Gitarre
Test
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13.10.2015

Two Notes Torpedo Studio Test

Speaker Simulator

Universal-Loadbox

Two Notes Torpedo Studio - ein Name, der auch auf den zweiten Blick nicht verrät, dass sich dahinter ein Speaker-Simulator mit Loadbox und digitaler Klangbearbeitung für den professionellen Einsatz versteckt. Treue Besucher von bonedo werden sich aber vielleicht erinnern, dass der französische Hersteller Two Notes Audio schon 2011 den Vorgänger unseres Testmodells, den Torpedo VB101, zum Test geschickt hatte, und dass ich damals ziemlich beeindruckt von der Performance dieses digitalen Speakersimulators war.

Mit dem Torpedo Studio wartet nun das Facelift des Originals auf seine Überprüfung, wobei sich die aktuelle Version zumindest äußerlich nicht sehr vom Vorgänger unterscheidet. Mit Kosmetik wird hier also nicht gepunktet, sodass wir uns hoffentlich auf einige bemerkenswerte neue Charaktereigenschaften des schon bekannten Franzosen freuen dürfen.

Details

Was ist neu?

Wer sich näher dafür interessiert, der kann einiges über den grundsätzlichen Aufbau und die Funktionen unseres Kandidaten im Test des Two Notes Torpedo VB-101 erfahren. Aber auch wenn sich Bedienelemente und die wichtigsten Merkmale offensichtlich nicht verändert haben, warten digitale Geräte im Allgemeinen ohnehin eher mit inneren Werten auf. Und so ist es auch in unserem Fall: So hat zum Beispiel bei der Loadbox ein neues Modell Einzug gehalten, das auch schon im Torpedo Reload verwendet wird. Mit Reactive und Resistive verfügt es über zwei Modi, die sich durch unterschiedliche Klangformung auszeichnen. Laut Herstelleraussage wurde auch das Motherboard überarbeitet und so die Analog/Digital-Sektion verbessert, was zu geringeren Verzerrungen und besserer Signalqualität führen soll. Die dritte wesentliche Veränderung betrifft die Signalführung selbst und die Ausgangsstufe, denn das Torpedo Studio ist komplett in Stereo. Schließt man zum Beispiel einen Mono-Amp an, wird das Signal auf zwei virtuelle Lautsprecherboxen geleitet, die jeweils mit einem simulierten Mikrofon abgenommen werden. Alles ist selbstverständlich frei wählbar, ab Werk waren bei meinem Testmodell 37 unterschiedliche Cabinets und 8 Mikrofontypen an Bord. Im Torpedo Studio ist insgesamt Platz für 50 Cabinets, weitere Lautsprecherboxen können über die Remote Software in das Gerät transferiert werden.

Gehäuse/Optik

Das Torpedo Studio kommt im stabilen Stahlblechgehäuse im 19" Format und nimmt zwei Höheneinheiten in Anspruch. Die Frontseite ist vom Aufbau und allen Bedienelementen mit dem VB-101 identisch. Das Zentrum bildet das Display, an dem alle Einstellungen dargestellt und verändert werden können. Dies geschieht über die umliegenden Taster und das große Navigationsrad. Für die diversen Pegel (Input, Output, Phones) gibt es gesonderte Regler, damit man auf diese wichtigen Parameter direkten Zugriff hat.

Rückseite/Anschlüsse

Die Rückseite ist sehr üppig mit Anschlüssen für jeden Einsatzbereich ausgestattet. Der Amp-Input verträgt eine maximale Belastung von 150W RMS bzw. 200W Peak. Beim Speaker Output kann die Impedanz mit einem Wahlschalter zwischen 4, 8 und 16 Ohm eingestellt werden, vorher war man auf 8 Ohm begrenzt. Außerdem stehen nun zwei analoge Eingänge mit Klinke/XLR-Kombibuchsen zur Verfügung. Ist man entsprechend ausgestattet, kann daher auch ein Preamp in Stereo angeschlossen werden. Der Rest ist wie gehabt, es gibt zwei analoge Ausgänge mit XLR-Anschluss, die Digitalfraktion hat S/PDIF und AES/EBU Ein- und Ausgänge im Angebot und ein Wordclock Sync-Anschluss ist mit an Bord. Für MIDI-Anwendungen stehen ein Input und Out/Thru zu Verfügung. Die analogen Ein- und Ausgänge sind einzeln mit Groundlift-Schaltern ausgestattet, sodass Brummschleifen, die überwiegend im Live-Betrieb auftreten, schnell eliminiert werden können.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • 150 W Belastbarkeit
  • wählbare Impedanz (4, 8, 16 Ohm)
  • Signalführung in stereo
  • gute Nachbildung der Klangeigenschaften von Speakern und Mikrofonen
  • Bedienung, Ausstattung
  • Software

  • Preis

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