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08.07.2020

Joe Porcaro stirbt im Alter von 90 Jahren

Der Name Porcaro dürfte den meisten Drummern wohlbekannt sein, denn der Einfluss, den Jeff Porcaro, ehemals Drummer von Toto und 1992 im Alter von gerade mal 38 Jahren verstorben, bis heute auf Schlagzeuger/innen aus aller Welt ausübt, ist nach wie vor enorm. Nirgends trifft das Sprichwort vom Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, besser zu als in der Familie Porcaro, denn alle drei Söhne (neben Jeff sind das noch Mike, verstorben im Jahr 2015, und Steve, beide ebenfalls Mitglieder von Toto) traten in die Fußstapfen ihres Vaters Joseph bzw. Joe, der sich bereits in jungen Jahren voll und ganz der Musik verschrieben hat und als Musiker ebenso erfolgreich wurde wie als Schlagzeuglehrer. 

Joe Porcaro spielte als Schlagzeuger, Percussionist und Vibraphonist mit vielen Größen des Jazz wie Tommy Dorsey, Chet Baker und Stan Getz. Seine Vielseitigkeit als Sessiondrummer führte ihn darüber hinaus auch mit Frank Sinatra und Sarah Vaughan sowie Künstler/innen und Bands aus dem Rockgenre zusammen, darunter neben den Rolling Stones und Joe Cocker auch Pink Floyd, deren Song "Bring The Boys Back Home" vom "The Wall"-Album Joe mit seinem Snaredrumspiel veredelte. Auch seine Söhne luden ihn oft für ihre Alben ins Studio ein, so spielte Joe das charakteristische Marimbapattern auf Toto's Welthit "Africa". Neben den über 100 Alben, auf denen Joe zu hören ist, wurde er auch als Sessionmusiker für zahlreiche Filme und Fernsehserien gebucht. Aus seiner Tätigkeit als Educator und Schlagzeuglehrer stammen die Bücher "Joe Porcaro's Drumset Method" und "Groovin' With The Odd Times", zudem war er an der Gründung des Percussion Institute Of Technology sowie der Los Angeles Music Academy beteiligt.

Joe Porcaro hinterlässt seine Frau Eileen, seinen Sohn Steve und die Tochter Joleen.

Im folgenden Video ist Joe im Interview mit Dom Famularo zu sehen:

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