Gitarre Hersteller_Fender
Test
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17.10.2019

Fender Bubbler Chorus Test

Chorus-Effektpedal

Dynamisch blubbern

Der Fender Bubbler Analog Chorus erweitert das Pedalsortiment des Herstellers um einen weiteren klassischen Effekt mit zwei schaltbaren Modes und diversen weiteren Features. Was ursprünglich als Liebhaberprojekt gestartet war, hat sich recht schnell zu einer immer weiter wachsenden Produktfamilie gemausert, die inzwischen eine beachtliche Bandbreite an Möglichkeiten beinhaltet.
Die Pedale der Serie kommen mit einem eigenen Anspruch, sind erschwinglich, solide gebaut und stehen vielfach für praxistaugliche Sounds, wie die Bewertungen in unseren diversen Tests gezeigt haben. Der Fender Bubbler wartet dazu noch mit dem an der Stirnseite aufgedruckten Hinweis auf, dass Amp-Guru Bruce Egnater bei der Entwicklung seine Finger im Spiel hatte.

Details

Gehäuse/Optik

Der Bubbler kommt in einem robusten Metallgehäuse in Grün-Metallic. Das Pedal ist etwas breiter als beispielsweise The Pelt oder der Full Moon Distortion, allerdings stehen beim Bubbler auch sechs Regler und zwei Fußschalter zur Bedienung des Effekts bereit. Die Potis sind zweireihig angeordnet, haben schwarze Knöpfe mit blau beleuchteten Markierungsstrichen, die auch bei schummrigen Lichtverhältnissen noch gut zu erkennen sind. Wen das stören sollte, kann die Regler-LEDs mit einem stirnseitigen Schalter deaktivieren.
Neben den Potis gibt es noch einen Mini-Kippschalter, mit dem die Wellen-form angewählt wird, es stehen Sinus und Dreieck zur Auswahl. In der unteren Hälfte sind wie gewohnt die Fußschalter angebracht, mit dem linken wird der Effekt aktiviert, mit dem rechten kann zwischen Slow- und Fast-Mode umgeschaltet werden. Neben der großen Status-LED gibt es beim Bubbler noch weitere LEDs, die der optischen Anzeige der Effektgeschwindigkeit dienen und im Tempo blinken.

Der Bubbler ist komplett analog aufgebaut und mit einer True-Bypass-Schaltung ausgestattet. Allerdings zeigt sich die Stromaufnahme nicht unbedingt analog-bescheiden, sie liegt bei 86 mA mit aktiven Regler-LEDs und bei 72 mA ohne. Gespeist wird unser Testkandidat deshalb auch mit 9 Volt aus einem optionalen Netzteil, das an der Stirnseite angeschlossen wird, Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen. Das Gitarrensignal findet rechts Eingang ins Pedal und über zwei Buchsen geht es an der linken Seite in Richtung Verstärker - der Chorus-Effekt kann in Stereo ausgegeben werden.

Bedienung

Beim Fender Bubbler sind die Standard-Parameter zum Einstellen des Chorus-Effekts am Start: Speed regelt das Modulationstempo und mit Depth wird die Modulationstiefe, also der "Verstimmungsgrad" des Effekts bestimmt. Beide Regler gibt es doppelt und so können mit dem Slow/Fast-Schalter zwei unterschiedliche Grundsounds abgerufen werden. Sind die Potis der beiden Modes gleich positioniert, klingen sie auch gleich, weshalb die Bezeichnung Slow/Fast nicht ganz so ernst zu nehmen ist. Man kann nämlich nicht nur unterschiedliche Modulationstempi voreinstellen, sondern beispielsweise auch zwei Sounds mit gleichem Tempo, aber unterschiedlicher Effekttiefe. Deshalb wäre eine Bezeichnung mit Setting A und Setting B viel logischer, weil beide Voreinstellungen die exakt gleichen Parameter zur Verfügung stellen.

Die Wellenform wird per Kippschalter ausgewählt und mit dem Level-Regler das Mischungsverhältnis zwischen Direkt- und Effektsignal eingestellt. Das alles bewegt sich im gewohnten Standard-Bereich für Chorus-Effekte, aber mit dem nächsten Parameter hat der Bubbler noch etwas Besonderes in petto, das man bei einem Chorus-Effekt eher selten antrifft: Mit dem Sens-Regler wird die Anschlagsempfindlichkeit eingestellt, der Effekt reagiert nämlich dynamisch auf die Signalstärke, die am Pedal ankommt. Und zwar kann hier zwischen den beiden Einstellungen Setting A (Slow) und Setting B (Fast) per Anschlag gewechselt werden. Bei hartem Anschlag ist Setting B am Start, und wenn der eingestellte Schwellwert unterschritten wird, klingt Setting A, je nach Einstellung schnell oder langsam. Das Ganze wird langsam übergeblendet, sodass der Wechsel sehr natürlich klingt. Wie sich das genau anhört, erfahrt ihr gleich im Praxisteil.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • solides Gehäuse
  • zwei umschaltbare Grundsounds
  • Umschalten per Anschlagsdynamik

  • weniger transparent bei intensiverer Modulation
  • Grundrauschen bei höherem Effekt-Level

Gehört zu dieser Serie

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