News
3
24.11.2020

Antwort auf die Antwort: Behringer antwortet auf Swing vs. Arturia und Axel Hartmann

Behringer spricht in Bildern. Swing heißt es. Dieses Mal mit der Überschrift „Rock’n Roll or Jazz“ und dem Datum 22.11.2020. Zu sehen ist eine Tastatur und ein bis zwei Buchstaben in knalligem Gelb. Nach Lüften sieht das Gerät ziemlich genau so aus wie DAS Keyboard, was nahezu alle neben ihren Modulars stehen haben, nur mit einem anderen Namen.

Inzwischen sind wir bei Star Wars Titeln wie „the Clone Wars II“ und aktuell sogar bei „das BImperium schlägt zurück„. Wie legitim ist sehr sehr starke Inspiration durch Konkurrenz? Das Produkt „Swing“ hat einiges ausgelöst in der Szene, bei den Herstellern und Bloggern.

Behringer Swing Controller – Es begann als Ratespiel

Eigentlich ist es eher ein Wunder, dass Behringer noch nicht auf den außerordentlich trendigen Bereich der Sequencer und Controller in dem Maße aufgesprungen ist wie aktuell eine ganze Reihe von Herstellern. Besonders zu nennen ist sicherlich Arturia mit ihren Keystep– und Keystep Pro-Angeboten im Bereich RealTime und StepSequencer aber auch im Bereich kleine Tastaturen mit MIDI. Dabei sind besonders solche kleinen handlichen Steuertastaturen gemeint, die nicht nur USB-A oder Micro anbieten, sondern auch echte DIN-Buchsen und vielleicht auch endlich mal USB-C. Jetzt haben sie sehr genau bei der Konkurrenz nachgesehen.

Behringer Sequencer a la Keystep / Pro?

Heute bekommen zwar immer mehr Synthesizer Host-USB-Anschlüsse, dennoch ist man für jedes gute Steuerkeyboard dankbar, was noch immer MIDI anbietet. Aktuell gibt es geradezu eine Serie von kleinen Sequencern wie dem Torso T1 oder dem Oxi One, die zeigen, dass Sequencing in Form von Hardware Spaß machen kann. Mal als Inspiration, mal als Eingabehilfe.

Bei dem gezeigten Gerät handelt es sich klar um Minitasten. Diese gibt es bisher nur bei Arturias Keystep 37 mit Aftertouch. Also ist auch hier bereits Potenzial, um anderen Herstellern zu zeigen, was möglich ist. Und das obwohl Controllerkeyboards nicht unbedingt rar sind, aber „die Guten“ sind es. Behringer ist beim Thema Controller aktuell eher bei DAW-Steuerung noch aktiv, etwas wie den tollen BCR-2000 gibt es leider nicht mehr und wird durchaus vermisst.

Die Auflösung: Keystep vs Swing

Beginnen könnte Behringer mit einem einfachen Minitasten-Keyboard mit Arpeggiator und einem kleinen Sequencer mit drei Oktaven, also einem direkten Konkurrenten zum Keystep 37 und weiter machen mit Sequencern und sinnvollen „Beknopfungen“, um sich von den sonstigen Angeboten abzuheben. Bei dem Thema hat sich speziell Novation einen Namen gemacht. Und hier ist es augenscheinlich und nicht zu übersehen, wo die Idee her kommt: Arturia.

Das neue Keyboard bzw. der Controller hört auf einen Namen „Swing“, was allerdings auch andeutet, dass für die Länge des Begriffs nicht all zu viele Knöpfe und Controller zu finden sind, wohl aber würde es noch immer reichen um einen interessanten Kreativ-Controller zu schaffen. Ob damit Rockenrohl und Jazz gemacht werden kann wissen wir nicht, wohl aber dass wir am 22.November einen weiteren Hinweis bekommen werden. Der Preis wird erwartungsgemäß bei 90 Euro liegen. Das sind 10 Euro unter dem Vorbild*.

Und es ist genau das geworden, eine Art Keystep-Clone, es sieht sogar ziemlich genau so aus:

  • 32 Tasten mit Aftertouch
  • 64-Step Sequencer 8fache Polyphonie
  • Arpeggiator
  • Chord Mode, 16 Akkordspeicher
  • MIDI, CV/Gate, DIN Sync, und Sync I/O

Behringer Swing Keystep Clone

Arturia antwortete: echt jetzt?

"<yoastmark

Inzwischen hat Arturia auch textlich reagiert, was sehr selten passiert

 

Hello everyone,

We have been informed on Sunday, November the 22nd of the upcoming release of a new product called Swing, by Behringer. This product is in no way the result of a partnership between Arturia and Behringer. We have worked hard to create the _Step range. We have invested time and money to imagine, specify, develop, test, and market the KeyStep. Along with our distributors we have been evangelizing this product, placing it in stores, explaining it, servicing it.

Of course, we accept competition, and would absolutely understand that Behringer give their own interpretation of a small and smart controller that would also be a sequencer. Others do, we have no problem with that and see good for the customer, as well as for the industry, in fair competition.

But this is not a fair competition hereCoco Chanel once said: “If you want to be original, be ready to be copied”. So we could in a way consider the Swing as a complimentWe could. In any case, thank you, everyone, who came out and supported us these past 36 hours! It’s been very helpful, very much appreciated.

Frédéric Brun
Co-founder and CEO, Arturia

Ob es demnächst einen BCR-2000 von Arturia gibt? Serviervorschlag von Behringer

BCR Behringer neu

BCR Behringer neu

Axel Hartmann, Designer der Arturia-Geräte reagiert

Daraufhin in Behringer-City: Die Rückantwort

Das Imperium hat reagiert auf die Reaktion. Jetzt wäre wohl noch jemand bereit, Mackie und Drawmer-Vorbilder den 90er-Behringer-Antworten gegenüberzustellen. Aber Behringer hat genau das getan mit anderen OEM-Herstellern. Und dem Launch Pad könnte noch das Monome vorgestellt werden können, welches das Vorbild für alle war. Das wäre dann die zweite Rückantwort zu dieser Behringer-Replik. Neu ist diese Art von Handlungsweise seitens Behringer nicht. Dennoch bleibt die Frage offen, wie Käufer und Firmen das moralisch sehen und wieder anders, wie es juristisch zu sehen ist. Hier handelt es sich immerhin um ein Gerät, das sicher keine 10 Jahre alt ist.

Behringer Competiton

Behringer Competiton – OEM Hersteller

*Enthält Affiliate Links

Video



 

"

Verwandte Artikel

User Kommentare

Zum Seitenanfang
ZUR STANDARD WEB-ANSICHT X