Gitarre Hersteller_Fender
Test
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03.12.2019

Praxis

Unser Testmodell wurde sehr gut eingestellt, offenbart eine flache Saitenlage und lässt sich demzufolge einfach bespielen. Dabei gibt es sich absolut stimmstabil. Meiner Meinung nach würde dieser Fender dennoch ab Werk zumindest auf den Basssaiten eine etwas höhere Saitenstärke gut stehen.
Ansonsten liegt der schlanke Hals gut in der Hand und sorgt bei mir mit seiner Hochglanzlackierung für ein angenehmes Spielgefühl. Besonders beim Thema Halslackierung scheiden sich allerdings bekanntlich die Geister. Hier hilft also nur ein persönlicher Test. Akustisch gespielt präsentiert sich die Vintera Telecaster Deluxe dann als Paradebeispiel für den Sound, den man mit Erle-Bodys und geschraubten Hälsen verbindet, und spricht absolut knackig und spritzig an. So soll es sein!
Etwas zu meckern gibt es allerdings auch: Die großen Amp-Potis liegen stellenweise etwas auf und laufen demzufolge schwergängig. Hier könnte man noch einmal nachbessern.

Für die heutigen Aufnahmen stehen ein PRS Sonzera 20 Amp sowie verschiedene Zerrpedale bereit. Das Amp-Signal geht an einen 1x 12 Celestion G12 Greenback-Speaker, der mit einem SM57 und einem Beyerdynamic M160 mikrofoniert wird.

Wir starten mit einer schlichten Bestandsaufnahme der Pickups. Beginnend mit dem Halstonabnehmer spiele ich das folgende Akkord-Picking in allen drei Pickup-Einstellungen.

Interessant! Ich hatte bei einer E-Gitarre dieser Bauweise noch mehr Spritzigkeit erwartet. Mein erster Eindruck war sogar, dass die Pickups im Höhenbild etwas dunkler abgestimmt wurden. Wie sich dann aber nach einem Vergleich mit anderen Gitarren zeigt, ist dies nicht der Fall. Der Gesamtsound ist sogar für Humbucker recht glockig und der Halstonabnehmer demzufolge weniger warm und rund als bei manch anderem Modell. Aber auch wenn wir es mit der Bauweise einer Telecaster zu tun haben, prägen die Pickups natürlich dennoch das Endergebnis sehr entscheidend. Möchte man noch etwas mehr Frische im Sound, lässt sich dies sehr gut mit der EQ-Kontrolle am Amp bewerkstelligen.

Nachdem ich noch ein wenig im Clean-Channel des Amps gespielt und mich mit dem Klang der Gitarre vertraut gemacht habe, kann ich auf jeden Fall sagen, dass sich mit dem Grundsound des Instruments sehr schöne und transparente Ergebnisse erzielen lassen. Aber hört selbst:

Dass die Fender Vintera Telecaster Deluxe rocken kann, ließ sich bei der Tonabnehmer-Bestückung schon vorab erahnen und bestätigt sich dann absolut.
Die Gitarre überzeugt hier ebenfalls mit satten Sounds, die mir mit mehr Gain besonders gut gefallen. Charmant finde ich außerdem den mittigen Ton, der sich beim Zudrehen des Tone-Potis am Steg-Pickup ergibt.
Hier kommen noch drei weitere Hörbeispiele.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • saubere Verarbeitung
  • sehr gute Werkeinstellung
  • einfache Bespielbarkeit
  • flexibler Sound der Pickups

  • Potis laufen stellenweise schwergängig

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