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07.09.2017

Preview: Maschine MK3 und Native Instruments Komplete Kontrol MK2

Pünktlich zum kalendarischen Ende des Sommers, wenn man sich wieder guten Gewissens im Studio einschließen und an neuen Tracks frickeln kann, bringen Native Instruments ein Update ihrer Maschine- und Komplete Kontrol-Serie. Wir hatten Gelegenheit, uns die Neuankömmlinge schon mal anzuschauen. Hier zunächst einmal die Features:

MASCHINE MK3

  • Das klassisch moderne Production- und Performance-System jetzt besser als je zuvor
  • Elegantes neues Design
  • Layout wurde auf Basis von umfassenden Kunden- und Künstlerbefragungen optimiert um den schnellsten und intuitivsten Workflow zu ermöglichen
  • Enthält ein professionelles 96 kHz / 24 bit-Audiointerface mit Stereo- und Mikrofon-Eingängen sowie Line- und Kopfhörerausgängen
  • Größere Pads machen Fingerdrumming noch einfacher, ohne dabei das etablierte Gefühl der MK2 zu verlieren
  • Nach Sounds suchen, Noten editieren oder Samples slicen direkt über die Hardware – via hochauflösender Farbdisplays.
  • Der Fokus bleibt voll auf der Musik und nicht beim Computer
  • Beispiellose Integration mit KOMPLETE- und Native Kontrol Standard- (NKS) Instrumenten, plus volle VST/AU Unterstützung
  • Neue dedizierte Knöpfe für häufig genutzte Funktionen wie Note Input Mode, Lock, Macro und mehr
  • 4-Dimensionaler Push Encoder macht das Browsen und Navigieren noch einfacher
  • Neuer Smart Strip für ein völlig neues Spielgefühl: Akkorde wie auf der Gitarre spielen oder MASCHINEs Perform FX steuern
  • Stromversorgung via USB oder mitgeliefertem Netzteil
  • Viele weitere Verbesserungen und Optimierungen

Preis: 599 Euro (identisch zur MK2)

Im Handel erhältlich ab 5. Oktober 2017  

KOMPLETE KONTROL S49 & S61 MK2

  • Der vollintegrierte, smarte Keyboard-Controller für alle virtuellen Instrumente
  • Elegantes neues Design für verbesserte, holistische Workflows
  • Halbgewichtete 49 & 61 Fatar-Keybeds mit Aftertouch
  • Beispiellose Integration mit KOMPLETE- und NKS-Instrumenten, plus volle VST/AU Unterstützung
  • Zwei hochauflösende Farbdisplays für einen schnellen Überblick über Instrumente, Presets, Parameter und vieles mehr
  • Light Guide mit RGB Leuchten über jeder Taste ermöglicht auf einen Blick einzelne Drum-Zellen, Key Switches, Akkorde, Skalen und vieles mehr zu erkennen
  • Gummierte Pitch- und Modwheels, dazu ein frei zuweisbarer Touch Strip für noch mehr kreative Möglichkeiten
  • 4-Dimensionaler Push Encoder für einhändiges Navigieren und Soundbrowsing
  • Verbessertes Layout mit noch mehr dedizierten Buttons für die meist genutzten Software-Features
  • Verbesserte MASCHINE-Integration sowie intuitive Transport-, Mixer- und Editcontrols für Logic, Ableton Live und GarageBand, Cubase und Nuendo kommen noch dieses Jahr

Preis: S49 599 €, S61 699 €

Im Handel erhältlich ab 5. Oktober 2017

Erster Eindruck Maschine MK3

Das vielleicht Wichtigste zuerst: Die MK3 verfügt nun über eine eigene Soundkarte (höre ich da einen Szenenapplaus, wie man ihn von Apple-Präsentationen kennt?). Es handelt sich um einen einfachen Line-In/Out plus einem zusätzlichen Mikrofon-Eingang und einem Kopfhörer-Ausgang. Damit erfüllen Native Instruments fraglos einen Herzenswunsch vieler Anwender. Die zweite offenkundige Neuerung: Auch die MK3 besitzt jetzt jene hochauflösenden Farbdisplays, die bislang nur in Maschine Studio verbaut worden sind. Überhaupt zeigt sich das gesamte Layout in einem völlig neuen Gewand. Die vielleicht deutlichste Veränderung: Die Leerräume zwischen den Pads sind kleiner geworden und die Pads damit größer – ein deutlicher Vorteil beim Finger-Drumming. Runderneuert wurde auch die frühere Master-Sektion: Hier findet sich nun an zentraler Stelle ein einzelner Rotary-Push-Encoder (in der Vorgängerversion waren hier drei Potis) nebst entsprechenden Funktionstasten. Darunter dann ein Touch-Strip, wie man ihn schon aus der Kontrol S-Serie kennt. Kontextbezogene erledigt man mit ihm verschiedenste Aufgaben – darunter Tonhöhenänderungen, Modulationen, Parameteränderungen, Noteneingabe und Arpeggien. Mit der neuen Maschine-Software sind allerdings auch komplette Lock-State-Morphings aller (!) Parameter möglich. Wir haben das bei der Präsentation ausprobiert: Es ist wirklich „abgefahren“, wenn ein Track zum Break hin, stufenlos seinen Sound ändert. Ich spekuliere mal dass das – nach den omnipräsenten Trap-Note-Repeat Hi-Hats – das nächste große Ding werden könnte.

Zurück zur Hardware: Die ganze Anmutung ist nun schlanker, moderner und deutlich eleganter. Das zeigt sich in Details, wie den nun ins Gehäuse eingelassenen Poti-Knöpfen, der neuen Typografie und der wesentlich dunkleren Optik, aber auch im Weglassen überflüssiger Erhebungen und Vertiefungen des Gehäuses. Die MK3 ist nämlich nur noch ein einziger, kantiger schwarzer Block. „Scharfkantig“ ist übrigens im Wortsinn zu verstehen, denn die Ecken sind wirklich extrem spitz – ich kann mir vorstellen, dass sie da der eine oder andere Performer auch mal schmerzhaft dran stoßen wird. Offensichtlicher springen dagegen die neuen Displays ins Blickfeld, die technisch denen der Maschine Studio entsprechen. Das heißt: Die Informationsdichte und Tiefe, die sich direkt am Gerät ablesen lässt ist deutlich gesteigert und entspricht nun dem, was wir bereits über den Workflow mit Maschine Studio berichten konnten.

Es gibt noch unzählige Neuerungen, die zu nennen wären, die behalten wir uns allerdings für den Volltest vor, den ihr hier bald lesen könnt. Unser erstes Fazit ist aber durchweg positiv: Selten hatte man bei Native Instruments so stark das Gefühl, dass hier Anwenderwünsche direkt in die Produktentwicklung eingeflossen sind. Besonders die integrierte Soundkarte dürfte bei fast allen Maschine-Usern ganz oben auf der Wunschliste gestanden haben. Erfreulich auch, dass der Preis stabil geblieben ist die MK3 den gleichen Listenpreis hat, wie die frühere MK2. Etwas schmerzlich dürfte es für Anwender sein, die gerade erst ihre MK2 erworben haben, denn die neue Version ist fraglos ein „Major-Update“ - keine Revolution, wohl aber eine Neuentwicklung, die die Art und Weise wie man mit dem Maschine Soft- und Hardware-Verbund arbeitet, deutlich verändert.

Erster Eindruck Komplete Kontrol MK2

Auch die Komplete Kontrol Keyboard Controller-Serie wurde kräftig modernisiert. Fangen wir mal von hinten an: Geblieben ist das LED Light-Guide-System und die ausgesprochen gut spielbare Fatar-Tastatur mit Aftertouch. Alles drumherum hat einen deutlichen Wandel erfahren. Offensichtlich sind hier zunächst einmal die beiden Displays, die identisch mit denen der Maschine Studio sind. Damit ist natürlich eine ungleich höhere und komplexere Informationsdichte machbar. Das bezieht sich nicht nur auf das Blättern in der Komplete-Library, sondern auch auf das Arbeiten mit DAWs, NKS-kompatiblen Plugins und VSTi-Plugins. Sie alle können nämlich mit den neuen Bedienelementen befehligen werden.

In einer ersten Demo bei Native Instruments wurde bereits vorgeführt, dass sich sowohl die Transportfunktionen wie auch der Mixer von Ableton Live über das Kontrol Keyboard steuern und die Pegelanzeige des Mixers am Keyboard visualisieren lassen. Unterstützungen von Logic Pro X, GarageBand, Cubase und Nuendo sollen bald folgen. An der Hardware selber fallen die neuen Controller-Wheels für Pitch- und Modulation auf. Hier verzichten Native auf Touch-Strips und kehren stattdessen wieder zu mechanischen Rädern zurück, die ergonomisch vorteilhaft, ein wenig voneinander weg gekippt sind. Darunter verbleibt ein horizontal orientiert Touch-Strip, der mit verschiedenen Kontext-bezogenen Aufgaben belegt ist (u.a. „Strumming“ von Noten, Arpeggien und Steuerung von Modulationen). Hier, wie auch bei der Maschine MK3 ist positiv zu erwähnen, dass beide Geräteserien nun via USB vollständig Bus-powered sind und ein externes Netzteil entfällt.

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