Test
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05.11.2008

GRUNDFUNKTIONEN
Der H-2 ist ein digitaler Recorder auf SD-Card-Basis, der durch seine vier internen Mikrofone sowohl 2-kanalig (stereo) als auch 4-kanalig (4CH) aufnehmen kann. Das aufgenommene Material wird wahlweise als Wav-Format (44,1 - 96 kHz) oder als MP3 bis zu 320 kbps im VBR-Datenformat gespeichert. Durch den Line-Eingang (3,5 mm Klinke) können auch Signale mit Line-Pegel in digitales Audiomaterial umgewandelt werden. Da er außerdem über einen USB-Anschluss und einen Line-Out/Kopfhörerausgang (ebenfalls 3,5 mm) verfügt, ist der H-2 ein äußerst einfaches, aber funktionstüchtiges Audiointerface. Das Mikrofonsignal kann übrigens auch direkt im Rechner aufgenmommen werden, der H2 fungiert dann als USB-Mikrofon.

Die vier Mikrofone sind in Zweierpärchen einmal nach vorn (Front) und einmal nach hinten (Rear) angeordnet. Durch diese räumliche Trennung und die Möglichkeit, jeweils ein oder zwei Mikrofone pro Richtung zu verwenden sowie deren unterschiedlichen Aufnahmewinkel (Front 90°, Rear 120°) lässt sich der H-2 gezielt für verschiedenste Zwecke einsetzen. Das Handbuch nennt dafür folgende Beispiele:

- Front (90°): Gesang
- Rear (120°): Konzert
- Front/Rear je ein Mikrofon: parallele Aufnahe von Gesang (Front) und Gitarre (Rear)
- Front/Rear je zwei Mikrofone: Bandprobe, wobei der H-2 in der Mitte des Raumes steht
- Line-In: Mitschneiden von CDs

Außerdem gehören dazu Aussenaufnahmen oder Mitschnitte von Tagungen und Interviews. Der Line-In erlaubt das Einspeisen eines Mischpultsignals bei Konzertmitschnitten. Durch das Anschließen externer Mikrofone lässt sich diese Flexibilität noch erweitern. Die Stromversorgung geschieht entweder über das mitgelieferte Netzgerät oder über handelsübliche AA-Batterien bzw. -Akkus.

BEDIENELEMENTE UND MENÜ
Das Gehäuse und die Tasten des H-2 bestehen aus Plastik und machen dadurch keinen besonders hochwertigen Eindruck. Er wiegt dadurch allerdings nur 110 g (ohne Batterien) und liegt mit seinen Maßen von 63,5 x 110 x 32 mm gut in der Hand. Alle Bedienelemente befinden sich auf der Oberfläche des Gerätes. Dazu gehören: An- und Ausschalter, ein dreistufiger Regler für eine grobe Einstellung der Mikrofonempfindlichkeit (low- middle- und high-gain), Lautstärkenregler und auf der Frontseite zwei Druckknöpfe zum Wechseln zwischen den verschiedenen Mikrofonkonfigurationen (Front (stereo) / Rear (stereo) / 4CH). Ein ebenfalls auf der Vorderseite vorhandenes Viererkreuz dient sowohl als Play-, Pause-, Record-, Skip-Knopf und zur Feinjustierung des Record-Levels als auch zur Navigation im Menu des H-2. Ein 128 x 64 Pixel großes LCD versorgt den Nutzer mit allen nötigen Informationen wie Spiel-, Aufnahme- und Restzeit, Batteriestatus, Eingangspegel, Recordmodus und vielem mehr.

Im Menu lassen sich alle nötigen Einstellungen des H-2 vornehmen.
Das sind u.a. Record-Format (MP3 oder Wav), Play-Mode (All, One, Repeat), Displayeinstellungen, SD-Kartenformatierung oder die Links-Rechts-Ausrichtung der Mikrofone (je nachdem ob man aus Sicht des Publikums oder der Bühne aufnehmen möchte). Außerdem gehören dazu Funktionen und Einstellungen von Features wie Auto-Gain-Control (Kompressor), Pre- und Auto-Record sowie Editing-Möglichkeiten der gespeicherten Files. Ebenfalls findet man hier Normalisierung und einen Low-Cut-Filter.

ZUBEHÖR
Das mitgelieferte Zubehör umfasst neben dem Netzgerät einen anschraubbaren Ständer und einen Haltestiel, mit dem sich der H-2 sehr komfortabel wie ein traditionelles Mikrofon halten lässt. Des Weiteren sind eine 512 MB-SD-Card, Kopfhörer, Windschutz sowie USB- und Audiokabel inbegriffen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • rauschfrei
  • handlich
  • einfache Bedienung
  • MP3-Kodierung
  • vierkanalig
  • USB mit Mikrofonfunktion

  • Plastikhülle
  • unschönes Design

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