Gitarre Hersteller_ESP
Test
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05.07.2013

ESP LTD AW-7 Test

7-Saiter E-Gitarre

Heavy-Brett

Die ESP LTD AW-7 im bonedo-Test - Der japanische Hersteller ESP gilt bekanntlich als Spezialist, wenn es um Werkzeuge für die Schwermetallbranche geht. Und ein 7-Saiter-Test wäre ohne eine Axt mit dem ESP-Logo nicht komplett. In der LTD Signature-Serie hat man in der US-Filiale den beiden Gitarristen von Whitechapel, Ben Savage und Alex Wade, je ein Instrument auf den Leib geschneidert, und wir haben uns dafür entschieden, die AW-7 in Blood Red Sunburst durch unseren Testmarathon zu jagen.

Ob nur die Farbe Aufmerksamkeit erregt oder auch ihr Sound das Blut in den Adern gefrieren lässt? Gleich werden wir es wissen.

Details

Korpus

Blood Red Sunburst ist jedenfalls eine klare Ansage, aber das recht dunkle Rot sieht eher nach einem Zwischenfall aus, der schon etwas länger zurückliegt. Ein Omen? Ansonsten ist auch unsere Testkandidatin aus den typischen Zutaten geschmiedet: Die AW-7 kommt mit einem Mahagoni-Korpus und aufgeleimter, geflammter Ahorndecke, und die Form könnte man als Modern Strat mit zwei versetzten, etwas spitzeren Cutaways bezeichnen. Sie hat ein großes, schwarzes Schlagbrett, ebenfalls im Strat-Style, und hier sind auch alle elektronischen Bauteile untergebracht: zwei Humbucker-Pickups, Volume und Tone-Regler mit schwarzen Metall-Potiknöpfen und seitlicher Riffelung für guten Grip, sowie der Dreifach-Pickupschalter.

Die Fixed Bridge, ebenfalls in schwarzer Optik, sitzt großflächig auf dem Korpus und sorgt für eine extra Portion Sustain. Die Saiten werden durch den Korpus geführt, der wiederum mit den Strat-typischen ergonomischen Ausfräsungen für ein bequemes Handling versehen ist.

Pickups

Der Hersteller hat die AW-7 mit zwei leistungsstarken DiMarzio D-Activator Pickups ausgestattet. Die können über zwei Schrauben am Schlagbrett in der Höhe verstellt werden, und weil sie keine Kappen tragen, sind die Pole-Pieces sichtbar. Mit dem Pickup-Wahlschalter sind die üblichen drei Kombinationen erzielbar, Neck-Pickup einzeln, beide Tonabnehmer kombiniert und Bridge-Pickup einzeln. Geregelt wird per Master Volume und Master Tone.

Hals

Der durchgehende Hals ist aus Ahorn gefertigt und trägt ein Griffbrett aus Ebenholz. Inlays zur Orientierung gibt es keine, der Gitarrist muss sich mit den Dot-Markern an der Griffbrettkante zufriedengeben. Beim Bunddraht hat man sich für XJ-Frets entschieden. Die 24 Jumbo-Bünde weisen eine etwas größere Höhe auf, sind gut poliert und abgerichtet. Das Spielgefühl ist in Ordnung, aber die Saitenlage ist ab Werk für mein Empfinden etwas zu flach eingestellt. Man kann zwar sehr entspannt spielen, aber die beiden tiefen Saiten fangen schon bei recht zaghaftem Anschlag zu schnarren an.

Der Hals ist mit einer Breite von 48 mm am Sattel recht schmal für eine 7-saiter Gitarre, es lässt sich also etwas entspannter greifen, aber dafür sind die Saiten einen Hauch enger zusammen, man muss bei Akkorden schon etwas genauer greifen, damit man nicht eine Nachbarsaite abdämpft. Durch die dicken Bünde wird es auch in den oberen Lagen etwas enger, man erreicht den 24. Bund aber sehr entspannt, denn hier setzt erst der Cutaway ein, der genügend Raum für die Hand lässt. Außerdem nimmt die Halsdicke erst kurz vor dem Korpus stark zu. Am anderen Ende werden die Saiten über einen gut ausgefeilten Kunststoffsattel zu den Mechaniken geleitet. Alle Tuner (ESP Locking Mechaniken) sind an einer Seite angebracht, was zur Folge hat, dass die Kopfplatte ein ganz schöner Brummer ist. 205 mm misst sie vom Sattel bis zur Spitze, die Kopfplatte der Sterling JP70 hat hier zum Vergleich nur eine Länge von 174 mm. Neben dem Logo mit der Typenbezeichnung findet man die Abdeckung für den Halsstellstab am Übergang zum Griffbrett.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Verarbeitung
  • Heavy-Sound
  • Hals - angenehmes Spielgefühl

  • Klangübertragung & dynamische Ansprache
  • Cleansound
  • B-Saite klingt etwas muffig

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