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Test
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19.10.2020

Futucraft Kairatune Test

Freeware Software Synthesizer für Windows und macOS

Futucraft ist quasi das One-Hit-Wonder unter den Software-Entwicklern, denn Kairatune ist das einzige Instrument dieser Marke, und die erste Version des Synthesizers ist auch schon eine ganze Weile verfügbar.

In unserem Freeware Software Synths und Plugins Special geht es aber nicht vorrangig um das Alter eines Plugins, sondern wie gut es ist. Deshalb haben wir uns Kairatune genauer angeschaut.

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Details & Praxis

Allgemeines

Kairatune gibt es für Windows im VST-Format, in 32 und 64 Bit, Versionsbeschränkungen werden keine angegeben. Für macOS bekommt man das Plugin in den Formten AU und VST, allerdings nur in 64 Bit. Dafür ist selbst die Funktionalität für macOS Catalina sichergestellt.

Auf der Seite des Herstellers kann der Synthesizer direkt heruntergeladen werden. Im Fall von Windows entfällt die Installation, die dll-Datei muss lediglich in den VST-Ordner der bevorzugten DAW kopiert werden. 

Konzept und GUI

Der Freeware-Synth besteht aus mehreren Modulen, Ausgangspunkt ist dabei wie immer ein Oszillator, oder eigentlich zwei, denn Kairatune verfügt noch über einen zusätzlichen Sub-Oszillator. Es stehen außerdem zwei Wellenformen und die Möglichkeit zur Verfügung, diese stufenlos miteinander zu mischen. Und über die Mix-Funktion können bis zu vier weitere Klangerzeuger mit ähnlichen Charakteristika dem Signal beigemischt werden. Das verrät uns zumindest das Manual und die Hilfefunktion, die erscheint, sobald man mit der Maus über eine Sektion des GUIs fährt. Näher ausgeführt wird das leider nicht.  

Des Weiteren bietet Kairatune einen LFO, einen Low-Pass- und einen High-Pass-Filter, über die Amp-Sektion eine Hüllkurve und ein Pitch-Modul. In der Signalkette folgen dann ein Delay mit Tempo-Sync, ein EQ, ein Phaser und zum Schluss die Master-Sektion. Es sind über 250 Presets mit an Bord, eigene können in Version 1.2.4. nicht mehr direkt abgespeichert werden. Erstellt man neue Sounds, lassen diese sich allerdings etwas umständlich ex- und dann wieder importieren.

Sound

Viele Presets klingen gut, clean und kraftvoll, sie lassen erahnen, wozu Kairatune in der Lage ist und welche Art von Sounds man damit programmieren kann. So gut wie alle der 250 Presets passen dabei in die verschiedenen Stilistiken der elektronischen Musik. Die folgenden Mini-Tracks bestehen aus ein bis drei Spuren und mehreren Instanzen von Kairatune.

Fazit

Kairatune von Futucraft hat schon ein paar Tage auf dem Buckel, klanglich überzeugt er allerdings immer noch; die Sounds sind meist sehr kräftig und durchsetzungsfähig. Das Instrument und auch die Presets sind eindeutig auf elektronische Musik ausgelegt, Schlager- oder Hip-Hop-Produzenten dürften nicht allzu viele brauchbare Sounds darin finden.:) Aber selbst für Serum-User kann Kairatune interessant sein, einfach zur Abwechslung beim Sound-Design, schließlich kostet das Plugin nichts!

  • Pro
  • kräftige und durchsetzungsfähige Sounds
  • perfekt für EDM und Co.
  • mehr als 250 Presets
  • Contra
  • eigene Presets müssen umständlich exportiert werden
  • Features
  • ein Oszillator + ein Sub-Oszillator
  • ein LFO
  • ein HPF + ein LPF
  • drei Effekte
  • mehr als 250 Presets
  • Preis
  • Futucraft Kairatune: kostenlos
Veröffentlicht am 19.10.2020

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • kräftige und durchsetzungsfähige Sounds
  • perfekt für EDM und Co.
  • mehr als 250 Presets

  • eigene Presets müssen umständlich exportiert werden

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