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Test
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23.01.2020

Kawai CA 99 und CA 79 Test Preview

Digitalpianos

Die neue Digitalpiano-Generation von Kawai

Digitalpianos von Kawai erfreuen sich einer konstanten Beliebtheit – auch und gerade, weil der Hersteller seine Kompetenz aus dem klassischen Klavierbau mitbringt und daher über ein entsprechendes Knowhow im Design hochwertiger Klaviaturen verfügt. In dieser Traditionslinie steht auch die „Grand Feel“-Mechanik, die bei den hier getesteten Modellen der „Concert Artist“-Serie in der nun dritten Version vorliegt. Damit das Gespielte auch wohlklingend ans Ohr gelangt, kooperieren Kawai schon seit Jahren mit dem Hifi-Spezialisten Onkyo, der sich um die Verstärker-Schaltung und das Soundprocessing kümmert. Entsprechend erwartungsvoll haben wir die beiden zur NAMM 2020 vorgestellten Digitalpianos CA 99 und CA 79 einem Kurztest unterzogen, für die uns Vorserienmodelle zur Verfügung standen.

Details

CA 99 und CA 79 sind die logischen Weiterentwicklungen der 2017er Modelle CA 98 und CA 78. Geblieben sind beiden Modellen die Bedienung über ein grafisches 5-Zoll-Farb-Touch-Display, die Klangerzeugung, die auf einer Mischung aus Samples und dynamischem Resonanz-Rendering (verbessertes SK-EX Multi Channel Rendering und Harmonic Imaging) basiert und natürlich eine hochwertige Tastatur, die über einen Echtholz-Kern verfügt und länger ist, als bei den meisten Digitalpianos im Markt. Die Tastatur wurde im Vergleich zur Vorgänger-Ausführung noch weiter verbessert und hört jetzt auf den Namen „Grand Feel III“.

Dadurch kommt dann tatsächlich auch das physische Waagebalken-Spiel der Tasten voll zum Tragen, das durch zusätzliche Gewichte im vorderen Bereich der Tasten unterstützt wird. Beide Digitalpianos verfügen – neben den zehn virtuellen Piano-Modellen – nun auch über eine Auswahl Sample-basierter Standard-Klänge (CA 99: 90 / CA 79: 66 Klänge). Darunter: Electric Piano, Orgel, Cembalo, Streicher und Bass Klänge. Flankierend stehen beim SK-EX-Rendering zehn Ambience-Simulationen zur Verfügung und beim Harmonic Imaging XL 30 verschiedene Effektprogramme (6 Reverb, 24 Effekte). 

Seitens der Abmessungen und der gesamten Anmutung, kommt das CA 99 einem klassischen „Upright“ Piano schon sehr nahe. Man sollte allerdings darauf verzichten, Noten auf dem Deckel zu stapeln. Denn auf der Oberseite sitzen die Lautsprecher. Etwas niedriger ist das CA 79. Beide Modelle wurden einem Design-technischen „Facelift“ unterzogen und wirken nun noch etwas eleganter und wohlproportionierter. Weiterhin gibt es beide Pianos in den Varianten Schwarz, Schwarz poliert, Weiß und Rosenholz. Uns standen für diesen Test das CA 99 in der schwarzen und das CA 79 in der weißen Version zur Verfügung. 

Konnektivität

Ebenfalls bei beiden Modellen identisch ist die Anschluss-Sektion, die sich unterhalb der linken Seite der Klaviatur befindet. Dort befinden sich zwei Module: Ein kleineres, weiter vorne sitzendes, wo sich ein USB-Port zum Anschluss eines Datenträgers und zwei Kopfhörer-Ausgänge (Mini- und Standard-Stereo-Klinke, Parallelbetrieb möglich) befinden. Ein weiter hinten platziertes, zweites Modul, wo ein regelbarer Stereo-Line-In (Mini-Klinke), ein Stereo-Line Out, eine USB-To-Host-Schnittstelle (MIDI) und ein MIDI-In/Out-Duo sitzen. Daneben gibt es noch eine separate USB-Buchse, die allein der Entgegennahme von USB-Medien für Update-Vorgänge dient. Unsichtbar, aber doch vorhanden: Die Bluetooth-Funktionalität. Sie ermöglicht es gekoppelten Geräten, Audiomaterial an das Piano zu senden und stellt zudem eine bidirektionale MIDI-Kommunikation bereit.

Audiobeispiele

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