Test
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15.07.2019

Praxis

Wie vermutet, geht der Aufbau auch ohne Anleitung recht gut von der Hand, allerdings zu Zweit noch besser: Den Case-Deckel samt Beine auf die längere schmale Kante gestellt, die Z-Beine ausgeklappt, den Case-Boden auf die beiden Beine gelegt, sodass die Butterfly-Verschlüsse der Beine und des Case-Bodens genau passen. Gar nicht so einfach, denn die Case-Hälfte ist recht schwer, dazu sperrig. Sind die beiden Füße zu weit auseinandergespreizt, greifen die Verschlüsse nicht und der Case-Boden rutscht auf einer Seite durch. Ich brauchte einige Minuten, um dies in den Griff zu bekommen. Wenn es jedoch sitzt und die Verschlüsse einmal verriegelt sind, verleiht der Deckel dem Tisch die notwendige Stabilität.

Für mich als 1,73er sind 90 cm Arbeitshöhe optimal. Wer größer ist, sollte die vier Füße herausdrehen, um noch etwas an Höhe (max 1,5 cm) zu gewinnen. Anschließend den Tisch aufgerichtet, noch das im Case-Boden eingehängte Brett auf die beiden Kantenprofile aus Metall der Beininnenseiten ablegen und mit den dafür vorgesehenen Schrauben befestigen – fertig ist der Tisch. 

Beim ersten Mal ist die Montage noch recht knifflig, vor allem, wenn man den Thon DJ Table Z-Style allein aufbaut. Mit etwas Routine geht es allerdings recht zügig von der Hand. Um den DJ-Table wieder zu demontieren, sollte man unbedingt die gleichen Schritte chronologisch rückwärts ausführen, den Tisch zunächst kippen und wieder auf den Boden stellen.

Im Einsatz

Der Thon DJ Table Z-Style schluckt viel Platz im Kofferraum und aufgrund seiner sperrigen Maße lässt er sich auch nicht einfach mal irgendwo zwischenquetschen. Ich würde mir hier etwas mehr „Multifunktionalität“ wünschen, um darin noch einen Controller oder Mixer zu verstauen und somit ein weiteres Case einzusparen.

Das Tragen zu Zweit klappt mit den Griffen wirklich gut, wie auch das Hineinheben ins Fahrzeug. Allein funktioniert es nur über den Griff rollend, solange das Case nicht über Barrieren oder Treppen gehievt werden muss. 

Die Stellfläche reicht für kleinere und mittelgroße DJ-Controller plus Laptop, genauso wie für ein Pioneer DJ CDJ-2000- und DJM-900-Setup. Mit einem Controller-Boliden wie dem DDJ-SZ oder zwei Schallplattenspieler samt Mixer kommt man dann an seine Grenzen. Der Laptop findet weder links noch rechts daneben Platz, hier Bedarf es einen Ständer vor dem Mixer oder Controller.

Die Robustheit und Stabilität des Thon DJ Table Z-Style zahlt sich aus, selbst wenn es ruppig auf dem Tanzparkett zugeht. Mit seinem mächtigen Gewicht hält er die Stellung wie ein Fels in der Brandung. Weder verrutscht er schnell, noch kippt er.

Die Optik

Über Geschmack lässt sich natürlich streiten. Auf mich wirkt der fronseitige Case-Boden des Thon DJ Table Z-Style – so puristisch wie er ist – eher wie eine „Heimwerkerlösung“. Mein Vorschlag: den Case-Boden mit dem eigenen DJ-Logo bekleben. Auch eine bedruckte Blende könnte den Technik-Look kaschieren. Oder einfach den Tisch mit Molton abdecken. Natürlich gibt es viele andere DJ-Tische, die durch ein visualisiertes DJ-Logo oder farbliche Illumination das „Eye mehr catchen“. Aber letztlich kommt es doch bei einem Tisch mehr auf Standfestigkeit, Ergonomie und Platz an. In diesen Kategorien überzeugt der Table Z-Style voll!  

Pro & Contra

  • sehr solide und hochwertig verarbeitet
  • sehr standfest
  • recht schnelle Montage
  • roll- und tragbar
  • ergonomische und höhenverstellbare Arbeitshöhe

  • begrenzte Stellfläche
  • recht sperrig
  • von einer Person nicht generell transportierbar

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