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Test
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18.03.2013

Behringer C-2 Test

Kleinmembran-Kondensatormikrofone

Preisschrumpfungsgrenze erreicht?

Das Behringer C-2 ist ein Stereoset mit zwei alltagstauglichen Kondensatormikrofonen für 59 Euro! Was sich bis vor nicht allzu langer Zeit noch als absolut utopisch darstellte, ist Realität. Das Unternehmen Behringer gilt vor allem weniger betuchten Musikern und Tontechnikern schon seit langem nicht selten als Samariter und Anker in der Not, und das durchaus mit bemerkenswertem Erfolg. Auch wenn die Produkte durchweg als preiswert eingestuft werden können, hat so mancher Test gezeigt, dass nicht wenige aus dem unerschöpflichen Fundus durchaus das Zeug haben, manchem vermeintlich höherwertigen Konkurrenten die Stirn zu bieten.

Mit dem C-2 stellt sich das preiswerteste Kleinmembran-Mikrofonset des mittlerweile weltumspannenden Unternehmens dem bonedo-Test. Doch wird das Einsteigerset den Anforderungen an ein professionelles Werkzeug gerecht? Können derart preiswerte Mikrofone mit den vollmundigen Versprechen aus den Prospekten mithalten?

Details

Eine wie auch immer geartete Besonderheit ist bei derart preiswerten Mikrofonen natürlich nicht zu erwarten. Es sind eben kleine phantomgespeiste Elektret-Kondensatormikrofone, deren Membrane einen Durchmesser von 16 mm (also etwa ein Dreifünftelzoll) aufweisen. Die Kapseln sind abschraubbar und arbeiten nach dem Druckgradientenempfängerprinzip, sind also richtend. Die Richtcharakteristik ist im Manual als "Niere" angegeben, was sich auch erst bei Frequenzen jenseits der 4 kHz ändert – nicht unüblich. Zwar wird als Frequenzgangangabe das auch im HiFi-Bereich übliche "20 Hz - 20 kHz" genannt, doch die mitgelieferte grafische Version liefert aussagekräftigere Informationen: Zwischen 2 und 10 kHz findet man eine aufsteigende Rampe, die kurz dahinter steil abfällt, um sich auf etwas geringerem Niveau als bei den zu vielen Messungen herangezogenen 1000 Hz wieder zu fangen. Unterhalb von 300 Hz ist ein stetiger Abfall zu verzeichnen, der Pegel erfährt bei 50 Hz bereits eine Dämpfung von 10 dB.

Wer das Signal weiterer Tiefen schon am Mikrofon entledigen möchte, kann das Hochpassfilter aktivieren, welches bei einer Eckfrequenz von 120 Hz greift und mit einer Steilheit von 6 dB pro Oktave arbeitet. Will man auch eine Pegelabschwächung nutzen, muss man sich allerdings entscheiden: Pad und HPF gleichzeitig kann nicht gewählt werden. Es ist zwar nicht das erste Mikrofon, bei dem ich das sehe, doch bekomme ich davon immer wieder Zahnschmerzen. Gerade im Nahfeld von Schallquellen möchte ich gerne beides gleichzeitig benutzen können, weil dort a) der Nahbesprechungseffekt greift und das Signal zum Überbassen neigen kann, bei HiHats und Becken ist das fast tödlich! Und weil dort b) der Pegel, oh Wunder, gerne einmal zu hoch ist und per Pad abgesenkt werden will. Gut, viele Preamps haben ein eigenes Hochpassfilter. Um die Behringer-Mikros wieder einmal in Schutz zu nehmen: Diese sind mit 140 dB SPL (ohne Pad!) schon ziemlich übersteuerungsfest, mit der 10-dB-Vordämpfung sind es (rechne, rechne …) sogar 150 dB. Dieser Wert ist allerdings für 1% THD angegeben, nicht für 0,5%. Der Übertragungsfaktor ist mit knapp 9 mV/Pa nicht sonderlich hoch, das Noise Level ist mit 19 dB(A) glücklicherweise nicht sehr üppig. Mit etwas weniger als zehn Zentimetern Länge und zwei Zentimetern Durchmesser sind die C-2 klein genug, um sich gut positionieren zu lassen. Gut zu wissen, dass man trotz geringen Preises auch auf Features wie ein Metallgehäuse und vergoldete XLR-Kontakte nicht verzichtet muss.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • preiswert

  • Pad und Filter nicht gleichzeitig schaltbar
  • schlechtes Matching
  • diverse Klangparameter

Gehört zu dieser Serie

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