Gitarre Hersteller_Gibson
Test
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18.01.2021

Gibson Slash Les Paul Standard Vermillion Burst Test

E-Gitarre

Des Meisters Werkzeug

Die Gibson Slash Les Paul Standard ist Teil der Slash Collection und damit einer komplette Reihe an Slash Signature-Instrumenten, bestehend aus diversen E- und Akustikgitarren. Bei den E-Gitarren handelt es sich selbstverständlich um Les Paul-Modelle, von denen heute die Gibson Slash Les Paul Standard in der limitierten Vermillion Burst-Version zu Gast ist.
Die Les Paul Standards aus der Slash-Collection unterscheiden sich lediglich in der Optik – Hölzer, Pickups und Hardware sind identisch. Preislich liegen die Instrumente zum Zeitpunkt des Tests zwischen knapp 2600 und 2900 Euro, wobei sich unsere Kandidatin im unteren Bereich dieser Preiskategorie befindet. Was sie alles auf dem Kasten hat, soll der folgende Test zeigen.

Details

Lieferumfang

Bei den Gibson Les Pauls aus der Slash Collection wird nicht gespart und der Kunde erhält zusammen mit der Gitarre diverse Zugaben. Das Wichtigste ist natürlich der solide und mit braunem Kunstleder überzogene Koffer, der innen weich ausgeschlagen ist, um das gute Stück vor Kratzern und Beschädigungen beim Transport zu schützen. Im Koffer finden sich darüber hinaus ein Gurt, Strap Locks, Werkzeug, Poliertücher, ein Pickguard in Schwarz sowie ein Dunlop Slash Tortex Pick-Set. Alles in allem eine sehr gute Grundausstattung.

Korpus

Die Gitarre ist eine Les Paul Standard, also werden hier selbstverständlich keine Experimente gemacht und halbe Sachen schon gar nicht. Und das merkt man, wenn man die Gitarre aus dem Koffer hebt, denn hier werden satte 4,2 kg abgehangene Les Paul mit Mahagoni-Korpus und einer AAA-Ahorndecke angeboten. Arbeiten in Richtung Weight Relief wurden keine vorgenommen, denn der Meister steht auf kräftige Paulas, bei denen man etwas in der Hand hat und die deshalb auch durchaus ein paar Gramm mehr wiegen dürfen. Es handelt sich also um das typische Singlecut Les Paul-Shaping in alter Tradition inklusive verleimtem Hals. Das Vermillion Burst Finish (Gloss) der Decke kommt in einem satten Rot (Zinnoberrot), wird zu den Korpusrändern hin immer dunkler und schließt an der Zarge mit einem cremefarbenen Binding ab. Korpus- und Halsrückseite sind transparent einfarbig lackiert, die Maserung scheint also durch. 

Auf der Decke tummeln sich die üblichen Bekannten für den satten Rock’n’Roll-Ton in der bekannten Aufstellung: Zwei Humbucker-Pickups, vier Regler und ein Kippschalter beherrschen die Elektrik, dazu kommt eine ABR-1 Tune-O-Matic Bridge mit Stop Tailpiece. Die Brücke verfügt über sechs einzeln in der Länge (Oktavreinheit) verstellbare Reiter, die Höhe der kompletten Brücke kann über die zwei seitlich positionierten Rändelschrauben verstellt werden. Die Möglichkeit, einen Schlitzschraubenzieher für das Justieren der Höhe ein-zusetzen, gibt es leider nicht. An den Zargen sind an der gewohnten Position die Gurtpins und die Anschlussbuchse montiert.

Hals

Der eingeleimte Hals besteht aus Mahagoni und kommt mit dem etwas dickeren 50s Vintage Profil, man hat also immer eine ordentliche Portion Holz in der Hand. Das Griffbrett ist aus Palisander gefertigt, selbstverständlich aus zertifiziertem Anbau, und mit 22 sauber eingearbeiteten Medium Jumbo Frets bestückt. Zur Orientierung gibt es Trapez-Inlays (Acrylic Traps) auf dem Griffbrett und schwarze Punkteinlagen auf der cremefarbenen Seitenleiste des Halses. Die Mensur misst 628 mm und der Hals verbindet sich mit dem Korpus am 16. Bund, wobei die hohen Lagen dank Cutaway gut zu erreichen sind. Am anderen Ende laufen die Saiten über einen Graphtech Sattel (creme) zu den Mechaniken, die an beiden Seiten der Kopfplatte angebracht sind. Hierbei handelt es sich um Vintage Keystone Tuner, die für einen sauberen Stimmvorgang ohne Hänger und tote Punkte sorgen. Auf der schwarz lackierten Kopfplatte finden wir oben das Gib-son Logo und darunter die Modellbezeichnung, am Übergang zum Hals befindet sich die glockenförmige Abdeckung zum Halsstellstab mit der Signatur von Slash. Und schließlich trägt die Rückseite der Kopfplatte noch die typische Totenkopf-Zylinder-Grafik von Slash.

Pickups

Die Slash Les Paul Standard kommt mit zwei Custom Burstbucker Pickups mit Alnico II Magneten, in schwarzer Optik mit sichtbaren Pole-Pieces, ohne Kappen und in einem schwarzen Rahmen befestigt. In der Höhe können die Tonabnehmer mit zwei Schrauben verstellt werden, angewählt werden sie über den schon erwähnten Dreiweg-Kippschalter, der die Pickups einzeln oder in der mittleren Position zusammen aktiviert. Wie üblich bei Les Pauls hat jeder Tonabnehmer seinen eigenen Lautstärke- und Tonregler. Die komplette Schaltung ist laut Hersteller handverdrahtet und mit Orange Drop Kondensatoren bestückt.

Video

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • authentischer LP-Sound
  • langes Sustain
  • sehr gute Klangübertragung Pickups
  • leistungsstarke Pickups - gut für satte Zerrsounds
  • perfekter Regelweg der Tone-Potis
  • kräftiger 50s Vintage-Hals
  • gute Werkseinstellung
  • reichhaltiges Zubehör

  • keins

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