Hersteller_Korg Workshop_Folge
Workshop
3
22.02.2019

Sound 4: Synth programmieren

Common

Auch beim vierten Sound bleibt Category auf Synth, Voice Mode auf Single und KeyResponse auf dem Wert Norm. Voice Assign wird auf den Wert Poly eingestellt. Unison Voice stellt ihr diesmal auf den Wert 3, also werden die Oszillatoren sozusagen verdreifacht. Detune stellt ihr auf den Wert 10 und Spread auf den Wert 127 ein. Dadurch wird auch dieser Sound sehr breit werden.

Pitch

Die Einstellungen entsprechen nahezu denen des INIT-Sounds. Ausnahmen sind diesmal Transpose, welches einen Wert von -12 bekommt, weil ich den Sound gern etwas tiefer haben wollte. Des Weiteren wurde die Einstellung LFO2+JS+Y geändert, die nun den Wert 0 bekommt (das Vibrato über den Joystick ist also deaktiviert).

OSC1

Für diesen Sound wählt ihr bei Type diesmal Unison SAW aus. Semitone stellt ihr auf den Wert 0, Tune auf den Wert -6 und Detune auf den Wert 27 ein. Das sieht vielleicht komisch aus, aber keine Angst – das klingt schon harmonisch zum Schluss.

OSC2

Beim zweiten Oszillator wählt ihr Pulse aus und gebt Tune den Wert 6. Semitone und PulseWidth lasst ihr auf dem Wert 0.

OSC3

Auch bei diesem Sound kommt der dritte Oszillator zum Einsatz. Dazu wählt ihr bei Type Pulse aus. Semitone, Tune und PulseWidth lasst ihr auf dem Wert 0.

Mixer

OSC1 und OSC2 stellt ihr auf das Level 100 und OSC3 auf das Maximum 127 ein.

Filter

Als Filtertyp nutze ich diesmal den LPF King2. Cutoff wird auf den Wert 50 und EG1Int auf den Wert 45 eingestellt. Alle weiteren Einstellmöglichkeiten bleiben auf 0.

Amp

Das Level, Pan und KeyTrack lasst ihr auf den Standardwerten des INIT-Sounds. Beim Punch Level hingegen stellt ihr den Wert auf 20, das verleiht dem Sound ordentlich Attack.

EG1-Filter

Hier stellt ihr bei Attack und LevelVelInt den Wert 0, bei Decay den Wert 35, bei Sustain den Wert 127 und bei Release den Wert 100 ein. Bei diesem Sound habe ich die Filtermodulation über den EG1 nicht mit einem V Patch realisiert, sondern über den Parameter EG1Int in der Filtersektion. Ihr braucht also kein V Patch zu opfern um den Cutoff mit einer Hüllkurve zu steuern, aber ich zeige gern mehrere Möglichkeiten auf.

EG2-Amp

Beim EG2-Amp stellt ihr bei Attack den Wert auf 2, bei Decay den Wert auf 30, bei Sustain den Wert auf 100 und bei Release den Wert auf 85 ein. LevelVelInt lasst ihr auf dem Wert 0.

LFO1 / LFO 2

Beide LFOs lasst ihr auf den Standardwerten des INIT-Sounds.

Virtual Patch

V Patch 1
Ich möchte diesmal die Resonance mit dem Joystick beeinflussen. Dazu route ich JS+Y als Quelle auf das Ziel: Resonance. Dabei stelle ich Int auf den Wert 12.

V Patch 2
Da mir das nicht genügt, möchte ich zusätzlich den Cutoff mit derselben Joytsickrichtung beeinflussen. Dazu route ich JS+Y als Quelle auf das Ziel: Cutoff mit dem Wert 63 bei Int. Nun werden mit dem Betätigen des Joystick in positiver Y-Richtung gleichzeitig der Cutoff und die Resonance erhöht.

V Patch 3
Zusätzlich soll durch die Betätigung des Joysticks in negativer Y-Richtung der Cutoff verringert werden. Dazu route ich JS-Y auf Cutoff mit dem Wert -42.

Effektsektion

Auf PreFX wird auch bei diesem Sound verzcihtet. Bei ModFX habe ich Phaser gewählt. Allerdings sind Depth und Speed nur minimal mit jeweils dem Wert 2 eingestellt. In der Kategorie Rev/Delay stelle ich noch einen Hall ein. Depth bekommt den Wert 10 und Time den Wert 40

Schlusswort

Mit dem Korg KingKORG kann man auf jeden Fall Spaß haben. Seine üppige Ausstattung bietet vielfältige Möglichkeiten zur Soundgestaltung, allerdings ist der 61-Taster nichts für's Handgepäck. Die Handhabung und Umsetzung sind gut konzipiert und anwenderorientiert. Bei aktuellen Clubsounds fühlt sich der KingKORG richtig wohl und die Stilrichtung ist ihm dabei völlig egal. Wobbelnde Bässe für Drum & Bass und Dubstep lassen sich genauso gut wie schöne Stabs für Electro oder House erstellen. Die Engine liefert einen satten und kräftigen Sound, was auch in den relativ breit gefächerten Presetsounds deutlich wird. Ich lege euch trotzdem ans Herz mit diesem Synth herumzuexperimentieren und eure eigenen Sounds zu kreieren. Es steckt wirklich viel in dieser "Kiste" – weitaus mehr, als ich in diesem Workshop zeigen konnte.

Das kostenlose Sound-Set 'KingKORG Analog ICONS' steht euch obendrein zur Verfügung.

Analog ICONS ist eine Kollektion an Sounds, die von Künstlern von KORG UK und ihren eigenen In-House-Programmierern erstellt wurde. Der Datensatz umfasst eine reichhaltige Klangpalette über viele Musikgenres hinweg, einschließlich der Wiedergabe von Signatursounds klassischer Songs aus den letzten Jahrzehnten. Ebenfalls enthalten sind Rekonstruktionen ikonischer analoger Synthesizersounds aus der Vergangenheit sowie Soundeffekte, die sorgfältig erstellt wurden und für eure eigenen Musikproduktionen bereit sind.

Hinweis

Die 71 Bonus-Programme werden in den User-Speicherbereich „201-271“ geladen. Die Werksdaten werden auf „001-200“ und die leeren Daten auf „272-300“ geladen. Stellt vor dem Laden des Datensatzes (.kklib) sicher, dass ihr eure Daten des KingKORG gesichert habt, da diese sonst mit den neuen Programmen überschrieben werden.

Verwendet die KingKORG Sound Librarian-Software, um die Programme zu installieren!

 

KingKORG Analog ICONS kann hier heruntergeladen werden

 

 

 

Veröffentlicht am 22.02.2019

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