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11.01.2021

M-Audio M-Track Solo & M-Track Duo Test

USB-Audio-Interfaces

Welches darf's denn sein?

Mit den M-Track Solo und M-Track Duo stellt M-Audio zwei Einsteiger-freundliche USB-Interfaces vor. Das ursprüngliche M-Audio Duo war 2002 eins der ersten kleinen USB-Interfaces auf dem Markt. Die geistigen Ur-Ur-Enkel M-Track Solo und Duo kommen mit ähnlicher Kanalkonfiguration, aber mit USB-2.0 und einem modernen Gewand, das an das M-Track Eight angelehnt ist. Können sich die M-Tracks gegen die starke Konkurrenz im Einsteigersegment durchsetzen?

Details

Aufbau

M-Audio M-Track Solo und Duo sind klassische USB-Interfaces mit je zwei Eingangskanälen. Beim M-Track Duo sind beide Kanäle identisch. Sie verfügen je über eine Kombi-Buchse für Klinke und XLR und können Mikrofon-, Line- und Instrumentensignale verarbeiten. Ob das Eingangssignal Line oder Instrument ist, wird per frontseitigem Schiebeschalter gewählt. Beim M-Track Duo muss man auf etwas Flexibilität verzichten, denn der erste Kanal besitzt zwar auch die besagte Kombi-Buchse, kann jedoch nichts mit Instrumentensignalen anfangen, während Kanal zwei eine Klinkenbuchse aufweist und sich entsprechend nur mit Line- und Instrumentensignalen versteht.

Phantomspeisung wird bei beiden Interfaces ebenfalls per Schieberegler aktiviert und deaktiviert. Rechts davon folgt die Kopfhörer-Abteilung, die beim Duo ebenfalls etwas üppiger ausfällt. Hier gibt es einen 6,3mm-Klinkenausgang, getrennte Level-Regler für Monitore und Kopfhörer und einen Direct-Monitoring-Wahlschalter. Beim M-Track Solo muss man sich mit einem Level-Regler für Kopfhörer und Monitore zusammen begnügen, der Ausgang ist eine Mini-Klinkenbuchse und das Direct-Monitoring ist ebenfalls nicht einstellbar.

Die bereits erwähnten Level-Regler befinden sich übrigens auf der Oberseite der M-Audio M-Track-Interfaces. Dadurch sind sie gut zu erreichen und das Bedienfeld der Interfaces ist angenehm luftig. Auch oben sind die Gain-Regler für die Input-Kanäle untergebracht, gemeinsam mit den jeweiligen LEDs für Clipping und Signal sowie einer LED für die Phantomspeisung. Rückseitig finden sich dann noch die Anschlüsse für die Monitore, die beim M-Track Duo als Klinkenbuchsen und beim Solo als Cinch-Buchsen ausgeführt sind. Der USB-2.0 Anschluss darf natürlich auch nicht fehlen, denn beide Interfaces sind per USB-Bus-Power mit Strom zu versorgen.

Verarbeitung

Hält man die M-Audio M-Track Interfaces zum ersten mal in der Hand, überrascht zunächst das geringe Gewicht. Entgegen aktueller Trends ist das ganze Gehäuse aus Kunststoff. M-Audio beweist hier jedoch auch, dass das nicht immer schlecht sein muss. Der Hersteller hat hier gekonnt mit unterschiedlichen Texturen, matten und glänzenden Oberflächen gespielt, um ein modernes und angesichts des Preises wertiges Erscheinungsbild herzustellen. Dazu kommt, dass das Gehäuse auf seinen üppigen Gummifüßen wackel- und rutschfrei steht.

Die Regler haben einen angenehm festen Drehwiderstand und wenig Spiel. Vorsichtig sollte man mit ihnen allerdings trotzdem sein, denn ein Blick unter die Poti-Kappe bestätigt die Ahnung: Die Regler sind nicht mit dem Gehäuse verschraubt, sondern ruhen lediglich auf der Platine, wie es bei den meisten Interfaces dieser Preisklasse leider üblich ist. Von daher sollte man die Regler tunlichst vor Schlägen schützen. Die Schiebeschalter machen einen soliden Eindruck und rasten deutlich ein. Die Ein- und Ausgangsbuchsen packen fest zu und wackeln nicht.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • neutrale Preamps
  • guter DI-Sound
  • ausgewogene Wiedergabe
  • ordentliche Verarbeitung
  • geringe Latenz
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Software-Bundle

  • emeinsamer Levelregler für Line und Kopfhörer (Solo)
  • Rauschen im oberen Gain-Bereich

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