschunterdrückung und Mute-Taster inklusive. Der Empfänger arbeitet auf den Frequenzbändern 542 - 566 MHz bzw. 638 - 662 MHz. Die Reichweite beträgt laut Hersteller 76 Meter. Die Ladeanzeige für die Batterien des Mikrofons kann am Empfänger abgelesen werden. Weiterhin stellt der Empfänger den Kanal samt der dazugehörigen Frequenz, die Eingangslautstärke und die Feldstärke dar.  

Der USB-Mediaplayer verwaltet FAT32-Geräte und spielt MP3, WAV sowie WMA ab. Mit AIFF oder auch 24-Bit-Dateien kommt er nicht zurecht, was ich schade finde. Auf dem hintergrundbeleuchteten LCD werden Spielzeit, Track-Nummer und Dateiformat dargestellt. Die Bedienung erfolgt über eine einfache Transportsteuerung. Der Mediaplayer verfügt neben seinem Gain-Regler über eine interne Lautstärkeregelung, sodass eine Kombination aus Aux- und USB-Signal möglich ist.

Die Box kann an allen gängigen Stromnetzen (115 - 240 VAC, 50/60 Hz) betrieben werden; die Schmelzsicherung des Netzteils lässt sich problemlos vom Kunden wechseln. Der Netzschalter entscheidet, ob die Box per Akku oder während des Aufladens ohne Akku läuft.

Pro & Contra

  • Gute Transporteigenschaften
  • stabile, latenzarme Funkstrecke
  • Feedback-Festigkeit
  • Lautstärke
  • EQs mit Nullpunkt-Rasterung
  • Pickup-Instrumente über Line-Input

  • aggressive Höhen
  • unterschiedliches Klangbild bei wechselnder Lautstärke
  • Eigenrauschen

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