Hersteller_Numark
Test
5
06.03.2012

PRAXIS

In Anbetracht seiner Maße von 480 x 175 x 95 Millimetern besitzt der Numark C1 eine recht überschaubare Anzahl an Bedienelementen, daher fällt das Layout des Gerätes klar und übersichtlich aus. Dennoch gibt es ein paar kleinere Kritikpunkte. Während die Flachbahnregler selbst einen großzügigen Abstand untereinander haben, wurden die Cue-Tasten leider relativ ungünstig platziert. Mit nur etwa einem Zentimeter Abstand liegen sie in unmittelbarer Nähe der Channelfader und des Crossfaders. Besonders bei schnelleren Manövern können sie dort schon einmal den Fingern des Anwenders in die Quere kommen. Weiterhin muss erwähnt werden, dass die horizontale Ausrichtung der Kippschalter etwas störend ist. Bewege ich einen der Flachbahnregler etwas schneller oder unachtsamer nach oben, laufe ich Gefahr die Eingangsquelle des jeweiligen Kanals versehentlich um- oder auszuschalten. Praktisch indes ist die Möglichkeit die Phono-Inputs per Umschalter auch für Line-Quellen nutzbar zu machen. Das macht gerade in Zeiten zunehmend digitaler Musik-Medien sehr viel Sinn.

Die Phono-Vorverstärker des Gerätes legen eine erstaunlich gute Qualität an den Tag. Transparente Bässe und angenehme Höhen sorgen für einen ziemlich druckvollen Gesamt-Sound. Hier gehen die Daumen definitiv nach oben! Nicht ganz so überzeugend, aber für mich dennoch absolut zufriedenstellend ist das ziemlich ausgeglichene Bild des Mikrofonkanals. Der Zweiband-EQ ist passend abgestimmt und erweist sich daher als gutes Tool zur klanglichen Anpassung der Stimme. 

Am Master-Ausgang steht ein solides Signal mit genügend Leistungsreserven bereit. So bleibt der Mixer auch im oberen Aussteuerungsbereich recht zerrarm. Mein Urteil über den Fünfband-EQ fällt leider nicht in vollem Umfang zufriedenstellend aus, denn er greift mir zum einen etwas zu indirekt ins klangliche Geschehen ein (Stichwort Flankensteilheit). Zum anderen ist die Aufteilung der einzelnen Frequenzbänder nicht optimal gewählt. So gibt es etwa zwischen den Bändern 4 kHz und 16 kHz keine Möglichkeit in den Sound einzugreifen. 

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • Günstiger Preis
  • Klares & übersichtliches Layout
  • Gut klingende Phono-Preamps
  • Guter Mikrofon-EQ
  • Solide Verarbeitung
  • Phono-Eingänge auch für Line-Signale nutzbar

  • Backpanel nicht vertieft (Platzproblem bei Rack-Montage)
  • Cue-Tasten liegen ungünstig
  • Equalizer nicht effektiv genug
  • Buchse für Netzkabel sitzt etwas locker

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