Test
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06.05.2015

Diamond BCP-1 Bass Compressor Test

High-End Bass-Kompressor

Charakterdarsteller

Der Diamond BCP-1 Bass Compressor im bonedo-Test  -  Nicht jedem Bassisten wird die kanadische Edelpedal-Schmiede Diamond bekannt sein - schließlich baut sie, bis auf den Bass Kompressor, ausschließlich Pedale für die Kollegen der Gitarrenfraktion. Der Bass Compressor BCP-1 ist eine angepasste Version des Diamond Kompressors für Gitarre, von dem auch viele Tieftöner sehr begeistert waren. Logischerweise ist die Gitarrenvariante nicht optimal an die tiefen Frequenzen von Fünf- und Sechssaitern angepasst und hat außerdem Probleme mit starken Signalen von aktiven Bässen.

Diamond widmet uns Bassern deshalb seit einiger Zeit eine eigene Version seines hochwertigen Kompressors mit einem erweiterten EQ-Spektrum bis in den 20-Hz-Tiefbasskeller, deutlich mehr Headroom für laute, aktive Bässe und einem überarbeiteten Tilt-Equalizer, der ein zusätzliches 250-Hz-Setting per Schalter bietet.

Details

Der Aufbau des BCP-1 ist erstaunlich einfach und ermöglicht auch dem unerfahrensten Benutzer einen leichten Einstieg in die Welt der Kompressoren. Auf der Oberseite gibt es nämlich nur drei Regler, deren Funktionen durch die klaren Beschriftungen Comp, EQ und Volume sofort klar sind. Mit dem Comp-Regler wird der Grad der Kompression bestimmt, auf kompressortypische Parameter wie Ratio, Attack und Release hat man dabei allerdings keinerlei Einfluss. Zur Orientierung bei der Einstellung wechselt die Betriebs-LED die Farbe, wenn das Signal den Threshold überschreitet. Der EQ im Bass Compressor ist kein typischer Cut&Boost Tonregler, sondern ein sogenannter Tilt-EQ, der auf den gesamten Frequenzbereich um einen bestimmten Balance-Punkt wirkt. Dreht man den EQ-Regler nach links, werden die Frequenzen unterhalb des Balance-Punktes graduell angehoben und die Frequenzen, die darüber liegen, gleichzeitig entsprechend abgesenkt. Nach rechts, also im Uhrzeigersinn, funktioniert das Ganze umgekehrt, alle Frequenzen unterhalb des Balance-Punktes werden abgesenkt, alles was darüber liegt, wird zunehmend angehoben. Besagter Balance-Punkt kann mit einem kleinen Schalter unterhalb des EQ-Reglers bestimmt werden, zur Wahl stehen 900und 250 Hz. Steht der Sound, wird zum Schluss die Endlautstärke mit dem Volume-Regler nach Belieben eingestellt - das war’s.

Die beste Performance und den größten Headroom bietet der Diamond Compressor mit einer Stromversorgung von 18Volt, das passende Netzteil liefert der Hersteller sogar mit. Das Pedal kann aber auch an 9Volt betrieben werden, falls kein Adapter in Reichweite ist oder der Treter auf einem Pedalboard mit 9-Volt-Versorgung sitzt. Dafür muss lediglich die Polarität umgedreht werden, was mit dem kleinen Kabel, das Diamond in den Karton legt, ein Kinderspiel ist - sehr lobenswert. Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen.

Im Großen und Ganzen wirkt das Pedal sehr hochwertig, das Gehäuse ist ultrastabil gebaut und attraktiv lackiert, die großen Regler bieten eine gute Haptik und laufen sehr geschmeidig.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • toller Sound
  • sehr musikalischer und effektiver EQ
  • einfache Bedienung
  • großer Headroom
  • LED zur Anzeige der Kompression
  • hochwertige Komponenten
  • 9- und 18-Volt-Betrieb
  • Ausstattung mit Netzteil und Polarity Reverse Kabel

  • kein Zugriff auf Kompressionsparameter

Gehört zu dieser Serie

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