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25.10.2018

Die besten Bass Riffs in Tabs und Noten – Metallica: „For Whom The Bell Tolls“

Legendäre Bass Hit-Riffs zum Nachspielen

Die berühmtesten Bass-Riffs in Noten und Tabs

Über Cliff Burton

Geboren wurde Cliff am 10. Februar 1962 in Tennessee. Seine musikalische Karriere begann zunächst mit dem Klavier, welches der E-Bass aber ersetzte. Seine Art, den Bass ausschließlich mit den Fingern in einer Metalband zu spielen, hob ihn von den meisten seiner Kollegen ab und avancierte schließlich - nicht zuletzt auch aufgrund seiner extremen Geschwindigkeit - auch zu seinem Markenzeichen.

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Als wichtiger musikalischer Kreativgeist der Band verewigte er sich und seinen besonderen Stil zum Beispiel mit seinem Basssolo beim Song "Anesthesia (Pulling Teeth)" auf dem "Kill 'Em All"-Album. Auf dem Track ist auch sein klassischer Background sehr deutlich zu hören.

Seine originelle Spielweise unterstützte Cliff gern mit viel Verzerrung und dem Wahwah-Effekt, der bei Metalbassisten eher selten zu hören ist. Hier ein Link zu dem besagten berühmten Basssolo in einem Livekonzert von 1983:

Leider war es Cliff lediglich vergönnt, drei Alben für mit Metallica aufzunehmen: "Kill 'Em All" (1983), "Ride The Lightning" (1984) und "Master Of Puppets" (1986). Ein tragischer Busunfall während einer Tour in Schweden riss den begnadeten Musiker mit nur 24 Jahren am 27. September 1986 aus dem Leben!

Cliff Burtons Basssound - und wie man ihn nachbauen kann!

An Bässen spielte Cliff Burton, der bis heute weltweit von Metallica-Fans verehrt wird, einen Rickenbacker 4001, einen Alembic Spoiler, sowie Aria-Bässe, die mit diversen Verstärkern und Boxen von Mesa Boogie, Sunn und Ampeg zu Gehör gebracht wurden. Für seine speziellen Effektsounds benutzte er ein Morley Power Wah Fuzz und einen Electro-Harmonix Big Muff.

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Diese Geräte hatte ich leider zur Erstellung der Soundfiles nicht zur Hand, weshalb ich einen Sound mithilfe des Tech21 VT Bass DI Preamps, eines Verzerrers, sowie eines Auto-Wahs aus dem Boss GT10B gebastelt habe.

Den SansAmp habe ich dabei mit einem leichten Overdrive eingestellt - dieser Sound dient als Basis für den kompletten Track. Das Intro-Riff wurde jedoch viel stärker angezerrt und zudem mit dem Wah verfeinert. Und ganz am Anfang der Soundkette steht selbstredend die spezielle Art, nur mit Fingern und nicht mit dem Plektron zu spielen!

Hier ein Youtube-Link zur Studioversion des Songs:

In dem folgenden Clip seht und hört ihr eine Live-Version mit Basssolo. Cliff improvisierte gerne zu Beginns des Songs und variierte auch häufig das markante Intro-Thema. Die Band performed den Song hier auch wesentlich flotter als auf Platte:

"For Whom The Bell Tolls" - Songaufbau und Tonmaterial

Nun möchte ich konkret zur Basslinie des Songs kommen. Dafür solltet ihr euch zunächst die PDF-Datei mit den Noten und der Tabulatur herunterladen, um meine Ausführungen und Audiofiles gut mitverfolgen zu können.

Hier ist der Download-Link:

Intro

Das Intro-Riff dürfte so ziemlich jedem Bassisten bekannt sein - es wird tatsächlich durch die starke Verzerrung und das Wahwah häufig mit einer Gitarre verwechselt! Tonal sehr markant gestaltet sich die anfangs abwärtslaufende Chromatik (Halbtonbewegung), die auf der kleinen Septime der Tonart E-Moll startet und auf der Quinte endet.

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Im weiteren Verlauf bedient sich Cliff dann aber nicht der natürlichen Moll-Tonleiter (aeolische Skala), sondern wechselt zu E-dorisch!

Das knallige Riff endet daher mit der großen Sexte: dem Ton "Cis". Hier hört ihr nur das Intro-Riff:

Riff 1

Das zweitaktige Riff 1, das zuerst nur vom Bass gespielt wird, bevor es auch von den Gitarren aufgegriffen wird, setzt wieder auf eine absteigende Chromatik. Diesmal geht es von der kleinen Terz (dem Ton "G") chromatisch runter bis zum Grundton "E".

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Das Riff verfügt über Betonungen im jeweils zweiten Takt auf der Zählzeit "4+", einmal auf der Quarte (Ton "A"), und dann auf der verminderten Quinte (Ton "Bb" bzw. "B flat"), womit ein deutlicher metaltypischer Akzent gesetzt wird: der Tritonus zum Grundton klingt immer schön "evil"!

Hier hört ihr das Riff 1 einzeln:

Instrumentaler Vers

Darauf folgt im Songverlauf eine Art "instrumentaler Vers" mit Gitarrenthema anstelle des Gesangs. Cliff spielt hier sehr schlagzeugorientiert und baut den Backbeat der Snaredrum in sein Spiel mit ein, indem er auf die Zählzeiten "2" und "4" die Oktave des jeweiligen Akkord-Grundtons mitspielt. Mit diesem Trick erreicht man einen schönen Drive und eine tolle Vernetzung mit dem Drummer!

Im Notenbild habe ich "let ring" dazu geschrieben, was bedeutet, dass ihr die gespielten Töne ruhig weiterklingen lassen sollt. Hört mal rein:

Riff 2

Riff 2 ist ein richtig schön fettes Triolen-Riff. Mit Bass und Gitarren unisono gespielt, schlägt es so richtig schön in die Magengrube - und auch hier wird tonal wieder mit Chromatik in Verbindung mit dem Tritonus zum Grundton gearbeitet:

Bridge

Der Bridge-Teil ist ein abgewandelter Instrumental-Vers. Vorsicht, Falle: das "E" wird nun drei Takte lang gespielt, bevor es mit dem "G" weitergeht! Dieser Teil ist also ein sechstaktiges Pattern - aber ein etwas unkonventionelles Songwriting ist man von Metallica ja durchaus gewöhnt!

Outro

Auch das Outro ist sehr speziell: Hier wird die Time von der Band extrem verlangsamt, jedoch nicht so ganz eindeutig einer klaren Metrik zugewiesen - es schwankt zwischen 104 und 108 bpm. Bei Stellen wie dieser hilft es nur, immer schön auf den Drummer zu achten und zu versuchen, sich hellwach in das Riff reinzufühlen.

Jamtrack des kompletten Songs (Bass & Drums)

Abschließend präsentiere ich euch natürlich noch den kompletten Song in einem Rutsch. Im ersten WAV-File hört ihr meinen Bass in normaler Lautstärke.

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Die zweite WAV-Datei soll zum Mitspielen dienen. Damit ihr den Einstieg gut trefft, gibt es natürlich einen Einzähler-Klick. Meinen Bass habe ich bei diesem Soundbeispiel außerdem sehr leise in den Hintergrund gemischt, sodass er euch nur als grobe Orientierung dienen kann, falls ihr einmal rausfliegen solltet. 

Jammen zum originalen Drum-Track von Lars Ulrich

Zum Abschluss habe ich noch eine Überraschung für euch: Ich habe mal bei Youtube gestöbert und tatsächlich die originale Drumspur von Lars Ulrich zu "For Whom The Bell Tolls" gefunden! So kommt das echte Metallica-Feeling auf - und das Üben macht gleich doppelt so viel Spaß!

Hier der Link dazu:

Ich hoffe, ihr habt Spaß mit dem Thrash-Metal von Metallica! Wer sich noch etwas mehr mit der Geschichte von Cliff Burton befassen möchte, dem sei die DVD "Cliff 'Em All" empfohlen - eine Homage von Metallica an Cliff. Auch das Buch "Metallica's Cliff Burton" von Joel Mclver ist eine gute Grundlage.

Über Cliff Burton gibt es natürlich auch bei Wikipedia nützliche Informationen!

So, nun hat meine Stunde geschlagen, um mich von euch für heute zu verabschieden! Tschüss & bis bald, euer SAMY

Gehört zu dieser Serie

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