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Test
3
04.12.2018

Praxis

Software-Integration

Zuerst muss auf der Homepage des Herstellers ein Account angelegt werden. Dann lassen sich neben der Bedienungsanleitung auch das Arturia-Software-Center für die Registrierung und Aktivierung der nötigen Software und das MIDI-Control-Center für Veränderungen an der MIDI-Belegung herunterladen. Sind alle Einstellungen im Software-Center vorgenommen, werden Analog Lab3, Piano V2 und Ableton Live Lite heruntergeladen und automatisch installiert. Eine gesonderte Treiberinstallation ist für Keylab aber nicht nötig, da es sich um ein sogenanntes Class-Compliant-MIDI-Gerät handelt. Zum Zeitpunkt des Tests legt Arturia innerhalb ihrer „Art Of Keys Promo“ sogar noch drei weitere Plug-ins oben drauf. Zusätzlich erhält man Stage-73 V, B-3 V und Mini V. 

Um nun die drei verschiedenen Modi ‚Analog Lab‘, ‚DAW‘ und ‚User‘ testen zu können, melde ich Keylab in Studio One als neues externes Gerät an.

Keylab im Analog-Lab-Modus

Die Kommunikation mit Analog Lab 3 funktioniert einwandfrei. Alle Fader und Drehregler sind vorbelegt und garantieren einen absolut reibungslosen Workflow. Außerdem lässt sich über das Display des Controllers bequem durch die mitgelieferten Sounds surfen. Auch wenn dieses in Zeiten von Tablets oder Ähnlichem nicht gerade groß ausgefallen ist, hat es eben durchaus Vorteile, wenn man bei der Sound-Suche nicht ständig auf einen Bildschirm des Laptops schauen muss und stattdessen einfach an einem Rad drehen kann, um neue Sounds aufzurufen, wie man das zum Beispiel auch von Native Instruments Maschine her kennt. 

Keylab im DAW-Modus

Da der beiliegende Quick-Start-Guide womöglich vor einem längerem Zeitpunkt gedruckt wurde, enthält der aufgeführte Link keine Inhalte auf der Webseite. Auf der 'KeyLab MkII-Tips & Tricks' Seite im Supportbereich der Arturia-Webseite finde ich jedoch schnell eine kinderleichte Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Einrichtung der sieben meist verwendeten DAWs.

Zuerst wählt man am Controller den DAW-Modus aus, in meinem Fall Studio One. Dort füge ich ein neues externes Gerät hinzu, nutze dafür aber das Mackie-Control-Preset. Dann noch den Sender und Empfänger eingestellt und die entsprechende Track-Controls-Schablone auf den Controller gelegt. Jetzt kann es losgehen. 

Und siehe da, alles funktioniert reibungslos und hervorragend! 

Die Loop- und Transportfunktionen lassen mich Studio One von Keylab aus steuern. Record, die Automationsparameter und selbst der Mixer lassen sich ebenfalls so nutzen. Die Fader und Drehregler steuern die Lautstärke und die Verteilung im Stereofeld der einzelnen Spuren. Hierbei ist besonders schön, dass der ausgewählte Kanal optisch hervorgehoben wird, indem die darunter liegende Select-Taste leuchtet. So weiß man immer, welche Spur gerade aktiviert ist, ohne dafür auf den Laptop-Bildschirm schauen zu müssen. Selbst der große Encoder wurde zugewiesen und steuert den Cursor, so kann ich schnell an verschiedene Stellen im Arrangement springen. Hier gibt es also überhaupt nichts zu meckern, die DAW-Integration funktioniert tadellos. 

Keylab im User-Modus

In diesem Modus sind auch alle Controller in meiner DAW sichtbar, allerdings ohne jegliche vorprogrammierte Zuweisung. Dies kann natürlich in der DAW und über das MIDI-Control-Center alles einprogrammiert werden. Wer es also individuell mag, oder eine DAW verwendet, die von Arturia bei den Presets nicht berücksichtigt wurde, kann sich hier seinen perfekten MIDI-Controller selbst einrichten. Sehr gut, dass Arturia daran gedacht hat.

Sonstiges

Ein Arpeggiator würde die Ausstattung des wirklich gelungenen KeyLab MkII 61 noch sinnvoll erweitern, wenn das Thema weiterer kreativer Möglichkeiten im Fokus steht. Diesen findet man selbst bei Geräten älteren Herstellungsdatums.

Pro & Contra

  • Sehr hohe Verarbeitungsqualität beim Controller selbst
  • Tastatur und Drum-Pads erzeugen nur sehr leise Benutzungsgeräusche
  • Großzügiges Software-Paket, mit dem Hardware-/Software-Kommunikation sehr gut funktioniert
  • Software-Integration mit dem hauseigenen Klangerzeuger Analog Lab 3
  • DAW-Integration bietet schnelle Kontrolle der eigenen Software
  • Einbindung in ein modulares Synthesizer-System über CV-Ein- und Ausgänge

  • Kein Arpeggiator

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