Gear_DJ-Controller Hersteller_Behringer
Test
5
10.07.2013

Behringer CMD LC-1 Test

DJ-Controller

Multifunktionaler Trigger-Pad-Controller

Mit 32 vierfarbig beleuchteten Trigger-Buttons, 20 Funktionstastern und acht Rotary-Endlos-Encodern besitzt der CMD LC-1 fraglos die höchste Funktionsdichte innerhalb Behringers neuer CMD-Serie. Er verspricht also immer dann gewinnbringend einsetzbar zu sein, wenn es darum geht, eine Vielzahl von Schalt- und Trigger-Signalen an eine empfangsbereite DAW oder DJ-Software zu senden.

Und da umfassende Interaktion so ziemlich das A und O jeder gelungenen Performance ist, egal ob jetzt Liveact oder DJ-Set (wobei hier die Grenzen in letzter Zeit, auch und gerade durch die vielfältigen Sample-Optionen zunehmend verschwimmen), haben wir uns entsprechend erwartungsfreudig mit dem Signalgeber beschäftigt.

Details

Seine barrenförmigen Abmessungen von 152 x 305 x 57 Millimetern verraten ganz klar, dass es sich beim LC-1 um ein Mitglied der CMD-Serie handelt. Mittels der an der Unterseite angebrachten Metallplatte lässt sich der Proband praktischerweise mit anderen Geräten der Baureihe zu einem Controller-Setup zusammenschrauben. Die an der Vorderseite angebrachte USB-Buchse verbinde ich wahlweise direkt mit dem Rechner, über einen externen Hub oder mit dem Vier-Port-Hub des MM-1 Mixermoduls. Ein Blick auf die technischen Daten verrät mir, dass der LC-1 bei voller Beleuchtung aller Taster satte zwölf Watt Strom vom Spannungsversorger fordert. Das ist stattlich und dürfte den Akku eines Notebooks recht schnell entladen. Der Netzbetrieb ist also bei kritischen Szenarien – sprich wichtigen Auftritten – dringend zu empfehlen.

Schauen wir uns die einzelnen Funktionsgruppen des LC-1 einmal im Detail an. Im hohen Norden sind acht durchnummerierte Endlos-Drehgeber montiert, optisch abgesetzt durch ein glänzendes Kunststoff-Inlay. Jeder von ihnen wird von einem LED-Kranz aus 15 Segmenten eingerahmt, der den aktuellen Parameterbereich visualisiert. Direkt darunter folgen acht ebenfalls durchnummerierte Funktionstaster. Zentraler Blickfang ist die „vier-mal-acht“-Matrix, deren Taster im ausgeschalteten Zustand hellgrau abgesetzt sind und im Betrieb wahlweise in den Farben orange, blau, pink und grün leuchten können. Den Abschluss nach unten bilden drei Taster-Reihen, von denen die oberste mit „Mute“, die mittlere mit „Solo“ und die untere mit dem ikonografischen Punkt für „Aufnahme“ beschriftet sind.

Software: Deckadance 2 OEM

Die OEM-Version ist genau genommen eine vollwertige DJ-Lösung. Jedoch ist sie speziell für die Kontrolleinheit gedacht und lässt einige Ausstattungsmerkmale der großen Brüder (V2, DVS) vermissen. So zum Beispiel DVS-Unterstützung, MIDI-Learn oder individuelle Editoren für Smart Knobs und Gross Beat. Stattdessen gibt es eine stattliche Anzahl an festen Presets, was, um auf den Geschmack zu kommen oder zum Ausprobieren, definitiv erst einmal ausreicht. Ferner fehlen auch die VST-Integration und ein Session-Rekorder zum Aufzeichnen der Mixsession. Soviel zu dem, was nicht ist. Kommen wir zu dem, was euch die Light-Variante zu bieten hat. Und das wären zunächst mal vier Softwaredecks mit farbcodierten Wellenformen, die ihr wahlfrei mit Musikalien der Formate MP3, FLAC, M4A, WMA, WAV, AIFF und OGG befüllen dürft. Zur Orientierung im Track dienen eine Wellenformübersicht mit Cuepoint-Anzeige und eine vergrößerte Ausschnittbetrachtung. Bis zu acht Smart-Panels pro Deck stehen für Loops, FX, Cuepoints, Pitch, Key, Grid und DVS bereit. Dazu gesellen sich in der oberen Screen-Hälfte der Mixer und die kreativen Bordmittel. Das Mixer-Panel kann zugunsten der Funktions-Panels aus dem Fokus weichen, sodass ihr stattdessen eine der folgenden Sektionen im Blick habt: Effekte, Sampler, Vertical-Waves, VSTs, Gross Beat. Für tiefer gehende Funktionsbeschreibungen empfehle ich die Lektüre des Testberichtes zur Deckadance Vollversion.

Der Browser nimmt in gewohnter Manier die untere Bildschirmhälfte ein und ist mit gängigen Tools zum Anlegen von Playlisten oder zum Filtern der Musikbibliothek ausgestattet. Besonders nützlich bei umfangreichen Musiksammlungen sind die Smart-Playlists, denn sie filtern den Datenbestand anhand flexibler Kenngrößen, wobei sich das Ergebnis sortieren und in der Menge beschränken lässt. Ein Beispiel: Suche bitte nach allen House-Titeln von David Morales, die bis zum Jahr 1999 veröffentlicht wurden, sortiere diese nach meiner höchsten Bewertung und beschränke das Ergebnis auf 10 Tracks. Was die globale Musikverwaltung angeht (Rechtsklick auf Library), bietet DD die Möglichkeit zum Import von Ordnern (Einzeltitel aktuell nur über Drag & Drop), ein Backup der Library anzulegen und diese zurückzusetzen. Ich vermisse hier einen manuellen Integritäts-Check mit Update-Funktion für verwaiste oder verschobene Musikstücke

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Günstiger Preis
  • Gute Haptik der Potenziometer
  • USB-Kabel austauschbar
  • Großzügiges Platzangebot
  • Integrierte Verbindungslasche zur Kaskadierung mehrerer Module
  • Vierfarbige LEDs
  • Standard-Taster (Solo, Mute, Record)
  • Hohe Standsicherheit

  • (Noch) dürftige Dokumentation und Mappings
  • Taster mit etwas zu hohem Druckwiderstand

Gehört zu dieser Serie

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X