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09.09.2016

Superlux SF12D, SF15D, SF12DS Test

Aktive Zweiwege-PA-Boxen und Subwoofer

Gut und günstig!

In der SFD-Serie präsentiert die taiwanische Firma Superlux aktive Zweiwege-Systeme, die sich durch freundlichen Preis und einfache Handhabung auszeichnen sollen. Wir haben uns das Superlux SF12D und das Superlux SF15D näher angeschaut. Zusätzlich kam der ebenfalls aktive Subwoofer SF12DS zum Einsatz. Wie die Produktnamen bereits andeuten, sind unsere Probanden mit 12- bzw. 15-Zoll-Chassis ausgestattet. Alle Boxen benutzen für den Hochtonbereich einen 1-Zoll-Treiber und werden durch Endstufen mit Class-D-Technik gespeist.

Details

Die Gerätschaften kommen sauber und sicher verpackt bei mir an und sind schnell aus den Verpackungen befreit. Mit weiterführenden Informationen tut sich die Firma Superlux allerdings schwer. Es gibt keine Handbücher, nur ein Prospekt über die SF-Familie liegt bei. Auch im Netz ist nichts zu finden.

SF12D

Die SF12D misst 623 x 378 x 363 mm bei 18 kg Gewicht. Die Box ist aus einem stabilen schwarzen Kunststoff gefertigt und verjüngt sich leicht nach hinten. Vorne sitzen unter einem schwarzen Lochgitter aus Metall der 12-Zoll-Woofer und das 1-Zoll-Horn mit einer Abstrahlcharakteristik von 90 × 45 Grad.

Die hinteren Kanten sind unterschiedlich abgeschrägt und erlauben den liegenden Monitorbetrieb mit einem Winkel von 45 oder 55 Grad. Die Box besitzt fünf M8-Gewindeösen für den fliegenden Betrieb. Auf der Unterseite kann man über zwei weitere Gewindeösen einen Montagehalter für den Speaker befestigen. Dank der vier Füße ist die Box stapelbar, ein 36-Millimeter-Flansch mit zusätzlicher Sicherungsschraube nimmt ein Stativ auf. Ein Transportgriff sitzt oben, ein weiterer ist seitlich angebracht.

Die Endstufen liefern 50 Watt RMS für das Horn und 200 Watt RMS für den Woofer. Die Trennfrequenz liegt bei 2,4 kHz. Den maximalen Schalldruck beziffert der Hersteller mit 125 dB SPL, der Frequenzgang reicht laut Datenblatt von 55 - 20.000 Hz.

Rückseitig sind  - auf einer tiefer gesetzten Metallplatte - die Verstärkeranschlüsse und Bedienelemente untergebracht. Links befindet sich eine nicht verriegelbare XLR/Klinken-Kombibuchse für das Eingangssignal, darunter folgt ein XLR-Through. Per Drucktaste lässt sich die Eingangsempfindlichkeit zwischen Mic- und Line umschalten, ein schwarzes Drehpoti regelt die Gesamtlautstärke. Per Schiebeschalter wählt der Anwender zwischen den Betriebsmodi: ext. Sub, Normal und Low-End Boost.

Eine grüne LED signalisiert den Standby-Modus beim Einschalten, eine blaue LED den aktiven Betrieb. Ist das Eingangssignal zu heiß, wird der interne Limiter und seine Freundin, die rote LED, tätig. Unten sitzt eine Kaltgerätebuchse mit integriertem Sicherungshalter, links daneben der korrespondierende Wippschalter. Die Elektronik besitzt eine Einschaltverzögerung und verhindert so unschöne Geräusche bei der Inbetriebnahme.

SF15D

Die SF15D ist mit 700 x 470 x 410 mm etwas größer und bringt mit 21 kg deutlich mehr Gewicht auf die Waage. Als Woofer kommt ein 15-Zöller zum Einsatz, es bleibt beim 1-Zoll-Horn. Verstärkerleistung und Trennfrequenz sind identisch, der Frequenzgang reicht allerdings drei Hertz weiter runter. Als maximalen Schalldruck nennt Superlux 126 dB SPL. Die Geräterückseite ist ebenfalls identisch, gleichermaßen die Ausstattung zur Montage. Allerdings wurde der größeren Box ein weiterer, seitlicher Tragegriff spendiert.

SF12DS

Der aktive Subbass SF12DS hat eine würfelähnliche Form. Mit Maßen von 400 x 445 x 465 mm und 20,4 kg Gewicht wirkt er fast niedlich. Das Gehäuse ist aus 15 Millimeter starkem Sperrholz gefertigt und mit einem porösen, schwarzen Schutzlack überzogen. Links und rechts sind stabile Tragegriffe eingelassen. Der Woofer benutzt einen 12-Zoll-Lautsprecher, der (wie auch die Reflexöffnungen) durch ein Lochgitter aus Metall geschützt wird. Die Class-D-Endstufe leistet 700 Watt RMS, die aktive Weiche trennt bei 100 Hz.

Die Anschlüsse sind wiederum auf der Rückseite zugängig. Zwei verriegelbare XLR-Eingänge und zwei XLR-Direkt-Ausgänge sind links montiert. Mittig sitzt ein Drehregler für Lautstärke des Woofers. Ein Schiebeschalter dreht die Phase um 180 Grad, ein weiteres Exemplar variiert die Entzerrung zwischen „normal“ und „Low-End Boost“. Eine rote LED kündet vom Einsatz des internen Limiters. Strom erhält der Sub über eine Kaltgerätebuchse und den Wippschalter.

Das Boxengehäuse hat vier stabile Gummifüße, oben sind vier Aussparungen zum sicheren Stapeln eingefräst. Zur Montage eines einbeinigen Stativflansches ist auf der Oberseite eine 36-Millimeter-Öffnung-eingelassen.

Pro & Contra

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Kompakte und stabile Technik
  • Gewinde für Flugösen
  • Soundkorrekturen per DSP

  • Keine Bedienungsanleitung

Gehört zu dieser Serie

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