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Test
3
08.06.2011

PRAXIS

Das aktuelle LMK4+ wiegt laut Hersteller 24 kg, wobei meine Waage aber nur 21 kg anzeigt. Für ein 88er Hammermechanik-Keyboard ist das Gewicht in Ordnung, auch wenn ich mir wünschen würde, dass Doepfer mal eine Ultralight-LMK-Version mit der extraleichten und trotzdem erstaunlich guten Fatar TP100 Tastatur herausbringt (wir kennen diese aus dem Fatar Numa Nano oder auch dem neuen Nord Electro HP).

Die hier verbaute Fatar TP40/GH ist also nicht besonders leicht, dafür aber sehr, sehr gut. Sie ist auch in dementsprechend vielen Keyboards verbaut, z.B. im Kurzweil PC3K8. Die Qualitätsprobleme, die Doepfer vor 20 Jahren mal bei den Tastaturen hatte, sind damit längst Geschichte. Die TP40/GH ist graduiert, d.h. die tiefen Töne spielen sich etwas schwerer als die hohen, so wie es auch bei einem echten Flügel der Fall ist. Sowohl Spielgefühl als auch Dynamikumsetzung ist top, hier gibt es definitiv die Höchstpunktzahl!

Kommen wir nun zu den Features, die wir bei anderen aktuellen Controller-Keyboards sonst nicht finden, wobei sich in diesem Bereich seit der ersten LMK-Serie vor 20 Jahren auch fast nichts verändert hat. Das LMK4+ verfügt über 64 Speicherplätze, die sich mit den acht Bank- und acht Programm-Tastern sofort abrufen lassen. Jedes dieser Programme enthält acht Zonen, für die sich folgende Parameter festlegen lassen.

  • Bank und Program Change
  • Volumen
  • Transposition
  • MIDI-Kanal - Es gibt zwei MIDI-Outs, also 32 Kanäle. Auf dem USB-Port liegt dasselbe an wie auf MIDI-Out 1.
  • Splitbereich - Dieser ist einfach per Druck auf die jeweiligen Tasten einzugeben.
  • Velocity- und Aftertouch-Kurven - Hier gibt es einen Piano-Mode, wo festgelegt werden kann, ob bei extrem langsamem Anschlag noch ein Ton kommt oder nicht, so wie bei einem echten Klavier.
  • MIDI Clock-Tempo
  • MIDI-In - Wenn am MIDI-In ein zweites Keyboard angeschlossen ist, kann dieses mit über das   LMK4+ verwaltet werden, indem es eine eigene Zone bekommt.
  • Controller - Das LMK4+ hat zwei Fader, einen Drehregler, zwei Foot-Controller, einen Footswitch,  Aftertouch, Modulations- und Pitch-Rad. Alles kann frei belegt werden, jede Controllernummer von 1-128 ist möglich. Die Controller lassen sich in jeder Zone getrennt aktivieren oder deaktivieren.
  • Footswitch Program Up Link - Jedem Preset kann ein Name gegeben werden, und es lässt sich eine Presetnummer festlegen, zu der per Fußdruck gesprungen wird, wenn der Fußtaster mit „Program Up“ belegt ist.

 

 

Der Panic Button schickt im Falle eines MIDI Hängers einen All Notes Off Befehl auf allen Kanälen.Insgesamt finden wir hier also alle Funktionen, die wir von einem ausgewachsenen Masterkeyboard erwarten. Alles funktioniert einwandfrei und die Bedienung ist simpel und ohne Anleitung zu bewältigen.Braucht man doch mal das Manual, so ist dieses auch ausführlich genug und, um alle Funktionen verständlich zu erklären. Also, auch in diesem Bereich kann ich guten Gewissens die Höchstpunktzahl vergeben.

Pro & Contra

  • Erstklassige Tastatur
  • hochwertige Verarbeitung
  • umfangreiche MIDI-Funktionen

  • sehr lang

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