Hersteller_Yamaha E-Drum_Test_Mid_Yamaha_DTX562_532
Test
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20.02.2014

 

 

Yamaha DTX562K / DTX532K E-Drum Set Test

E-Schlagzeug inklusive Hardware

Yamahas neue E-Drum-Mittelklasse – mittel oder klasse?

Yamaha DTX562K / DTX532K im bonedo-Test - Das Yamaha DTX502 Soundmodul ist der in vielen Punkten verbesserte Nachfolger des DTX500 und bildet die Steuereinheit der Yamaha DTX532K- und DTX562K-E-Drumsets. Die Fünf am Anfang steht im gegenwärtigen E-Drum-Programm für die untere Mittelklasse, welche mit dem DTX522K, DTX542K und DTX582K noch drei weitere, in diesem Test nicht berücksichtigte Varianten beinhaltet.

Gegen Ende der 1980er Jahre stand das erste komplette E-Drumset von Yamaha im Laden, und erstaunlicherweise sah es gar nicht so viel anders aus als die heutigen Modelle. Allerdings waren die Becken-Pads zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht erfunden, so dass man im Allgemeinen akustische Cymbals in die ansonsten rein elektronische Umgebung einfügte. Die Snare- und Tom-Pads wurden seinerzeit an herkömmlichen Tom-Ständern befestigt, denn auch das heutzutage obligatorische Rack sollte erst kurze Zeit später den akustischen und elektronischen Drums den von vielen gehassten Schreibtisch-Look verleihen. Den 26 PCM-Sounds von damals, bei deren Erklingen man sich sofort für eine amtliche Breakdance-Einlage auf den Boden schmeißen will, steht bei den aktuellen Yamaha DTX562K und DTX532K Modellen fast die 40-fache Menge gegenüber, die sämtliche Klangwelten der vergangenen 50 Jahre umfasst. Kann man sich also seinen kompletten Schlagzeug-Fuhrpark sparen, wenn das alles aus einer einzigen Kiste kommen kann? Wir gehen der Sache für euch auf den Grund.

Details

Rack RS502 + Hi-Hat HS650A

Das RS502 Drum Rack besteht aus leichten, schwarz beschichteten Aluminiumrohren, die mittels Kunststoff-Verbindungsstücken zu einem etwa 120 x 100 Zentimeter großen "Käfig" zusammengebaut werden. An diesem werden, abgesehen vom frei stehenden Bassdrum-Pad, alle Trommel- und Becken-Pads sowie das Modul befestigt. Die Positionierung des Snare-Pads erfolgt über den von den Yamaha Akustik-Drums bekannten Tom-Halter mit Kunststoffkugel und Sechskantarm. Bei den Tom-Pads wird ein einfacheres Halterungssystem verwendet, welches die Einstellmöglichkeiten etwas einschränkt. Das gilt auch für die beiden Becken-Haltearme, die ohne Galgenausleger auskommen müssen. Zum Schutz vor unbeabsichtigtem Verdrehen der Becken sind Sicherungsstifte in den Tilter integriert. Aus Yamahas Hardware-Programm der Akustik-Drums stammt die mitgelieferte HS650A Hi-Hat-Maschine, ein einfaches, einstrebiges Modell mit nicht veränderbarer Federspannung. Auch hier dient ein Metallstift als Maßnahme gegen ungewollte Rotation des Hi-Hat-Pads.

Die Pads

Die Komplettsets DTX562K und DTX532K unterscheiden sich lediglich durch die drei Tom-Pads voneinander, ansonsten gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen. Beginnen wir bei den Gemeinsamkeiten: Bezüglich des Snare-Pads hat sich Yamaha nicht lumpen lassen und spendierte den beiden Testsets das aus der 700er Oberklasse-Serie bekannte XP80-Modell mit acht Zoll Durchmesser und einer weißen, strukturierten Silikon-Oberfläche, bei Yamaha TCS (Textured Cellular Silicone) genannt. Das Pad bietet neben der Hauptspielfläche zwei weitere Triggerzonen auf dem dicken Gummirand, die für Rimshot- und Rimclick-Sounds zuständig sind, aber auch mit beliebigen anderen Sounds belegt werden können. Die beiden PCY135 Cymbal-Pads mit ihren schwarzen Gummioberflächen verfügen mit Rand, Fläche und Kuppe über drei Spielzonen und eine Choke-Funktion, die ein Abstoppen des Sounds durch Festhalten ermöglicht. Auf der Unterseite gibt es einen Level Control-Regler, der mit einem Kreuzschraubenzieher justiert werden kann.

Das Hi-Hat-Pad RHH135 hat mit 13 Zoll Durchmesser dieselbe Größe wie die Becken-Pads, im Gegensatz zu diesen jedoch nur zwei Triggerzonen. Auf dem Filz, auf dem normalerweise das Bottom-Becken aufliegt, wird der zum Pad gehörende Sensor platziert. Das Bassdrum-Pad KP65 ist eine stabile, zweiteilige Metallkonstruktion, an der eine herkömmliche Fußmaschine angebracht werden kann. Für die Benutzung mit einem Doppelpedal ist die gummierte 13 Zoll große Schlagfläche definitiv geeignet. Zur Erzeugung von Double Bass-Effekten ist es aber auch möglich, dem Hi-Hat-Kanal einen Bassdrum-Sound zuzuweisen, der dann durch das Treten des Hi-Hat-Pedals ausgelöst wird. Neben der obligatorischen Trigger-Out-Buchse gibt es am KP65 noch ein Level-Control-Poti sowie einen Pad-In. Letzterer ist schlicht ein zusätzlicher Trigger-Kanal - beispielsweise für ein drittes Becken-Pad. Beim DTX532K kommen für die Toms drei TP70-Pads mit je siebeneinhalb Zoll Durchmesser zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einfache schwarze Gummi-Pads mit einer Triggerzone. Auch die beim DTX562K verwendeten XP70-Pads, die im Gesamtpreis einen Unterschied von deutlich über 400 Euro ausmachen, verfügen über nur eine Spielzone. Die Silikonspielfläche ist die gleiche wie beim XP80 Snare-Pad.

Das Modul DTX502

Die Bedienungselemente des 25 Zentimeter breiten Moduls sind rechts und links neben dem beleuchteten, zweizeiligen LC-Display angeordnet und ermöglichen einen direkten Zugriff auf die Kit-, Song- und Metronomfunktionen. Zwei der elf Tasten dienen der Lautstärkeregelung, von den übrigen sind fünf zusätzlich mit einer zweiten Funktion belegt, die über die Shift-Taste aktiviert werden kann. Auf diesem Wege erreicht man den Trainingsbereich, die Click-Einstellungen sowie das Hauptmenü und hat zudem die Möglichkeit, mit einem Tastendruck die Drum-Spuren von laufenden Playbacks stumm zu schalten. Ebenfalls in dieser Ebene befindet sich die Funktion zum Aufnehmen und Speichern eigener Patterns. Die Dateneingabe erfolgt über ein mittig platziertes Jog Wheel. Weiterhin befindet sich auf der Oberseite die LED-Ziffernanzeige für das jeweilige Song- oder Metronomtempo. Auf der dem Spieler zugewandten Seite befinden sich die Aux-In-Buchse zum Anschließen einer externen Audioquelle sowie der Kopfhöreranschluss. Die Rückseite ist bestückt mit dem Anschluss für das 12V-Netzteil, acht Trigger-Eingängen, der Hi-Hat-Control-Buchse, den Stereoausgängen und dem USB-Port.

Audiobeispiele

Pro & Contra

  • leichte Bedienbarkeit
  • umfangreiche Soundauswahl
  • gute Klangqualität
  • leicht zu transportieren

  • unzuverlässige Zonentrennung bei den Becken-Pads
  • grobe Dynamikabstufungen des Moduls
  • kleines Display
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