KC_Keyboard_Controller KC_komplex KC_Fader
Test
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18.08.2011

DETAILS

Äußeres

Während bei Controller-Keyboards der unteren Preisklasse (und in der bewegen wir uns hier bei einem Straßenpreis von 199 Euro) normalerweise schnödes Plastik das vorherrschende Material ist, haben wir es beim Gehäuse des UF50 Classic mit gebürstetem, schwarz eloxiertem Aluminium zu tun, inklusive Boden aus Stahl. Nur die Seitenteile sind aus Kunststoff, diese sind dafür aber mit  glänzendem Klavierlack veredelt. Mal abgesehen davon, dass man bei so einer Oberfläche jedes Staubkorn und jeden Fingerabdruck sieht, ist das für ein Low-Budget-Gerät schon eine vergleichsweise edle Aufmachung. Trotz des verbauten Metalls ist das UF50 mit 8,2 kg noch relativ leicht.

Nicht besonders edel erscheinen allerdings die Bedienelemente. Sowohl an den Drehreglern als auch an den Fadern fällt unsauber geschnittenes Plastik auf und entblößt das CME dann doch als Low-Budget-Gerät.

Anschlüsse

Eine Besonderheit bei den Anschlüssen ist die Buchse für den Breath-Controller. Diese findet man nämlich sonst, wenn überhaupt, nur bei den großen, teuren Workstations. Allerdings benutzt auch kaum noch jemand diese in den Achtzigern von Yamaha erfundenen in-den-Mund-zu-steckenden Blas-Controller, von daher hätte ich diese Buchse auch dann nicht wirklich vermisst, wenn sie nicht existiert hätte.

Nützlicher ist dagegen die zweite Foot Control-Buchse, sodass neben einem Sustain-Switch noch ein zweites Fußpedal angeschlossen werden kann.Ansonsten finden wir auf der Rückseite den MIDI-Out und einen Anschluss für das (beiliegende) 9V-Netzteil. Das UF50 kann aber auch über USB mit Strom versorgt werden.Schraubt man den Metalldeckel auf der Rückseite ab, so zeigt sich ein Erweiterungsslot.CME bietet zur Zeit folgende Expansion-Boards an, die hier eingebaut werden können:Das UF DP1 Digitalpiano mit 80 Stimmen, den 124-stimmigen „Neosynth“, das UF 400e Firewire Audio- und MIDI-Interface sowie die Waldorf Nano Syn Card mit 1000 Sounds des Waldorf Micro Q.

Bedienelemente

Auf dem Panel gibt es acht Drehregler und neun Fader, die frei programmierbar und jeweils dreifach belegt sind.  In Verbindung mit den Layer-Switches können so insgesamt 51 Ziele angesteuert werden. Auf der linken Seite liegen die sechs Transport-Buttons, rechts finden wir sechs Funktionstaster (F1-F6), die ebenfalls dreifach belegt sind und per Layer-Switch umgeschaltet werden.Nimmt man noch das Modulationsrad, den Pitch-Bend und ein paar Tastenkombinationen dazu, kommt man so auf insgesamt 86 Controllernummern, die vergeben werden können.Hat man alles so konfiguriert, wie man es möchte, kann man das Ergebnis auf einem der 10  Speicherplätze ablegen.Das UF50 bringt zwar keine Presets für gängige DAWs oder PlugIns mit, es bietet aber einen „Mackie Control“-kompatiblen Modus an und einen zweiten, der dem Mackie HUI entspricht.

Pro & Contra

  • preiswert
  • solides Metallgehäuse
  • viele Controller
  • Drawbar Funktion
  • Erweiterungsslot

  • klappernde Tasten
  • billige Fader
  • komplizierte Bedienung
  • Oktavtaster produzieren Notenhänger

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