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Test
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10.09.2016

Korg nanoKey Studio Test

Das Korg nanoKey Studio ist die konsequente Fortsetzung der äußerst kompakten nanoKey MIDI-Controller-Serie. Die ursprünglich aus drei Geräten bestehende Serie wurde nun um nanoKey Studio und nanoKontrol Studio erweitert. Die neuen Studiovarianten bieten nicht nur mehr Controller, sondern haben – wie auch das microKey Air Keyboard – sogar Bluetooth im Gepäck! Kabelloses musizieren für die Computer-Fraktion!

 

Details

Kabellos an Mac, iOS und PC

Das Korg nanoKey Studio ist ein kompaktes USB-MIDI-Keyboard mit einigen Raffinessen bei einem Gewicht von gerade einmal 490 g inklusive Batterien. Der Keyboard-Controller ist mit 278 mm so breit wie eine Standardtastatur ohne Ziffernblock und mit 33 mm nicht höher als eine flache Hand. Nach hinten messen die nanoKeys 160 mm. Das Keyboard bietet allerlei Spielhilfen und ist mit Bluetooth ausgestattet, sodass es dank Batteriebetrieb mobil und kabellos einsetzbar ist.

Bluetooth ist ein wunderbares Protokoll für die MIDI-Kommunikation mit dem Apple Mac und allen iOS-Geräten. Die Einrichtung ist denkbar einfach und im Nu erledigt, mehr dazu im Praxisteil. Für Windows ist BLE (so der Fachbegriff) nur mit proprietären Treibern möglich. Im Folgenden wollen wir uns zuerst den einzelnen Controller-Sektionen widmen.

Reichlich Controller-Variation

Beginnen wir oben links: Hier sind acht Potis platziert. Der Abstand zueinander ist okay und die Griffigkeit gewährleistet. Darunter liegen sechs gummierte Taster, genau wie auf der rechten Seite unter den acht Drumpads. Auch diese sind gummiert und weiß beleuchtet. Sie übernehmen vielfältige Funktionen, angefangen bei der Klaviatur-Transponierung über die Haltefunktion (Sustain) bis hin zu den drei Touchpad-Modi (Touch Scale, X-Y, Pitch/Mod).

Classic KAOSS Pad

In der Mitte sitzt das bekannte Touchpad, das Korgs KAOSS Pad zu Ruhm verhalf. Es handelt sich um eine druckempfindliche Fläche, welche bis zu zwei CCs, jeweils für die X- und Y-Achse, ausgibt.

Multitouchfähig ist das Pad allerdings nicht. Dafür hat Korg gleich drei Betriebsmodi vorgesehen. Umgeschaltet wird mit den bereits erwähnten Tastern, die bei Auswahl entsprechend leuchten. X-Y sendet einfach zwei definierbare Controller pro Achse. Ein Druck auf Touch Scale verwandet das Pad in eine Miniklaviatur, sodass bei Slides in X-Richtung Notenwerte der eingestellten Skala ausgegeben werden. Pitch/Mod - wer hätte das gedacht - verwandelt die Achsen in einen Pitchbend- und Modulationsrad. Drei Fliegen mit einer Klappe sozusagen.

Triggerfinger itching

In der rechten Ecke tummeln sich acht druckempfindliche Drum-Pads, die neben dem Spiel von Noten und Akkorden dank Shift-Funktionen auch einige Konfigurationsmöglichkeiten bieten, vor allem für den Arpeggiator und die Scales.

Klaviatur oder Tastatur

Den prominentesten Teil nimmt die Klaviatur ein. Es handelt sich um 24 einzelne, beleuchtete Tasten, die anschlagsempfindlich, jedoch nicht aftertouchfähig sind. Das Spielgefühl ist gewöhnungsbedürftig und nicht allzu elegant, aber dafür ist die Kiste auch keine zwei Zentimeter hoch! Doch zum Einklopfen von Synthlines in die DAW reicht es allemal, zumal es reichlich Spielhilfen gibt.

Wer hilft mir?

Zu den Spielhilfen gehören ein intern und (eingeschränkt) extern synchronisierbarer Arpeggiator sowie ein Scale-Mode, der den Notenvorrat des Touchpads entsprechend der ausgewählten Skala eingrenzt oder mit Hilfe der Funktion „Scale Guide“ durch Beleuchtung der Klaviatur hervorhebt. Falsche Töne spielen wird so nahezu unmöglich!

Der Arpeggiator lässt sich vielfältig konfigurieren, um für Abwechslung und Dynamik zu sorgen. Über Pads und Shift Button legen wir zunächst fest, ob die Noten aufwärts (Up), abwärts (Down), auf und ab (Alt), zufällig (Random) oder gleichzeitig (Trigger) gespielt werden. Den Auf- und Ab-Modus gibt es in zwei Varianten, bei der ersten werden der jeweils oberste und unterste Ton einmal gespielt, bei der zweiten wiederholt. Weiter geht es bei der „Arp Range“, die bestimmt, ob sich das Arpeggio in einer oder bis zu vier Oktaven bewegt.

 

 

Ferner gibt es 15 Rhythmusvariationen, die man mittels Shift- und Gate-Type-Buttons auswählt. Eine Übersicht findet ihr im Manual. Ob das Pattern beim Drücken einer neuen Note von dieser aus startet oder regulär weiterspielt, wo es gestoppt wurde, regelt ihr mittels der Shift-Funktion „Key Sync“. Man kann den Arpeggiator auch „latchen“, das heißt, er spielt weiter, ohne die Noten gedrückt halten zu müssen.

Aktiviert man das „Chord Pad“-Feature, verwandeln sich die Trigger-Pads in Akkordknöpfe, die je nach Skala und Grundton passende Akkorde spielen.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Äußerst kompakt
  • intuitive Bedienung
  • Bluetooth-fähig
  • iOS-kompatibel
  • viele Kontrollfunktionen

  • Keine externe MIDI-Clock im Bluetooth-Betrieb möglich
  • empfindlicher Micro-USB-Anschluss

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