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Test
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10.11.2020

Diginoiz Subdivine Lite Test

Freeware Bass Plugin für Windows und macOS


Verzerrung ist das neue Schwarz

Der Markt ist voll von 808-Sounds, sei es in Form von Samples, Plugins oder Hardware. Heutzutage ist ein cleaner Bass-Sound aber nicht das, was man für seine Produktion sucht, denn diese müssen dann mithilfe verschiedener Effekte sowieso bearbeitet werden.

Subdivine Lite von Diginoiz schließt die Lücke prozessierter 808-Sub-Bass-Sounds und bietet dem User bereits verzerrte und anderweitig bearbeitete Alternativen. Wie gut das Ganze klingt, schauen wir uns im folgenden Test an.

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Details & Praxis

Allgemeines

Subdivine Lite kann auf der Seite des Herstellers kostenlos heruntergeladen werden, allerdings muss es dafür trotzdem zuerst in den Warenkorb gelegt werden. Beim Checkout sind dann einige Angaben fällig, darunter natürlich auch die E-Mail-Adresse. 

Das Plugin ist für Windows und macOS im VST3-Format erhältlich, in beiden Fällen muss es allerdings installiert werden. Das bloße Kopieren der Dll-Datei ist bei Subdivine Lite nicht möglich. 

Konzept und GUI

Optisch erinnert Subdivine Lite ein bisschen an die GUIs der Marke Output, wie zum Beispiel Arcade oder Exhale. Die Kombination aus verschiedenen Grau- und Schwarztönen sieht einfach super aus und macht definitiv Lust auf mehr.

Natürlich wurde die Freeware-Version in ihrer Funktionalität verglichen mit der Vollversion eingeschränkt, die für so ein Instrument wirklich wichtigen Funktionen sind aber freigeschaltet. An Bord befinden sich sechs Presets, die eine relativ große Bandbreite an verzerrten Sub-Bass-Sounds abdecken. Hinzu kommt Distortion, die über das Modulationsrad beeinflusst oder aber komplett deaktiviert werden kann. Bei der Hüllkurve ist nur die Release-Funktion freigeschaltet, das ist allerdings zu verschmerzen, schließlich lässt sich ein verzögertes Einsetzen des Bass-Sounds im Vergleich zur Kick auch über Sidechain-Kompression oder ein LFO-Tool erzeugen.

Ein kleiner Nachteil des Plugins besteht darin, dass die Sounds immer nur in zwei Oktaven zur Verfügung stehen, von C0 bis C2. Wer nun aber einen finsteren Trap-Beat in h-Moll bauen möchte, muss dann auf das tiefe H verzichten.  

Sound

Sich Sub-Bass-Spuren solo anzuhören macht wenig Sinn, deshalb habe ich aus dem kostenlosen Cobra Hip Hop Sample Pack von Cymatics zwei Trap-Grooves gebaut, die jeweils aus einem Instrumental-Sample und einem Drum-Loop bestehen. Den Bass habe ich in beiden Fällen eingespielt und siehe da: Subdivine Lite passt einfach perfekt zu den Beats. Macht euch selbst ein Bild!

Fazit

Wenn man nur auf die freigeschalteten Funktionen von Subdivine Lite von Diginoiz schaut, könnte man auf die Idee kommen, dass man mit diesem Freeware-Schmankerl nicht allzu viel anfangen kann. Aber weit gefehlt – Trap-Beats wie in den Soundbeispielen mit Bass zu versorgen funktioniert damit hervorragend. Die eingebaute Verzerrung packt ganz schön zu und muss vorsichtig dosiert werden, ansonsten kommt man mit den sechs Presets und den anderen Controls ziemlich weit. Einziger Nachteil: Töne unter C0 sind nicht vorhanden. Im Freeware-Sub-Bass-Bereich habe ich trotzdem noch nichts Besseres gesehen bzw. gehört!

  • Pro
  • top für Trap-Beats und elektronische Musik
  • gute Bandbreite an verschiedenen Bass-Sounds mit nur sechs Presets
  • Contra
  • keine Sounds unter C0
  • Features
  • Sub-Bass-Instrument für elektronische Musik
  • sechs Presets
  • Pitch- und Modulations-Rad freigeschaltet
  • Release einstellbar
  • Distortion
  • Preis
  • kostenlos
Veröffentlicht am 10.11.2020

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • top für Trap-Beats und elektronische Musik
  • gute Bandbreite an verschiedenen Bass-Sounds mit nur sechs Presets

  • keine Sounds unter C0

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