Test
5
05.04.2019

Praxis

Handling

Das Display erweist sich zwar als großzügig dimensioniert und leuchtet im Grunde auch hell genug, doch schräger Lichteinfall beinträchtigen die Lesbarkeit teils erheblich. Ein schräger Blickwinkel allein hingegen wirkt nicht unbedingt so einschränkend, das funktioniert recht gut.

Das herkömmlich anmutende CD-Laufwerk liest Audio-CDs innerhalb von knapp 15 Sekunden und volle Daten-CDs innerhalb von weniger als 18 Sekunden ein. Das reißt mich nicht wirklich vom Stuhl, um ehrlich zu sein, dennoch geht das Ergebnis in Ordnung. Meine CD-Player, ein CD-P800NT von TEAC sowie ein DJ-Laufwerk, ein DN-S1000 von Denon, kommen beide auf weniger als 9 Sekunden bei Audio-CDs (!).

Laut Hersteller ist eine Antischock-Funktionalität implementiert. Angaben über eine Puffergröße (in MB oder Sekunden) findet man aber nirgends. Ein Schütteltest während der Wiedergabe kann das zudem nicht bestätigen. Die Fehlerkorrektur funzt für mein Dafürhalten aber ziemlich gut. Das teste ich mit ein paar älteren Audio-CDs, die manch anderem Player echte Schwierigkeiten bereiten. So hier nicht.

Die Fernbedienung eröffnet den Zugriff auf ein paar mehr Funktionen des CD-P1260MKII als die Onboard-Controller. Die Zehnertastatur ermöglicht die direkte Titelanwahl, darüber hinaus kann die Remote den Intro-Check starten, welcher jeden Titel auf dem Datenträger für zehn Sekunden anspielt. Zu guter Letzt schaltet die Display-Taste die ID3-Tags „Artist“, „Titel“ und „Album“ durch und der Time-Button „switcht“ zwischen bisheriger Abspielzeit, Rest- und Restgesamtzeit hin und her.

Tascams Sprössling mag Schwächen hinsichtlich der Lesbarkeit des Displays aufweisen, in der Disziplin „Klangqualität“ weiß der CD-P1260MKII aber sehr zu gefallen. Der Deltasigma-Wandler von Wolfson arbeitet mit achtfachem Oversampling und verrichtet wahrlich sehr gute Arbeit. Aber auch der integrierte Decoder, der sich für die Entschlüsselung der Fraunhofer bzw. der Windows Audio-Files zuständig zeigt, macht seinen Job mehr als nur ordentlich. Ich konnte jedenfalls keinen Unterschied zu meinem TEAC und dem Denonschen DJ-Laufwerk heraushören, die beide erheblich mehr gekostet haben.

Erst die Kombination aus externem Wandler, einem Benchmark DAC1 und dem TEAC CD-P800NT als reines Laufwerk offenbart vernehmbare klangliche Unterschiede; diese sind dann teils doch ziemlich deutlich und können aufgrund des zu großen Preisunterschieds hier nicht zum Vergleich herangezogen werden. Ich finde es aber schon sehr erstaunlich, wie gut ein CD-Player für weniger als 100 Euro klingen kann. Stark.

Test-Setup

Aufzeichnung

AD-Wandlung: RME HDSPe AIO

Aufzeichnung: SONY Sound Forge 11, PCM-Audio, WAV 176,4 kHz und 24 Bit

Abhörkette

Kopfhörerverstärker: SPL Phonitor

Kopfhörer: AKG K702KRK VXT6 & Tannoy Reveal 5A

Referenzen

TEAC CD-P800NT

Denon DN-S1000

Benchmark DAC1 & Denon 300 USB

Pro & Contra

  • gute Verarbeitung
  • umfangreicher Funktionsumfang
  • guter DA-Wandler & Decoder

  • mäßiges Display

Gehört zu dieser Serie

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