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Test
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12.09.2016

M-Audio Transit Pro Test

DA und Headphone-Amp

DSD und hohe Samplerates zum Mitnehmen

Für die Verwendung eines kleinen D/A-Wandlers mit integriertem Kopfhörerverstärker wie den M-Audio Transit Pro gibt es viele Rechtfertigungen. Die wahrscheinlich beste ist der Kopfhörerausgang eines Computer-Laptops, denn diese klingen meist „nicht so gut“. Seien wir ehrlich: Im Regelfall sind sie grottig…

Will man einen guten Sound auf die Kopfhörer bekommen, benötigt man in der Abhörkette vor allem eine ordentliche D/A-Wandlung und einen hochwertigen Kopfhörerverstärker. Wenn man dann noch den Ort variieren will, sollte das System klein und transportabel sein. Und wie immer freut man sich, wenn das entsprechende Gerät keine großen Löcher in das Portemonnaie reißt. All das scheint der Transit Pro von M-Audio mitzubringen – und noch mehr!

Details

„Mehr“ ist nicht zu viel des Guten

Sicher kann man über die Zweckmäßigkeit streiten, aber es ist schon praktisch, ein Wiedergabesystem zu besitzen, welches nicht nur die standardmäßigen Formate wiedergibt, sondern darüber hinaus. Und so erlaubt M-Audios Transit Pro die Wiedergabe von PCM-Daten mit bis zu achtfacher Samplerate, also 384 kHz. Doch damit nicht genug: Auch das Single-Bit-System DSD wird unterstützt, und zwar in einfacher und doppelter Rate, also mit 2,82 MHz Samplerate (DSD64) und 5,6 MHz (DSD128). Die verwendete Rate wird auf der Oberseite durch eine LED indiziert, verfügbar sind 44,1 und 48 kHz sowie deren übliche Vielfache sowie die beiden DSD-Formate. Eine weitere LED zeigt die Spannungsversorgung an, die über den USB-B-Port oder aber mit einem nicht mitgelieferten Netzteil erfolgt, welches die gleiche Spannung aufweisen sollte wie USB selbst, also 5 Volt.

Über USB 2.0 mit OS X und Windows beschickbar

Quasi um den Transit von Daten zum Transit Pro zu ermöglichen, ist eine USB-Verbindung notwendig. M-Audio baut dabei auf das verbreitete 2.0-Format und nutzt den asynchronen Modus. Sendeseitig muss es mindestens ein Windows-7-Rechner sein, bei dem der passende M-Audio-Treiber installiert wurde oder ein Apple Mac, auf dem das Betriebssystem OS X ab Versionsnummer 10.9 installiert ist. Der Anschluss an Mobilgeräte wird offiziell nicht unterstützt.

Ausgänge: Mehr als man denkt!

Ausgänge gibt es zwei. Oder drei, ja sogar vier, je nachdem, wie man zählt. Kopfhörer können entweder an die 3,5mm- oder die 6,3mm-Buchse angeschlossen werden. Das ist für die Besitzer von Kopfhörern mit fest verbauten großen Klinken ein Segen. M-Audio nennt Kopfhörer bis zu einer Impedanz von 600 Ohm „kompatibel“, gibt jedoch keine expliziten Leistungsdaten an.

Ein weiterer Output versteckt sich auf der Rückseite. Und eigentlich sind es zwei in einem, denn über die 3,5mm-Buchse können sowohl analoge Signale als auch digitale gekabelt werden. Letzteres geschieht per Lightpipe im S/PDIF-Format, dann spezifikationsbedingt nur PCM bis 192 kHz.

Geringer Klirr

Im stabilen, kleinen und 180 Gramm schweren Metallgehäuse arbeitet eine Elektronik, die bis zu 112 Dezibel Dynamikumfang erlaubt und wenig zerrt: Der Anteil an Verzerrungen und Rauschen liegt laut Manual bei 0,003% des Gesamtsignals.  

Pro & Contra

  • kompakt
  • 3,5- und 6,3mm-Klinkenausgang
  • neutraler Klang
  • kraftvoll genug

  • dürfte in den Höhen besser auflösen

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