Vocals_Effektgeräte
Test
6
15.06.2011

FAZIT
(4 / 5)

Im Studio würde ich über ein Gerät lachen, das mir mit einer bevormundenden “lass-mich-das-mal-alleine-machen”-Haltung die Einflussnahme auf die Bearbeitung fast komplett nehmen will und mich lieber auf präzise einstellbare Werkzeuge verlassen. Im Live-Betrieb verhält es sich ähnlich, doch muss man dem T1 bescheinigen, seine Arbeit erstaunlich ordentlich zu verrichten. Dafür zu sorgen, dass ein tontechnisch eher unbedarfter User mit minimalem Bedienaufwand ein so gut wie immer zumindest zufriedenstellendes Ergebnis erhalten kann, ist wirklich nicht sehr einfach. TC Helicon haben es ohne grobe Mängel geschafft! Sie zählen diesbezüglich nicht umsonst zu der Handvoll Unternehmen, die es einfach drauf haben, viele Parameter zu einem wirklich nutzbaren Regler zusammenzufassen. Unter der Haube scheinen dabei einige äußerst komplexe Analyseprozesse abzulaufen. Der TC Helicon Voicetone T1 funktioniert wirklich sehr gut, auch über technische und klangästhetische Qualität kann man eigentlich nur mäkeln, wenn man es wirklich drauf anlegt, den kleinen Bodentreter mit deutlich teureren Systemen vergleicht oder von ihm feinsinnige Studioarbeit verlangt. Was mich stört: Dem Sänger, der etwas mehr von Dynamikbearbeitung versteht und der nun doch etwas mehr Einfluss auf die Tätigkeiten des T1 nehmen möchte, wird dazu keine Möglichkeit geboten – obwohl dies technisch ohne viel Mehraufwand realisierbar wäre. 

  • Pro
  • sinnvolle Parameterverknüpfung
  • Bedienbarkeit
  • Contra
  • Möglichkeit zur stärkeren Einflussnahme auf die Bearbeitung wünschenswert
  • Technische Spezifikationen
  • Bodeneffekt-Kompressor und -De-Esser
  • Intensitätsregler
  • Shape-Regler
  • Warmth-Schalter
  • Preamp mit permanenter Phantomspeisung (>100 dB Dynamik)
  • Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz (+0/-0,3 dB)
  • symmetrischer Output (XLR)
  • USB (Mini-A)
  • Mic-Control bei Verwendung mit Mikrofon MP-65
  • Druckguss-Gehäuse
  • externes Netzteil
  • Preis: EUR 145,18 (UVP)

TC Helicon Voicetones

Mit dem Fuß eine Oktave singen? Das geht? Ja, sogar noch viel mehr – mit dem Voicetone D1 und den anderen Voicetones!
Veröffentlicht am 15.06.2011

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • sinnvolle Parameterverknüpfung
  • Bedienbarkeit

  • Möglichkeit zur stärkeren Einflussnahme auf die Bearbeitung wünschenswert

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