Test
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07.02.2017

Faderfox PC44 Test

MIDI-Controller

Potifox

Der PC44 ist der neueste Streich der kleinen Hamburger Controller-Schmiede Faderfox. Die bietet schon seit 2004 solide gebaute Boutique-Controller vornehmlich für NI Traktor und Ableton Live an. Trotz großer Konkurrenz konnte sich das Familienunternehmen als Qualitätsmarke abseits des Mainstreams etablieren. Der PC44 bringt vor allem Regler mit, sehr viele Regler, insgesamt 68 an der Zahl. Missionsziel: alles, was per USB oder MIDI kontrolliert werden kann. Dazu acht Buttons, ein vierstelliges Nummern-Display und einen Endlosdrehregler zum Programmieren des Controllers. Und – keine Fader. Der PC44 ist sozusagen ein Potifox.

Details

Der PC44 wird im eigenen schicken kleinen Alu-Case im coolen Industrie-Design mit abnehmbaren Deckel geliefert, das die Controller-Oberfläche optimal vor Beschädigungen schützt und sehr transportfreundlich ist. Einfach Deckel drauf, ab in den Gigbag und los geht’s.

Vier durchsichtigen Gummifüße verleihen dem Teil zudem einen bombensicheren Stand. Das ist ein tolles Konzept, das sich schon bei den anderen Geräten der „Solid Control Serie“ bewährt hat, dem Traktor-optimierten DJ44 und dem Fader-Controller UC44.

Der Faderfox PC44 hat seine DNA allerdings vom PC4 übernommen, der im Bonedo-Test sehr positiv abschnitt. Im Lieferumfang enthalten sind außerdem ein USB-Kabel zur Stromversorgung, ein spezieller MIDI-Adapter, ein kurzgefasstes Handbuch sowie eine CD mit Daten zu allen möglichen Faderfox-Geräten.

Blickfang des PC44 ist die Potentiometer-Matrix, die den Großteil der Controller-Oberfläche einnimmt. Die 64 durchnummerierten und gummierten Regler ohne Mittenrasterung haben ein angenehmes Drehgefühl. Sie sind zwar recht schmal, bieten dadurch aber auch genug Zwischenraum, um nicht beim Drehen eines Poti ein anderes versehentlich ebenfalls zu berühren. Ein guter Kompromiss, wie ich finde. Damit kann schon eine Menge geregelt werden. Darunter befinden sich vier weitere, etwas größere ebenfalls gummierte Potentiometer. Diese drehen sich präzise und sahnig und vermitteln schon fast Rotary Mixer Feeling. Ihnen zur Seite stehen jeweils zwei zugeordnete Tasten für verschiedene Funktionen. Auf der oberen Seite des PC44 findet sich die Sektion für Programmierung und Versorgung. Hier werden bis zu 64 Setup-Programme gespeichert und aufgerufen.

Links gibt ein vierstelliges Nummern-Display Informationen zu gesendeten Daten, Reglerbezeichnungen und Programm-Nummern. Rechts daneben zeigen vier LEDs verschiedene Schalt-Modi an. In der Mitte dient ein einzelner Push-Encoder zum Anwählen der Presets. Er sendet allerdings, im Gegensatz zu den anderen drei Buttons am oberen Rand, auch MIDI, kann daher also auch gemappt werden. Rechts daneben befindet sich ein roter Shift-Button und ganz rechts in der Ecke die schräg verbaute USB-Buchse, die zur Kommunikation mit dem Laptop wie auch zur Stromversorgung dient. Der PC44 ist class-compliant und benötigt keine weitere Stromversorgung.

Pro & Contra

  • klares und übersichtliches Design
  • sehr gute Bauqualität
  • robustes Case
  • kein Netzteil oder Treiber notwendig
  • MIDI-In/Out mit Routing- und Merge-Funktion
  • programmierbare Wertebereiche
  • ohne Computer nutzbar und programmierbar
  • 64 Setup-Speicherplätze
  • universell einsetzbar

  • ohne entsprechende Mappings keine Plug-and-Play-Funktionalität
  • Preis

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