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Test
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02.05.2020

2gether Audio Ticky Clav 2 Test

Freeware Clavinet Plugin für Win und Mac

Funky never dies

Die 60er- und 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts könnten in so vielen Bereichen als goldene Jahre bezeichnet werden – und ganz besonders gilt das für die Musik. Alleine die rasche Weiterentwicklung des Keyboards hat die Musikwelt für immer verändert. Schließlich werden auch heute noch die Meilensteine der damaligen Zeit wie Wurlitzer, Rhodes und Clavinet in Produktionen eingesetzt.  

Allzu viele VSTs oder Libraries gibt es tatsächlich nicht, die sich ausgiebig mit dem Sound des Clavinets von Hohner beschäftigen. Umso schöner also, wenn es ihn sogar als Freeware gibt, und zwar in Form des Ticky Clav 2 von 2gether Audio.

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Details

Allgemeines

Ticky Clav 2 gibt es für Windows ab Version 8 im VST- und AAX-Format sowie als Stand-alone. Ab Mac OS X 10.10 steht es in den Formaten VST, AU, AAX und ebenfalls als Stand-alone zur Verfügung. Für beide Betriebssysteme gibt es das Plugin in 64-Bit.

Das Plugin ist zwar kostenlos, doch bekommt man es erst, wenn seine E-Mail-Adresse man auf der Seite des Herstellers preisgibt. Anschließend erhält man dann eine E-Mail mit zwei Downloadlinks: einen für Windows und einen für Mac.

GUI und Konzept

Ticky Clav 2 basiert auf Physical Modelling, das oft zum Nachbilden akustischer oder elektronischer Instrumente genutzt wird. Die Sounds werden dabei quasi simuliert. Im Falle von Ticky Clav 2 stand das Hohner D6 Clavinet Modell. Durch das Physical Modelling gibt es sehr viele Klangparameter, die nach Herzenslust verändert werden können. So kommt das Plugin bereits mit 41 Presets.

In der Tone-Sektion finden wir vier Tonabnehmer, von denen immer zwei gleichzeitig verwendet werden können. Dazu kommen Controls für Bridge, Neck, Brightness und Damping. Links neben den Tasten kann zusätzlich die Lautstärke des Klicks eingestellt werden. Dieses Geräusch ertönt dann beim Loslassen einer Taste. 

Die Wah-Sektion wartet mit drei verschiedenen Modi (Auto, Follow und Manual). Dazu kommen noch vier Drehregler (Rez, Low, Range und Value), mit denen der Wah-Effekt perfekt eingestellt werden kann. 

Sound

Das erste Beispiel kommt schon ziemlich nahe an das Original von Stevie Wonder heran. Ticky Clav 2 klingt funky und sehr perkussiv. In den Tiefen verliert es ein wenig Authentizität. Insgesamt klingt das Physical Modelling aber wirklich realistisch. 

Im Beispiel 2 habe ich das Preset Hazy Bridge gewählt, das ist wesentlich dezenter. Der Wah-Effekt ist nicht besonders stark, aber dennoch gut hörbar. 

Beispiel 3 zeigt das Preset Thin And Nasal. Auch hier kommt der typische Clavinet-Sound durch und das Preset passt gut zu den funky Akkorden. Der Wah-Effekt ist dieses Mal noch dezenter und gibt dem Sound die gewisse Note und Bewegung. 

FAZIT

Ticky Clav 2 punktet mit vielen Klangparametern und  realistischem Sound. Das Physical Modelling klingt nicht wie Keyscape oder eine Sample-Library, aber durchaus realistisch. Schließlich handelt es sich bei Ticky Clav 2 ja auch um Freeware. Viele Bearbeitungsmöglichkeiten machen das Plugin darüber durchaus lohnenswert.  

  • Pro
  • super schneller Workflow
  • verbraucht wenig Speicherplatz durch Physical Modelling
  • Contra
  • kein Contra
  • Features
  • Emulation des Hohner Clavinet mit Physical Modelling
  • vier Tone-Controls (Bridge, Neck, Brightness, Damping) und vier Tonabnehmer
  • Wah-Effekt mit drei Modi und vier Parametern
  • Preis
  • kostenlos
Veröffentlicht am 02.05.2020

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • super schneller Workflow
  • verbraucht wenig Speicherplatz durch Physical Modelling

  • kein Contra

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